Personalschlüssel in der Pflege.
Der Deutsche Bundesrat fordert die Sicherstellung eines angemessenen Pflegepersonalschlüssels ab 2019.Viktor Levi/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

In einem Beschluss des Deutschen Bundesrats vom vergangenen Freitag geht es um die Sicherstellung eines angemessenen Personalschlüssels in der Pflege, die von den Ländern kürzlich per Entschließungsantrag eingefordert wurde (wir berichteten).

Ab 2019 müssen verbindliche Personaluntergrenzen in der Pflege gelten, so wurde es bereits im vergangenen Jahr beschlossen. Auf die Regelung im Einzelnen müssen sich gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) V die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der GKV-Spitzenverband bis Ende Juni dieses Jahres einigen. Kommt keine Einigung zustande, wird das Bundesgesundheitsministerium entsprechende Verordnungen erlassen müssen.

Ein klarer Auftrag an Jens Spahn

Das Land Berlin ist erfreut, dass die Bundesratsinitiative zur Sicherstellung eines umfassenden Pflegepersonalschlüssels einen Schritt nach vorne geht. Die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlins, Dilek Kolat, erklärte dazu: „Der Bundesrat hat dem neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einen klaren Auftrag erteilt. Er muss sich mit Hochdruck um die Pflege kümmern und hier die Bedingungen für Pflegende und Patienten verbessern. In den vergangenen 15 Jahren ist die Zahl des Pflegepersonals in den Krankenhäusern um 30 Prozent gesunken. Im Vergleich dazu gab es 25 Prozent mehr Ärztinnen und Ärzte. Die Folge ist eine Überlastung des Pflegepersonals durch Überstunden, Doppelschichten und die Nichteinhaltung der Pausenzeiten. Dadurch wandert das Fachpersonal aus den Pflegeberufen ab und die Patientenversorgung wird beeinträchtigt. Deshalb fordern wir verbindliche Personalschlüssel und damit einhergehend die Erhöhung der Zahl der Pflegekräfte.“

Berlin und die anderen Länder befürchten, dass die Regelung nur für pflegeintensive Bereiche geltend gemacht werde und hatten in dem Antrag die Sicherstellung zur spürbaren Verbesserung der Situation in der Pflege durch Personaluntergrenzen gefordert. Im Konkreten möchte man erreichen, dass der Personalschlüssel ausschließlich durch Fachpersonal und nicht beispielsweise durch Auszubildende erfüllt werden darf. Man möchte zudem verhindern, dass eine Verbesserung der Personalsituation von Pflegefachkräften dazu führt, dass die dadurch entstehenden Kosten zulasten der Pflegebedürftigen gehen. Weiterhin wird ein angemessener Personalschlüssels für die stationäre Hebammenbetreuung gefordert.

Der Beschluss des Bundesrates mit den entsprechenden Forderungen wurde nun an die Bundesregierung weitergeleitet.

„Die Personalbemessung muss robust gestaltet sein“

Auch aus den Reihen der Landespflegekammern kamen bereits Reaktionen zu den bisher bekannt gewordenen Regelungen der DKG und des GKV-Spitzenverbandes zum Thema Personaluntergrenzen. Demnach sei beispielsweise vorgesehen, dass ein Drittel des Personalschlüssels auch aus Hilfskräften zusammengesetzt sein dürfe. Zudem müsse der Schlüssel laut bisherigen Vorgaben nur quartalsweise im Durchschnitt erreicht werden, nicht aber in jeder Schicht.

Seitens des Präsidenten der rheinland-pfälzischen Landespflegekammer,  Dr. Markus Mai, stießen diese Angaben auf Kritik: „Offensichtlich soll der akute Fachkräftemangel als Vorwand dienen, um die dringend benötigte, gesetzlich geregelte Personalbemessung zu unterlaufen. Die Personalbemessung muss so robust gestaltet sein, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht zwangsläufig in den Burn-Out getrieben werden“, so Mai.

