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Robert-Koch-Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention.
Inzwischen haben sich fast 20.000 Krankenhäuser der Kampagne “Save Lives: Clean Your Hands” angeschlossen.HICARE/Danny Gohlke

Alle zwei Jahre verleiht die Robert-Koch-Stiftung den Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, welcher mit 50.000 Euro dotiert ist, gestiftet von der der B. Braun Melsungen AG und der BARMER. Außerordentliche wissenschaftliche Arbeiten sowie praxisorientierte Maßnahmen für die Krankenhaushygiene sollen mit dem Preis gewürdigt werden. Am 20. September wurde der Preis nun zum dritten Mal verliehen. Diesjähriger Preisträger ist der Leiter der Abteilung für Krankenhaushygiene an den Genfer Universitätskliniken und externer Leiter des WHO-Programms „Clean Car eis Safer Care“, Prof. Didier Pittet.

Fast 20.000 Krankenhäuser nehmen am Programm teil

Den Ursprung fand das Konzept in einem Programm zur Infektionsprävention, das Prof. Pittet an der Universität geleitet und durchgeführt hat. Die Händehygiene ist dabei ein zentraler Bestandteil des Programms. Darüber hinaus hat Pittet dazu beigetragen, die Entwicklung von Leitlinien der WHO zur Handhygiene in Gesundheitseinrichtungen voranzutreiben.

Der Kampagne “Save Lives: Clean Your Hands” innerhalb des “Clean care is Safer Care”- Programms haben sich inzwischen fast 20.000 Krankenhäuser angeschlossen. Das Ziel der Kampagne ist die Verbesserung der Händedesinfektion in medizinischen Einrichtungen weltweit.

Wichtiger Beitrag zur Patientensicherheit

“Händehygiene im Krankenhaus ist das A und O, wenn es um den Schutz der Patienten vor gefährlichen Infektionen geht. Es freut mich daher ganz besonders, dass der diesjährige Preis für Krankenhaushygiene dem international anerkannten Experten Professor Didier Pittet verliehen wird. Mit seiner Arbeit zur Verbesserung der Händehygiene leistet Professor Pittet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Patientensicherheit“, sagte Staatssekretär Lutz Stroppe anlässlich der Preisverleihung.

Zentrales Thema beim Treffen der G20-Staaten

Im Kampf gegen gefährliche Krankenhausinfektionen ist die Händehygiene eine der wichtigsten Maßnahmen und im Zuge der weltweiten Zunahme von Antibiotika-Resistenzen ein zentrales Thema der Konferenz der Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der G20-Staaten. Bei dem diesjährigen Treffen im Mai einigten sich die G20-Staaten, die Verbesserung der Patientensicherheit in Angriff zu nehmen und im Rahmen dessen die Teilnahme von medizinischen Einrichtungen an der WHO-Kampagne “Save Lives: Clean Your Hands” auszuweiten.

Die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie DART 2020 fasst die Maßnahmen zur Infektionsprävention auf nationaler Ebene zusammen. Dabei wird den Krankenhäusern auch Unterstützung bei der Umsetzung der Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes durch das Hygieneförderprogramm geboten. Bis 2019 werden die Krankehäsuer mit rund 460 Miollionen Euro bei der Ausbildung und Einstellung von Hygienepersonal unterstützt.

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