Elternzeit: Nach der Geburt eines Kindes dürfen sich Mütter und Väter erstmal eine Auszeit nehmen.
: Nach der Geburt eines Kin­des dür­fen sich Müt­ter und Väter erst­mal eine Aus­zeit neh­men.© Eli­z­a­ve­ta Galitska­ya | Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Eltern haben nach der Geburt eines Kin­des gemäß § 15 BEEG Anspruch auf Frei­stel­lung von der Arbeit, der von einem Eltern­teil allein oder von bei­den gemein­sam jeweils antei­lig wahr­ge­nom­men wer­den kann. Dabei gilt: Die ist für eine Dau­er von drei Jah­ren – also bis zur Voll­endung des drit­ten Lebens­jah­res des Kin­des – ange­setzt. Bis zu 24 Mona­te der kön­nen auf die Zeit zwi­schen dem drit­ten und ach­ten Geburts­tag des Kin­des genom­men wer­den. Ins­ge­samt kann die (unter Berück­sich­ti­gung bestimm­ter Rege­lun­gen) in drei Abschnit­te unter­teilt wer­den. Es han­delt sich bei der Eltern­zeit also um den Anspruch gegen­über dem Arbeit­ge­ber auf völ­li­ge Frei­stel­lung von der Arbeit, aller­dings ohne wäh­rend die­ser Zeit eine Ver­gü­tung von die­sem zu erhal­ten. Das Eltern­geld ist näm­lich eine Fami­li­en­leis­tung, die vom Staat gezahlt wird. Wer Genaue­res über Höhe und Berech­nung des Eltern­gel­des erfah­ren möch­te, kann sich hier infor­mie­ren.

Fristen, die eingehalten werden müssen

Der Anspruch auf Eltern­zeit ist gesetz­lich gere­gelt, der Arbeit­ge­ber ist daher ver­pflich­tet, dem Antrag auf Eltern­zeit zuzu­stim­men und die­sen schrift­lich zu bestä­ti­gen. Ledig­lich an die Fris­ten müs­sen sich Arbeit­neh­mer bei der Bean­tra­gung hal­ten – Aus­nah­men gel­ten natür­lich in drin­gen­den Fäl­len, bei­spiels­wei­se bei einer Früh­ge­burt. Spä­tes­tens sie­ben Wochen vor Beginn der Eltern­zeit muss die Eltern­zeit schrift­lich beim Arbeit­ge­ber ein­ver­langt wer­den, wenn die Eltern­zeit im Zeit­raum vor dem drit­ten Lebens­jahr des Kin­des genom­men wer­den möch­te. Will man die Eltern­zeit erst danach bean­spru­chen, so gilt hier eine eine Frist von 13 Wochen.

Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit während der Elternzeit

Nach Ablauf der Eltern­zeit gel­ten wie­der für bei­de Par­tei­en die arbeits­ver­trag­li­chen Haupt­pflich­ten, wie sie vor der Eltern­zeit ver­ein­bart waren. Der Arbeit­neh­mer hat als Anspruch auf Rück­kehr zu sei­nem frü­he­ren Arbeits­platz. Wäh­rend der Eltern­zeit darf einer Erwerbs­tä­tig­keit von bis zu 30 Wochen­stun­den durch­schnitt­lich im Monat nach­ge­gan­gen wer­den. Dies gilt auch für bei­de Eltern­teil­te, wenn die Eltern­zeit gleich­zei­tig in Anspruch genom­men wird. Hier­bei ist im Übri­gen nicht nur an eine Erwerbs­tä­tig­keit bei sei­nem eigent­li­chen Arbeit­ge­ber denk­bar, son­dern auch bei einem ande­ren Arbeit­ge­ber oder auf selb­stän­di­ger Basis besteht die Mög­lich­keit auf Teil­zeit­ar­beit wäh­rend der Eltern­zeit.

Von der Eltern­zeit zu unter­schei­den ist natür­lich der . Für Pfle­ge­fach­kräf­te bzw. für im Gesund­heits­we­sen täti­ge Arbeit­neh­mer gel­ten hier beson­de­re Rege­lun­gen – mehr dazu kön­nen Sie hier nach­le­sen.