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Streeck
Prof. med. Dr. Hendrik Streeck ist Mitglied des Exper­tIn­nen­ra­tes der Bundes­re­gie­rungBild: BMG – Frank Burkhardt 

Zugelas­sen sind bereits zwei Vakzine von Biontech und Moderna, die sich spezi­ell gegen die Variante BA.1 richten und auch schon an Menschen getes­tet worden sind.

Am Montag, den 12. Septem­ber 2022 erhielt dann auch das Biontech-Pfizer-Vakzin gegen die Omikron-Subty­pen BA.4 und BA.5 die Zulas­sung – der Impfstoff wurde bisher aber nur an Tieren getestet.

Bereits eine Woche vorher gab Streeck bekannt, dass er sich keiner vierten Impfung unter­zieht. Warum verwei­gert gerade der Direk­tor des Insti­tuts für Virolo­gie der Unikli­nik Bonn als Mitglied des Corona-Exper­ten­rats der deutschen Regie­rung eine erneute Impfung?

Streeck: Keine vierte Impfung

„Ich werde mich diesen Herbst nicht wieder gegen Corona impfen lassen, weil ich inzwi­schen dreimal geimpft wurde und im Sommer einmal infiziert war“, erklärt Streeck. Damit seien seine Immun­ant­wor­ten stark genug. Zudem wirke seine Infek­tion aus dem Sommer wie ein zusätz­li­cher Booster. Und weiter sagt Streeck: „Eine vierte Impfung wäre für mich aber auch nicht nötig, hätte ich keine Infek­tion gehabt, auch wenn die Infek­ti­ons­zah­len im Herbst und Winter wieder stark anzie­hen sollten.

Der 45-jährige Virologe begrün­det seine persön­li­che Entschei­dung auch mit der Empfeh­lung der Ständi­gen Impfkom­mis­sion (STIKO). Die besagt: Drei Impfun­gen schüt­zen gesunde Menschen unter 60 Jahren hervor­ra­gend gegen einen schwe­ren Verlauf. Eine vierte Impfung wird nur für Risiko­grup­pen und Menschen ab 60 Jahren von der STIO empfohlen.

Streeck hatte bereits Anfang Septem­ber vor zu hohen Erwar­tun­gen an die Omikron-Impfstoffe gewarnt: „Man muss ganz deutlich sagen: Die Verwen­dung des angepass­ten Impfstoffs ist nicht bei allen Menschen nötig.“