Sachverhalt

Die 1984 gebo­re­ne Klä­ge­rin aus Cas­trop-Rau­xel muss­te sich im Jahr 2012 mehr­fach einer Ope­ra­ti­on an der Wir­bel­säu­le unter­zie­hen, da sie anhal­ten­de Beschwer­den zu bekla­gen hat­te. Infol­ge ande­rer Behand­lun­gen mach­te sich der Ein­druck eines Behand­lungs­feh­lers breit. Ihr Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ter ver­lang­te von dem beklag­ten Kran­ken­haus sowohl die Behand­lungs­un­ter­la­gen sowie Namen und Anschrif­ten der jeweils behan­deln­den Ärz­te. Die Behand­lungs­un­ter­la­gen wur­den der Pati­en­tin zur Ver­fü­gung gestellt, die gefor­der­ten per­sön­li­chen Daten der Ärz­te hin­ge­gen nicht.

Die Pati­en­tin erhob eine Arzt­haf­tungs­kla­ge (Az.: 6 O 19/16), die der­zeit noch bear­bei­tet wird. Zudem reich­te sie eine Aus­kunfts­kla­ge (Az.: 6 O 9/16) bei dem Land­ge­richt Bochum ein.

Entscheidung

Nach der Ent­schei­dung des Land­ge­richts Bochum ste­hen der Klä­ge­rin kei­ne Ansprü­che auf die per­sön­li­chen Daten der Ärz­te zu. Der 26. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Hamm bestä­tig­te die­ses erst­in­stanz­li­che Urteil (Az.: 26 U 117/16).

Laut dem Urteil des Senats steht einem Pati­en­ten nur dann ein der­ar­ti­ger Aus­kunfts­an­spruch zu, wenn ein berech­tig­tes Inter­es­se an die­sen Daten nach­ge­wie­sen wer­den kann. So müs­se dar­ge­legt wer­den, dass die jewei­li­gen Ärz­te ent­we­der als Zeu­gen oder als Anspruchs­geg­ner auf­grund eines Behand­lungs­feh­lers in Betracht kom­men könn­ten. Da in die­sem Fall jedoch pau­schal Daten ver­langt wur­den, muss­te der Aus­kunfts­an­spruch hier abge­spro­chen wer­den.