Die in eini­gen Bun­des­län­dern geplan­te Errich­tung von Pfle­ge­kam­mern trifft bei vie­len aus der Gesund­heits­bran­che auf Arg­wohn und Skep­sis. Vor allem Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen auf­sei­ten der Arbit­ge­ber haben ent­spre­chen­de Vor­ha­ben in den Län­dern bis­lang vehe­ment kri­ti­siert. Das dies nicht die Mei­nung aller pfle­ge­ri­schen Unter­neh­mer wider­spie­gelt, geht aus einem kürz­lich ver­öf­fent­li­chen Posi­ti­ons­pa­pier her­vor.

Hier­in spre­chen sich die in der „Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft (BAG) Pfle­ge­un­ter­neh­mer“ des Deut­schen Berufs­ver­bands für Pfle­ge­be­ru­fe () orga­ni­sier­ten Arbeit­ge­ber aus­drück­lich für die aus. Das Papier beschreibt dabei nicht nur die drin­gen­de Not­wen­dig­keit von Pfle­ge­kam­mern aus Sicht der Beschäf­tig­ten, son­dern benennt ins­be­son­de­re den Nut­zen einer auch für die Arbeit­ge­ber­sei­te.

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Die­ser läge ins­be­son­de­re in der nach­hal­ti­gen Sicher­stel­lung des Unter­neh­mens­zwecks, in der Anglei­chung der Wett­be­werbs­be­din­gun­gen, in der Klar­heit bezüg­lich Qua­li­täts­an­for­de­run­gen – bei­spiels­wei­se der Doku­men­ta­ti­on oder der Fort- und Wei­ter­bil­dung – und nicht zuletzt in den Aus­wir­kun­gen auf den Berufs­ver­bleib und die Pro­fes­sio­na­li­sie­rung der Berufs­an­ge­hö­ri­gen durch attrak­ti­ve Rah­men­be­din­gun­gen.

Das ist eine Argu­men­ta­ti­on, die der­zeit noch nicht weit ver­brei­tet ist – so hat es zumin­dest den Anschein. Denn gera­de die Arbeit­ge­ber­ver­bän­de der Pfle­ge sorg­ten bis­lang für Gegen­wind bei der Ver­kam­me­rung der Pfle­ge­be­ru­fe. So spricht der Bun­des­ver­band pri­va­ter Anbie­ter sozia­ler Diens­te e.V. (), als größ­te Inter­es­sen­ver­tre­tung pri­va­ter Anbie­ter sozia­ler Dienst­leis­tun­gen in Deutsch­land, sich vehe­ment gegen die Ein­füh­rung von Pfle­ge­kam­mern aus.

Nach Sicht des stellt eine nur ein wei­te­rer büro­kra­ti­scher Appa­rat dar, der zudem zu kei­ner Auf­wer­tung des Pfle­ge­be­rufs führt. Zudem geht der bpa davon aus, dass durch eine Ver­kam­me­rung ins­be­son­de­re Alten­pfle­ge­kräf­te – im Gegen­satz zu Kran­ken­haus­an­ge­stell­ten – eine Benach­tei­li­gung erfah­ren wür­den.