Konflikte können in allen Lebensbereichen entstehen. Die Mediation kann eine Lösung sein, um den Streit beizulegen.
Kon­flik­te kön­nen in allen Lebens­be­rei­chen ent­ste­hen. Die kann eine Lösung sein, um den Streit bei­zu­le­gen.© Lor­na | Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Unstim­mig­kei­ten und Kon­flik­te kön­nen in allen Lebens­be­rei­chen vor­kom­men. Gera­de Beru­fe, in denen mit und nahe am Men­schen gear­bei­tet wird, ber­gen immer auch Poten­zi­al für Strei­tig­kei­ten und Rei­be­rei­en. Kon­flik­te sind sowohl unter den Mit­ar­bei­tern als auch unter den Mit­ar­bei­tern und Pati­en­ten denk­bar. In der Pfle­ge etwa, tref­fen tag­täg­lich ver­schie­dens­te Per­sön­lich­kei­ten auf­ein­an­der, deren Ansprü­che und Bedürf­nis­se unter­schied­li­cher Art sind und nicht immer voll­ends befrie­digt wer­den kön­nen. Durch Per­so­nal­man­gel und Arbeits­druck wird das Kon­flikt­po­ten­zi­al zusätz­lich erhöht.

Konfliktlösung durch

Nicht zwangs­läu­fig müs­sen die­se Kon­flik­te unge­löst blei­ben, eska­lie­ren oder sogar in einem Gerichts­streit enden. Wenn die Par­tei­en sich nicht eini­gen kön­nen und sich ihre Posi­tio­nen ver­här­ten, könn­te die Schlich­tung durch eine soge­nann­te Media­ti­on die Lösung sein. Viel Zeit, ein hohes Stress­auf­kom­men und auch Kos­ten kön­nen auf die­se Wei­se idea­ler­wei­se gespart wer­den.

Grund­la­ge für das Kon­zept der Media­ti­on ist das Media­ti­ons­ge­setz von 2012. Es han­delt sich dabei um ein ver­trau­li­ches und struk­tu­rier­tes Ver­fah­ren, das es den Par­tei­en durch Mit­hil­fe eines pro­fes­sio­nel­len Media­tors ermög­li­chen soll, ihren Streit bei­zu­le­gen. Der Media­tor ist allen Par­tei­en glei­cher­ma­ßen ver­pflich­tet und soll als ver­mit­teln­de Instanz zwi­schen den Par­tei­en fun­gie­ren, die eigen­ver­ant­wort­lich eine Lösung fin­den sol­len. Selbst­ver­ständ­lich unter­liegt er auch einer Ver­schwie­gen­heits­pflicht.

Im pfle­ge­ri­schen Bereich eig­nen sich bei­spiels­wei­se Kon­flik­te für eine Media­ti­on, die auf­grund der Per­so­nal­pla­nung, Schicht­ein­tei­lung oder etwa durch Mob­bing ent­ste­hen. Selbst wenn die Fron­ten der­art ver­här­tet sind und man oft schon meint, der sei unlös­bar, dann hilft es am Ende eben doch manch­mal, sich ein­fach gemein­sam zusam­men mit einer neu­tra­len Per­son an einen Tisch zu set­zen.

Media­to­ren sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind auf der Sei­te des Bun­des­ver­band Media­ti­on (bmev) zu fin­den.

Übri­gens: Für Kon­flik­te zwi­schen Heim­be­woh­nern und der Ein­rich­tung bie­tet das soge­nann­te Ver­brau­cher­streit­bei­le­gungs­ge­setz Abhil­fe, das 2016 in Kraft getre­ten ist. Durch ein Streit­bei­le­gungs­ver­fah­ren haben Bewoh­ner oder alter­na­tiv ihre Ange­hö­ri­gen oder Betreu­er die Mög­lich­keit, die Strei­tig­kei­ten außer­halb eines lang­wie­ri­gen und kos­ten­in­ten­si­ven Gerichts­ver­fah­rens aus­zu­tra­gen.