Drucksache-Entschließung-des-Deutschen-Bundesrates.pdf
1. avanti Symposium
Workshop zur nicht-invasiven Beatmung auf dem 1. avanti Symposium in Berlin.

Die avanti GmbH mit der Hamburger Zentrale ist u. a. Spezialist für den Bereich Pflege. Bundesweit beschäftigt avanti medical über 600 Pflege-Fachkräfte und medizinisches Fachpersonal. Sie werden von der Universitätsklinik bis hin zum Altenpflegeheim in Gesundheitswesen eingesetzt. Eine stetige Weiterqualifizierung ist in diesem Tätigkeitsbereich unerlässlich.

Regelmäßige kostenlose Fort- und Weiterbildung für Pflegekräfte

Gesundheits- und Krankenschwestern/-pflegern ebenso wie den Altenpflegern werden kostenlose Fort- und Weiterbildungen angeboten. So können die Pflegekräfte ihre wichtigen Fortbildungspunkte und ebenso neue Kenntnisse erwerben. Themen sind z. B. Reanimation für Pflegekräfte oder Stressbewältigung.

Regelmäßige Organisation von interdisziplinären Symposien

Außerdem wurden bereits zwei avanti-Symposien zum interdisziplinären Thema Wundversorgung für Kunden, Mitarbeiter und weitere Interessierte in Berlin und München vom Personaldienstleister organisiert. 2018 startet mit dem 3. avanti Symposium „Die unterschätzte Gefahr der Ödeme“ am 16. Februar 2018 in Berlin. Referenten des Wundsymposiums sind u. a. Chef- und Oberärzte der Vivantes Kliniken sowie Medizintechniker aus der Anwendungspraxis, die interdisziplinär den neusten Stand der Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen. Wichtige Elemente des Symposiums sind die fest eingeplanten Diskussionen im Anschluss an die Fachvorträge. Anmeldungen sind noch bis zum 12. 2. möglich. Hier ist das detaillierte Programm und die Anmeldung für das 3. avanti-Symposium.

Studium für examinierte Pflegekräfte werden vom Personaldienstleister ermöglicht

Im vorletzten Jahr wurde ein innovatives Studienprogramm für qualifizierte Mitarbeiter und -innen in Kooperation mit einer Hochschule eingeführt. Möchten examinierte Pflegekräfte studieren, werden sie bei entsprechender Qualifikation unterstützt. Dieses viersemestrige, berufsbegleitende Studium bietet den Bachelor-Abschluss Gesundheit & Management für Gesundheitsberufe B. Sc.

Es werden für die studierenden Pflegekräfte die Studien- und Semestergebühren übernommen. Die Studien-Präsenztage werden zudem im Dienstplan berücksichtigt. Der unbefristete Arbeitsplatz bietet dabei die wesentliche soziale Absicherung für diesen arbeitsintensiven Entschluss, einen neuen Karriereschritt zu wagen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.

Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau

Eigene Nachwuchskräfte zu fördern ist gelebte Praxis. Bereits sechs junge Menschen haben diesen Ausbildungsberuf des Personaldienstleistungskaufmanns (m/w) in den letzten Jahren erfolgreich erlernt. Seit Herbst 2017 machen wieder acht junge Mitarbeiter die dreijährige Ausbildung in verschiedenen Niederlassungen. Weitere Informationen zu allen Themenbereichen erhalten Sie unter www.avanti.jobs

Europa
Wie können Fachkräfte aus dem europäischen Ausland besser integriert werden?Vignes81/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Die Pflegekräfte sollten während des Auswahlprozesses in Deutschland auf jeden Fall bereits denjenigen kennen lernen, der sie bei der Integration in die deutsche Arbeitswelt begleitet. Außerdem informiert ein seriöses Unternehmen im Vorfeld über seine Leistungen in Deutschland.

