Stationäre Pflege

Was muss sich nach der Pandemie verbessern?Westerfellhaus zieht Zwischenfazit zur Corona-Situation in der Pflege

In den letzten Monaten wurden zahlreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Pflegeeinrichtungen getroffen. Die Krankheit hat der Pflege jedoch einmal mehr ihre Schwächen und Baustellen aufgezeigt. Staatssekretär Andreas Westerfellhaus hat in einer Pressemitteilung eine erste Einschätzung dazu abgegeben, was sich in Zukunft in der Pflege ändern muss, damit kommende Herausforderungen effektiver bewältigt werden können.


Beherrschbarkeit der Aufgabe ausschlaggebendHafte ich für Fehler, die ich mache?

Aktuell werden viele Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen zwischen den Stationen hin und her geschoben, damit auch stets alle Aufgabenfelder besetzt sind. Dabei werden verschiedenste Aufgaben im Rahmen der vertikalen Arbeitsteilung delegiert. Wie ist aber damit umzugehen, wenn Pflegekräfte Aufgaben übernehmen müssen, die nicht in ihrem Qualifikationsbereich liegen? Und wer haftet, wenn in einem solchen Fall ein Fehler passiert?



Für eine bessere Bewältigung des Arbeitsalltagsvdek bietet sofortiges Gesundheitsprogramm für Gesundheitspersonal

Die Auswirkungen des Coronavirus schlagen sich auch auf das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen nieder. Zusätzliche Überstunden und das Arbeiten mit Risikopatienten bringt viele Mitarbeiter an ihre psychischen Grenzen. Aus diesem Grund hat der Verband der Ersatzkassen e.V. ein sofortiges Beratungsprogramm für Beschäftigte in Gesundheitseinrichtungen ins Leben gerufen, um dem entgegenzuwirken.


HeimmitwirkungDamit die Mitbestimmung in allen Pflegeeinrichtungen besser wird

Bewohnervertretungen setzen sich für die Interessen und Belange der Bewohner ein, so der Grundgedanke. Die Realität sieht häufig anders aus, da es ihnen an Budget und Rechten für die Umsetzung fehlt. Um die Bewohnervertretungen zu stärken, lud Staatssekretär Andreas Westerfellhaus kürzlich zu einer Informationsveranstaltung nach Berlin ein.





Verwaltungsgericht AachenNRW darf Größe von Pflegeheimen begrenzen

Ein Antrag auf Förderung für den Neubau eines Altenheims in Aachen wurde von der Städteregion abgelehnt. Der Grund: Das Heim mit 124 vorgesehenen Plätzen sei zu groß. Im Sinne des Wohn- und Teilhabegesetzes würden nur kleinere, dezentrale Heime gefördert werden. Einem Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen zufolge ist die Beschränkung auf 80 Plätze für stationäre Pflegeheime zulässig.


Staatssekretär Laumann„Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte jetzt konkret verbessern“

Staatssekretär Karl-Josef Laumann ermutigt Pflegeeinrichtungen, attraktivere Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte zu schaffen. In einem Schreiben an alle rund 27.000 ambulanten und stationären Einrichtungen zeigt der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Chancen auf, wie die Einrichtungen die aktuellen Pflegereformen des Gesetzgebers ganz konkret nutzen können.