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Netzwerken in der Zeitarbeit
Der erste Tag als Pflege­kraft im neuen Team – da gibt es viel zu erfra­gen und kennen zu lernen. Wichtig hierbei: das Gespräch mit den neuen Kolle­gin­nen und Kolle­gen.Bild: Rawpixelimages/Dreamstime.com

1. Der Weg zum neuen Arbeitsort

Alle mögli­chen Hinder­nisse auf dem Weg zur Arbeit sollten schon vorher bedacht werden:

  • Wie lange dauert der Weg zum neuen Arbeitsort?
  • Auto oder Bus und Bahn, was ist schnel­ler oder bequemer?
  • Wer ist Ansprech­part­ne­rin bzw. Ansprech­part­ner vor Ort?
  • Wie heißt meine neue Station genau?
  • Brauche ich Unter­la­gen oder hat das alles schon meine Perso­nal­be­ra­te­rin bzw. mein Perso­nal­be­ra­ter erledigt?

2. Sich selbst vorab informieren

Inzwi­schen bieten die meisten Inter­net­sei­ten von Klini­ken und Senio­ren­ein­rich­tun­gen gute erste Infor­ma­tio­nen. Vor allem zeigt sich dort meist schon etwas vom Selbst­ver­ständ­nis der Einrich­tung. Inter­es­sant sind gegebe­nen­falls Infos zum Team, News oder zu Größe und Struktur.

Weitere Infor­ma­ti­ons­quel­len: Die Kolle­gin­nen und Kolle­gen, die dort schon mal in der Einrich­tung gearbei­tet haben, und natür­lich auch der eigene Arbeit­ge­ber, die Zeitarbeitsfirma.

3. Ruhig Blut… gelas­sen bleiben

Alle hatten mal ihren ersten Tag, ihre erste Woche. Das neue Team freut sich auf Unter­stüt­zung. Ein wenig Nervo­si­tät ist ja ganz normal bei neuen Abläu­fen. Ein Lächeln zum Start hilft einem selbst und kommt meist gut bei den anderen an.

Zeitarbeitspflegekraft am ersten Tag
Bewah­ren Sie ruhig Blut: Anfäng­li­che Nervo­si­tät und Sicher­heit sind ganz normal. Was helfen kann: Ein Lächeln zum Start sorgt für ein positi­ve­res Empfin­den.Bild: Rawpixelimages/Dreamstime.com

4. Rundgang durchs Haus

Sollte eine beglei­tete Führung durchs Haus nicht angebo­ten werden, am besten am ersten Tag selbst danach fragen: Ein ausführ­li­cher Rundgang durch alle Räume, inklu­sive beispiels­weise Nachbar-Wohnbe­rei­che und Küchen­trakt sowie Materi­al­la­ger der Einrich­tung, hilft bei der Orien­tie­rung und Effek­ti­vi­tät nicht nur am ersten Tag.

5. Allge­meine Abläufe und Verhal­ten im Notfall

Möglichst schnell in Erfah­rung bringen:

  • Wie gestal­ten sich Zustän­dig­kei­ten und die Aufgabenteilung?
  • Gibt es Beson­der­hei­ten im Dienst­plan, wie zum Beispiel zwei Frühschicht-Zeiten?
  • Wie wird dokumentiert?
  • Welche hausin­ter­nen Standards bei pflege­ri­schen Leistungen?
  • Wie soll die Kommu­ni­ka­tion mit Angehö­ri­gen aussehen?

Und an erster Stelle – das Verhal­ten im Notfall: Wer soll als Erstes infor­miert werden? Wo finden sich Gebäude- und Ablauf­pläne und wie soll das Verhal­ten im Brand­fall ausse­hen etc.

Dieses „Handwerk­zeug“ braucht man in der Pflege schon in den ersten Stunden.

6. Unbedingt fragen, wenn wichtige Infor­ma­tio­nen fehlen

Häufig fehlt leider in den Einrich­tun­gen die Zeit für eine ausführ­li­che Einar­bei­tung. Besser aktiv selbst nach Wichti­gem zu fragen als zu raten. Gerade in den ersten Tagen wird diese Initia­tive, sich selbst Infor­ma­tio­nen „abzuho­len“, positiv gesehen.

7. Direkt mit dem Networ­ken starten

Der neue Arbeits­platz bietet häufig viele neue und spannende Kontakte. Daher ist es eine Chance, direkt vom Start an, zu „netzwer­ken“. Gemein­same Mittags­pau­sen oder der Plausch zwischen­durch mit Kolle­gin­nen und Kolle­gen führen schnell zu Kennt­nis über Interna und Gewohn­hei­ten, die wichtig für die eigene Einge­wöh­nung und Einschät­zung sind.

8. Sich freiwil­lig einbringen

Möglichst bald bietet es sich an, nicht sehr beliebte Tätig­kei­ten mitzu­ma­chen, genauso wie das Stamm­per­so­nal. So bringt man sich als Teil des Teams mit ein, wenn beispiels­weise Geräte­kon­trol­len oder Reini­gungs­ar­bei­ten als Routine miter­le­digt werden.

Pflegekraft
Geteil­tes Leid ist bekannt­lich halbes Leid: Wer sich nicht davor scheut, auch weniger beliebte Aufga­ben zu überneh­men, kann schnell Sympa­thie­punkte im neuen Team sammeln.Bild: Rawpixelimages/Dreamstime.com

Wichtig dabei ist auch, sensi­bel mit den Verglei­chen der Arbeits­stät­ten von zum Beispiel Statio­nen, Kranken­häu­sern oder Pflege­ein­rich­tun­gen umzuge­hen. So ist beispiels­weise eine Regio­nal­kli­nik der Grund- oder Regel­ver­sor­gung anders organi­siert als eine Unikli­nik, die typischer­weise aus mehre­ren Einrich­tun­gen und Klini­ken besteht.

9. Rückmel­dun­gen an den Perso­nal­dienst­leis­ter gewünscht

Sollte es offene Fragen und Wünsche geben, für die das Kranken­haus oder das Senio­ren­heim nicht zustän­dig sind oder sich fühlen, ist der Kontakt zum Perso­nal­dienst­leis­ter ein guter Weg. Perso­nal­be­ra­te­rin­nen und Perso­nal­be­ra­ter sind sehr dran inter­es­siert, wie es sich auf der neuen Station arbei­ten lässt. Konkrete Rückmel­dun­gen über die Bedin­gun­gen des Einsat­zes machen zügige Lösun­gen durch den eigenen Arbeit­ge­ber erst möglich.

Quelle: Uta Kannen­gie­ßer, avanti GmbH