Konkret bedeutet dies: Die Fachkräfte aus dem europäischen Ausland haben in den allermeisten Fällen bisher keine oder nur wenige Möglichkeiten gehabt, ihre Arbeit auszuüben und Geld zu verdienen. Daher bringen sie gar keine oder lediglich geringe finanzielle Reserven mit. Sie können bis zur erfolgreichen Anerkennung, die je nach Bundesland zwischen zwei Wochen und bis zu sieben Monate dauern kann, nicht als Fachkraft arbeiten und vergütet werden. So bedeutet der Schritt nach Deutschland für viele eine enorme finanzielle Belastung.

Viele Kliniken und Unternehmen folgen mittlerweile dem Beispiel der avanti GmbH und bieten u.a. aus diesem Grund kostenfreien Wohnraum für die ersten vier bis sechs Monate für diese Fachkräfte an.

Erste Integrationsschritte in den ersten Wochen vor Ort

Die Anreise nach Deutschland hat geklappt, die Wohnung ist bezogen, die Fachkräfte bringen etwas Deutsch mit – ist nun alles gut? Nein, denn jetzt beginnt für die Integrationsbeauftragten die intensive Detailarbeit vor Ort: Die Fachkräfte müssen betreut und angemeldet werden, sie brauchen ein deutsches Bankkonto, die Krankenversicherung muss ausgesucht und abgeschlossen werden. Ein Personalfragebogen ist auszufüllen, der Weg und Transport zur Arbeitsstelle sind noch nicht geklärt.

Dies alles können ausländische Fachkräfte noch nicht allein, da ihr Deutsch für diese Verwaltungsvorgänge meist noch nicht gut genug ist. Ab dem Moment der Anreise wäre es optimal, wenn die Integrationskräfte für diese intensive Betreuung vom Unternehmern freigestellt wären.

Ein Stadtbesuch mit Hinweis auf die nächstgelegenen Supermärkte, eine deutsche Telefon-SIM-Karte, ggf. ein Internetanschluss, Auswahl und Begleitung zu geeigneten Freizeitaktivitäten wie Sportvereine gehören ebenso dazu wie die wöchentlichen Kaffee-Runden, in denen, wie man in Köln sagen würde, nicht nur „geklönt“ wird, sondern in denen wichtige Fragen besprochen werden bezgl. der Arbeit auf Station, Probleme mit Kollegen etc.

Der deutsche Alltag bringt am Anfang noch viele Fragen mit sich: Was ist eine Sozialversicherungsnummer? Wie lese ich meine Abrechnung? Welche Versicherungen brauche ich in Deutschland? Dies ist nur ein kleiner Auszug von Fragen, die der Erklärung bedürfen.

Zudem ist es die Aufgabe der Integrationsfachkraft, den Deutschsprachkurs zu begleiten. Im Vorfeld ist zu klären, welche Sprachschulen besucht werden und ob als Intensivkurs oder nur zwei- oder dreimal pro Woche? Das Konzept sollte mit dem Sprachinstitut abgestimmt sein. Wichtig ist z.B., wie die Erfolgskontrolle erfolgen soll, ob wöchentliche oder monatliche Tests gewünscht werden.

Nachdem die Fachkräfte zumeist nach knapp vier Monaten den Sprachkurs B1 und B2 mit TELC-Examen oder Goethe-Prüfung abgeschlossen haben, fehlt dann noch die Anerkennung.

