körperliche Aktivität nach einem Schlaganfall
und Bewe­gung kön­nen ein­fluss­reich auf die Reor­ga­ni­sa­ti­on des Gehirns nach einem sein.

Für die Ent­wick­lung guter The­ra­pien ist es des­halb essen­ti­ell zu ver­ste­hen, wie sich die Fähig­keit zur Reor­ga­ni­sa­ti­on des Gehirns und der Gehirn­schalt­krei­se, vor allem im Alter und nach einem , ver­bes­sern las­sen. Wis­sen­schaft­le­rin­nen der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen haben nun erst­mals einen direk­ten Zusam­men­hang zwi­schen kör­per­li­cher Akti­vi­tät und einer erhöh­ten Wand­lungs­fä­hig­keit des Gehirns nach einem nachgewiesen.

Frü­he­re Stu­di­en der Wis­sen­schaft­le­rin­nen der Abtei­lung Sys­te­mi­sche Neu­ro­bio­lo­gie hat­ten bereits gezeigt, dass Mäu­se, die in einer abwechs­lungs­rei­chen Umge­bung auf­wach­sen, mit frei­em Zugang zu Lauf­rä­dern und erhöh­ten kogni­ti­ven und sozia­len Anre­gun­gen, bis ins höhe­re Lebens­al­ter ein jugend­li­che­res Gehirn behal­ten. In der neu­en Stu­die tes­te­ten sie nun, ob kör­per­li­che Akti­vi­tät allein auch einen posi­ti­ven Ein­fluss auf die Plas­ti­zi­tät des Gehirns hat, und dies nicht nur im altern­den Gehirn, son­dern auch nach einem Schlaganfall.

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vorbeugend oder nach dem Schlaganfall einsetzen

„Wir konn­ten beob­ach­ten, dass die Mäu­se mit Zugang zum Lauf­rad nicht nur ein jugend­li­che­res Gehirn bis ins hohe Alter besa­ßen, son­dern auch vor den nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen eines Schlag­an­falls bes­ser geschützt waren“, erläu­tert die Erst­au­torin Dr. Evge­nia Kalo­gera­ki. Ko-Autorin Dr. Jus­ty­na Piel­ecka-For­tu­na fügt hin­zu: „Selbst Mäu­se ohne vor­he­ri­ge Lauf­ra­der­fah­rung zeig­ten eine ver­bes­ser­te Erho­lung, auch wenn sie erst nach dem Schlag­an­fall mit dem Lauf­rad­lau­fen begon­nen haben.“

„Unse­re Stu­die zeigt, dass kör­per­li­che Akti­vi­tät sowohl vor­beu­gend wirkt, als auch the­ra­peu­tisch nach einem Schlag­an­fall ein­ge­setzt wer­den kann“, fasst Abtei­lungs­lei­te­rin Prof. Dr. Sie­grid Löwel die Ergeb­nis­se zusam­men. Die Wis­sen­schaft­le­rin­nen hof­fen, dass sich auf die­sen Befun­den ein­fa­che, aber effek­ti­ve Stra­te­gien auf­bau­en las­sen, sowohl zur Prä­ven­ti­on für Pati­en­ten, die anfäl­lig für einen Schlag­an­fall sind, als auch zur Reha­bi­li­ta­ti­on von Pati­en­ten, die bereits einen Schlag­an­fall erlit­ten haben.