In einer von der „Kon­zer­tier­ten Akti­on der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung () und der Berufs­ver­bän­de“ ver­ab­schie­de­ten Reso­lu­ti­on wird vor einer Über­in­ter­pre­ta­ti­on der -Grund­ver­ord­nung (DSGVO) gewarnt. Die ärzt­li­chen und psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Berufs­ver­bän­de sehen die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung erheb­lich gefähr­det, wenn es zu einer Abmahn­wel­le infol­ge einer über­zo­ge­nen Inter­pre­ta­ti­on der DSGVO kom­me.

Die Ver­bän­de bezie­hen sich dabei auf ihrer Ansicht nach fal­sche juris­ti­sche Ein­schät­zun­gen, die es offen­bar bereits schon durch die Lan­des­be­auf­trag­ten für und Infor­ma­ti­ons­frei­heit Nord­rhein-West­fa­len (LDI NRW) gege­ben habe. Durch der­ar­ti­ge Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen wür­den und Psy­cho­the­ra­peu­ten „unnö­ti­gen Papier­ber­gen“ aus­ge­setzt wer­den. Außer­dem könn­ten die neu­en Daten­schutz­be­stim­mun­gen poten­zi­el­le Koope­ra­tio­nen und inter­pro­fes­sio­nel­le sowie fach­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­bei­ten hem­men, die für eine Pati­en­ten­ver­sor­gung nach den hohen medi­zi­ni­schen Stan­dards erfor­der­lich sei­en.

Gegen eine ange­mes­se­ne und adäqua­te Aus­le­gung der Daten­schutz­be­stim­mun­gen sei nichts aus­zu­set­zen, beton­ten die Berufs­ver­bän­de zugleich in ihrer Reso­lu­ti­on. Sie for­der­ten aller­dings die Bun­des­re­gie­rung auf, gegen einen Abmahn­miss­brauch vor­zu­ge­hen und dafür zu sor­gen, dass die Digi­ta­li­sie­rung in der Medi­zin nicht durch die neu­en Daten­schutz­be­stim­mun­gen gefähr­det wird. Dazu sol­le die Bun­des­re­gie­rung bis zum 1. Sep­tem­ber 2018 einen ent­spre­chen­den Geset­zes­vor­schlag vor­le­gen.