WHO in Genf.
Sitz der Weltge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) in Genf.Bild: Yann Forget/Wikimedia Commons

Eliza­beth Iro hat 25 Jahre lang als Kranken­pfle­ge­rin und Hebamme auf den Cook-Inseln gearbei­tet und war zudem lange Präsi­den­tin des Pflege­be­rufs­ver­bands der Cook-Inseln. Aktuell ist sie dort Gesund­heits­mi­nis­te­rin und wurde nun als sogenannte „Chief Nursing Officer“ (CNO) bei der Weltge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) in das Führungs­team um General­di­rek­tor Dr. Tedros Adhanom Ghebreye­sus berufen. Sie hat über 30 Jahre Berufs­er­fah­rung im Gesund­heits­we­sen und hat als Minis­te­rin bereits einige Refor­men durch­brin­gen können.

Der Deutsche Berufs­ver­band für Pflege­be­rufe (DBfK) und andere Pflege­be­rufs­ver­bände haben die Neuig­kei­ten mit Freude aufge­nom­men. Sie sehen in der Ernen­nung der langjäh­ri­gen Pflege­kraft zur CNO ein wichti­ges Stand­bein für die Pflege und erhof­fen sich, dass die Berufs­gruppe der Pflegen­den damit Einfluss im inter­na­tio­na­len Gesund­heits­we­sen gewinnt.

Unein­ge­schränkte Unter­stüt­zung seitens des DBfK

Prof. Chris­tel Bienstein, DBfK-Präsi­den­tin, gratu­lierte Iro und sagte ihr volle Unter­stüt­zung zu: „Das sind sehr gute Neuig­kei­ten. Für diese Position haben die weltwei­ten Pflege­be­rufs­ver­bände lange kämpfen müssen. Es ist längst überfäl­lig, dass die Stimme und Perspek­tive der profes­sio­nell Pflegen­den im Stab des WHO-General­di­rek­tors gehört wird und mitent­schei­det. Die zu lösen­den Probleme aller Gesund­heits­sys­teme sind bei weitem zu groß und zu komplex, als dass man auf diese Kompe­tenz verzich­ten könnte. Im Namen der beruf­lich Pflegen­den in Deutsch­land und des natio­na­len Pflege­be­rufs­ver­bands gratu­liere ich Frau Eliza­beth Iro sehr herzlich zu ihrer Berufung. Der DBfK sichert ihr unein­ge­schränkte Unter­stüt­zung in diesem so wichti­gen und verant­wor­tungs­vol­len Amt zu“, so Bienstein am Freitag in Berlin.

Ernannt wurde Eliza­beth Iro von WHO-General­di­rek­tor Tedros, der damit ein Verspre­chen einge­löst hat, das er im Mai auf dem Weltkon­gress der Pflege­be­rufe in Barce­lona abgege­ben hatte. „Ich bin begeis­tert darüber, Ms. Iro als WHO Chief Nursing Officer in unserem Team willkom­men zu heißen. Pflege­fach­per­so­nen spielen eine entschei­dende Rolle – nicht nur in der Gesund­heits­ver­sor­gung von Millio­nen von Menschen in der ganzen Welt, sondern auch bei der Umset­zung von Gesund­heits­po­li­tik, der Gesund­heits­för­de­rung in Gemein­schaf­ten und der Unter­stüt­zung von Patien­ten und Patien­tin­nen und Familien. Pflege­fach­per­so­nen sind der Schlüs­sel, um eine allge­meine Gesund­heits­ver­sor­gung und die Nachhal­ti­gen Entwick­lungs­ziele zu errei­chen. Ms. Iro wird diese Perspek­tive bei der WHO im Vorder­grund halten.“ Zuletzt äußerte auch Präsi­den­tin des Inter­na­tio­nal Council of Nurses (ICN), Annette Kennedy, ihre Glück­wün­sche und hofft auf positi­ven Einfluss für die Gesundheits‑, Sozial- und Bildungspolitik.

Quelle: DBfK