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Dr. Theodor Windhorst begrüßt das Modell der Pflegevereinigung
Dr. Theodor Windhorst (l.) begrüßt die Pläne von Staats­mi­nis­te­rin Melanie Huml zur Einfüh­rung der Pflege­ver­ei­ni­gung.Bild: Ärzte­kam­mer Westfa­len-Lippe; www.melanie-huml.de

Der Vize-Präsi­dent des Deutschen Pflegerats, Franz Wagner, spricht von einer „Mogel­pa­ckung“. Der Bayeri­sche Landes­pfle­gerat sieht darin eine „Missach­tung der profes­sio­nel­len Pflege“ und die Landes­gruppe Südost des DBfK, des größten Berufs­ver­ban­des in der Pflege, erteilt dem Ganzen eine klare Absage. Nein, Zufrie­den­heit sieht wahrlich anders aus: Der von Staats­mi­nis­te­rin Melanie Huml einge­brachte und vom Kabinett kürzlich beschlos­sene Gesetz­ent­wurf zur Bildung einer „Verei­ni­gung der bayeri­schen Pflege“ (aka „Pflege­ring“) hat unter zahlrei­chen Pflege­ver­bän­den für Verär­ge­rung und Empörung gesorgt.

Zustim­mung kommt hinge­gen aus einer unerwar­te­ten Richtung: In einer State­ment begrüßte die Ärzte­kam­mer Westfa­len-Lippe die Initia­tive der bayeri­schen Staats­re­gie­rung als „vielver­spre­chend“. Für Dr. Theodor Windhorst, Präsi­dent der Ärzte­kam­mer Westfa­len-Lippe könne die Pflege­ver­ei­ni­gung als Modell zur dringend nötigen Berufs­ver­tre­tung und Aufwer­tung der Pflege­fach­be­rufe beitragen.

Für Windhorst lasse sich die Organi­sa­ti­ons­form einer Kammer für Freibe­ruf­ler als berufs­stän­di­sche Inter­es­sen­ver­tre­tung mit generel­ler Pflicht­mit­glied­schaft, gekop­pelt mit einem Versor­gungs­werk als Insti­tu­tion der Alters­si­che­rung im Freien Beruf nicht ohne Weite­res auf die Angehö­ri­gen der Pflege­fach­be­rufe übertra­gen. „Viele Befür­wor­ter setzen in die Einrich­tung einer Berufs­kam­mer hohe Erwar­tun­gen auch in der Tarif­po­li­tik. Diese werden sich aber durch eine ‚Verkam­me­rung’ nicht erfül­len“, so Windhorst weiter.