Der MDK stellt Hausbesuche ein und bietet personelle Unterstützung zur Bewältigung in der Corona-Krise an.
Der MDK stellt Haus­be­su­che ein und bie­tet per­so­nel­le Unter­stüt­zung zur Bewäl­ti­gung in der Coro­na-Kri­se an.Pho­to 124594640 © Vale­rii Hon­cha­ruk – Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Die Maß­nah­men zur Bekämp­fung der Aus­brei­tung des neu­ar­ti­gen Coro­na­vi­rus sind mas­siv aus­ge­wei­tet wor­den, um Infek­ti­ons­ket­ten zu unter­bre­chen, das Fort­schrei­ten der Pan­de­mie zu ver­lang­sa­men und so eine Über­for­de­rung des Gesund­heits­sys­tems zu ver­hin­dern. Um beson­ders ver­letz­li­che Per­so­nen­grup­pen wie zum Bei­spiel pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen zu schüt­zen, set­zen die Medi­zi­ni­schen Diens­te der Kran­ken­ver­si­che­rung (MDK) jed­we­de Form der kör­per­li­chen Unter­su­chung aus, so die Medi­zi­ni­schen Diens­te in einer Pres­se­mit­tei­lung.

„Die MDK-Gemein­schaft hat fest­ge­legt, dass zum Schutz der pfle­ge­be­dürf­ti­gen und vorer-krank­ten Men­schen ab sofort kei­ne per­sön­li­chen Begut­ach­tun­gen in Pfle­ge­hei­men und in eige­ner Häus­lich­keit zur Fest­stel­lung der Pfle­ge­be­dürf­tig­keit erfol­gen“, sagt Dr. Peter Pick, Geschäfts­füh­rer des MDS. Statt­des­sen wer­den die Medi­zi­ni­schen Diens­te die Ein­stu­fung in Pfle­ge­gra­de auf Basis der bereits vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen und eines ergän­zen­den Tele­fon­in­ter­views mit den Pfle­ge­be­dürf­ti­gen bzw. ihren Bezugs­per­so­nen vor­neh­men. Auf die­se Wei­se wer­den der zeit­na­he Leis­tungs­be­zug und die damit ver­bun­de­ne Ver­sor­gung sicher­ge­stellt.

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Dar­über hin­aus wer­den auch für ande­re Begut­ach­tungs­an­läs­se alter­na­ti­ve Vor­ge­hens­wei­sen fest­ge­legt, die eine Begut­ach­tung ohne kör­per­li­che Unter­su­chung ermög­li­chen und damit die Ver­sor­gung des Ver­si­cher­ten sicher­stel­len. Um das Infek­ti­ons­ri­si­ko für die beson­ders ver­letz­li­chen Per­so­nen­grup­pen zu ver­min­dern, haben die MDK bereits die Regel­prü­fun­gen der Qua­li­tät nach § 114 SGB XI in ambu­lan­ten, teil- und voll­sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tun­gen bis vor­läu­fig Ende Mai aus­ge­setzt. Ziel ist es, einer­seits beson­ders gefähr­de­te Men­schen zu schüt­zen und ande­rer­seits die Ein­rich­tun­gen von Zeit­auf­wän­den durch die Prüf­tä­tig­keit zu ent­las­ten.

Medizinischen Dienste bieten personelle Unterstützung an

Dar­über hin­aus haben die Medi­zi­ni­schen Diens­te ihre Unter­stüt­zung in der Coro­na-Kri­se ange­kün­digt, indem sie ihre per­so­nel­len Res­sour­cen für die Gesund­heits­ver­sor­gung zur Ver­fü­gung stel­len. „Die Medi­zi­ni­schen Diens­te sind bereit, mit ihren medi­zi­ni­schen und pfle­ge­ri­schen Per­so­nal­res­sour­cen bei der Bewäl­ti­gung der Coro­na-Kri­se zu hel­fen. Vor­stell­bar ist, dass MDK-Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter dem gesund­heit­li­chen und pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gungs­sys­tem und für öffent­li­che Stel­len, wie zum Bei­spiel die Gesund­heits­äm­ter vor Ort, zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Die Situa­ti­on erfor­dert es, dass alle Kräf­te gebün­delt wer­den, um gemein­sam die Pan­de­mie zu bekämp­fen“, so Dr. Pick. Bei der Aus­ge­stal­tung der Unter­stüt­zung ist noch fest­zu­le­gen, in wel­chen kon­kre­ten Auf­ga­ben­fel­dern drin­gen­der Bedarf besteht und wel­che Qua­li­fi­ka­ti­on das dafür gesuch­te Per­so­nal haben soll­te. Dar­über hin­aus ist zu klä­ren, wie die recht­li­chen Bedin­gun­gen für die Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen der Medi­zi­ni­schen Diens­te zu gestal­ten sind. Die­se Fra­gen wer­den der­zeit zwi­schen der MDK-Gemein­schaft, dem GKV-Spit­zen­ver­band und den zustän­di­gen Minis­te­ri­en geklärt, um eine sol­che Unter­stüt­zung ermög­li­chen zu kön­nen.