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Fakt #1: Was ist eine Thrombose?

Als Throm­bose wird eine Gefäß­er­kran­kung bezeich­net, bei der sich ein Blutge­rinn­sel – der sogenannte Throm­bus – in einem Blutge­fäß bildet, und dieses dann verengt bezie­hungs­weise verstopft. Die Erkran­kung kann, in Abhän­gig­keit von der Lage und Ausdeh­nung der Throm­bose, dabei völlig symptom­frei, von diffu­sen Beschwer­den beglei­tet oder mit schwer­wie­gen­den, lebens­be­dro­hen­den Kompli­ka­tio­nen verlau­fen. Beson­ders gefürch­tet sind Infarkt­ge­sche­hen, wie Herzin­farkt, Schlag­an­fall oder Lungenembolie.

Fakt #2: Wo entste­hen Thrombosen?

Grund­sätz­lich kann eine Throm­bose in allen Blutge­fä­ßen entste­hen. In den meisten Fällen tritt eine Throm­bose jedoch in den Venen auf, spezi­ell in den tiefen Beinvenen.

Thrombose in einem venösem Gefäß (Computerdarstellung)
Darstel­lung einer Throm­bose.Bild: Blausen.com staff/Blausen gallery 2014

Fakt #3: Entste­hung einer Thrombose

Ein Throm­bus entsteht durch die Blutge­rin­nung. Die ist eigent­lich ein wichti­ger Schutz­me­cha­nis­mus, der dafür sorgt, dass wir nach einer Verlet­zung nicht verblu­ten. Ist aber die Blutzu­sam­men­set­zung verän­dert, die Blutströ­mungs­ge­schwin­dig­keit reduziert und/oder die innere Gefäß­wand beschä­digt, steigt das Risiko für eine gefähr­li­che Throm­bose erheblich.

Das Zusam­men­wir­ken dieser drei Fakto­ren wurde vom Berli­ner Patho­lo­gen Rudolf Virchow erstmals beschrie­ben und wird heute auch als „Virchow­sche Trias“ bezeichnet.

Fakt #4: Todes­fälle durch Thrombosen

Allein in Deutsch­land sterben jährlich etwa 40.000 Menschen an den Folgen throm­bo­em­bo­li­scher Ereig­nisse. Es wird jedoch allge­mein davon ausge­gan­gen, dass in Fällen eine Thombo­em­bo­lie als Ursache nicht erkannt wird und deshalb eine hohe Dunkel­zif­fer besteht. Einige Wissen­schaft­ler gehen deshalb eher von bis zu 100.000 Todes­fäl­len pro Jahr aus.

Die venöse Throm­bo­em­bo­lie gilt nach Herzin­farkt und Schlag­an­fall als die dritt­häu­figste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Fakt #5: Präven­tion der Thrombose

Als wichtigste Maßnahme zur Vorbeu­gung gilt nach wie vor die Bewegung. Durch Aktivie­ren der Beinmus­ku­la­tur wird die sogenannte Venen­pumpe in Gang gebracht: Durch das An- und Entspan­nen der Muskeln bei der Bewegung werden die in der Tiefe der Muskeln verlau­fen­den Venen­ge­fäße immer wieder kompri­miert, was zu einer Verbes­se­rung des Blutrück­flus­ses führt.

Kompres­sion ist im Übrigen auch das Wirkprin­zip von sogenann­ten Medizi­ni­schen Throm­bo­se­pro­phy­la­xe­strümp­fen (MTPS), die regel­mä­ßig bei Patien­ten­ver­sor­gung zum Einsatz kommen: Diese üben einen Druck auf die oberfläch­li­chen Beinve­nen aus und sorgen so dafür, dass das Blut mit erhöh­ter Geschwin­dig­keit zum Herzen zurück­flie­ßen kann.