Anerkennungsprozess ist der wesentliche bürokratische Schritt

Hier lauern die nächsten Fallstricke. Je nachdem, welches Bundesland bzw. Regierungspräsident zuständig ist, dauert das Anerkennungsverfahren unterschiedlich lang. Es gibt Regionen, in denen man die übersetzten Diplomunterlagen für die Anerkennung gemeinsam mit dem TELC-Zertifikat an das Regierungspräsidium schickt und die Pflegekraft innerhalb von drei Wochen die Anerkennungsurkunde per Post erhält. Hingegen gibt es auch Regionen, in denen die Unterlagen sofort nach der Anreise der Fachkräfte an das Regierungspräsidium geschickt werden sollten, da dieses bis zu vier Monaten benötigt, um einen Gleichstellungsbescheid zu erstellen. Mit diesem Bescheid erfolgt dann nach abgeschlossener TELC-B2-Prüfung eine Einladung zum Gesundheitsamt. Dort wird die Medizin-Fachsprache abgeprüft und erst danach erhält die Fachkraft die Anerkennungsurkunde.

Aufgabe des Integrationsbeauftragten ist es, sich vor Beginn eines solchen Projekts über die jeweiligen Bedingungen zu informieren, um die Anerkennung so zügig wie möglich zu erreichen.

Abschluss der Integrationsphase

Nach erfolgter Anerkennung sind zumeist mindestens vier Monate vergangen. Die Fachkräfte sollten immer weniger alltägliche Hilfestellungen benötigen und sich weitestgehend selbst weiter in die deutsche Arbeits- und Lebenswelt integrieren. Nach sechs Monaten ist der grundlegende Integrationsprozess erfahrungsgemäß abgeschlossen. Es erfolgt ein Auswertungsgespräch mit der Personalleitung und der Integrationsfachkraft. Das Projekt wird evaluiert, um es weiterzuentwickeln. Sollten in Zukunft Fragen oder Probleme auftauchen, erfolgt die Betreuung durch den zuständigen HR-Bereich.

Fazit: Auslandsrecruiting ist erfolgreich, wenn die Integrationsarbeit als unabdingbarer Teil des Prozesses begriffen wird.

Auslandsrecruting ist keine Sache für nebenbei, für zwischendurch, für „eben mal schnell“ bei akuten Vakanzen. Wie gezeigt, ist eine intensive Integrationsarbeit vom Recruiting-Unternehmen für einen nachhaltigen Erfolg essentiell. Vakanzen, die in den Personalberechnungen in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten abzusehen sind, kann Auslandsrecruting helfen, erfolgreich und langfristig zu besetzen. Das Projekt Auslandsrecruting sollte vor dem Start umfassend durchdacht und konzeptionell gestaltet werden. Sowohl Personal- als auch finanzielle Ressourcen sind dafür zwingend nötig. Nur so sichert es einen langfristigen Mitarbeitergewinn. Siehe auch: Auslandrecruiting – Wie funktioniert es gut für beide Seiten?

Rekrutierung
Der ungebrochen hohe Bedarf an Fachkräfte macht Personalrekrutierungen im Ausland fast schon unumgänglich.Nelosa/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Man brauchte einige Zeit, um zu realisieren, dass süd- und südosteuropäische Fachkräfte ein Hochschulstudium absolviert hatten. Sie mussten nicht nur „dankbar“ sein für eine Pflegehelfer-Stelle in einer Klinik oder im Pflegeheim. Sondern im Gegenteil: Deutschland braucht mehr qualifizierte Kräfte in der Pflege, besonders auch aus dem Ausland. Denn der Bedarf an neuem Pflegepersonal ist sehr viel höher, als die Zahl derer, die momentan in Deutschland ausbildet werden können.

Fachkräfte im Ausland zu suchen, das ist inzwischen Alltag in der deutschen Gesundheitsbranche. Die ersten Versuche in dieser Richtung starteten eher etwas unvorbereitet, ohne die Bedürfnisse und Wünsche der Rekrutierten mit zu bedenken.

Spanische Fachkräfte kehrten frustriert wegen ihrer Einsätze und Heimweh nach Spanien zurück

2011 bis 2013 gab es einen ersten großen Rekrutierungsversuch, der überwiegend auf spanische Fachkräfte zielte, die ein Hochschulstudium in der Pflege mitbrachten. Da sie hier jedoch eine längere „Durststrecke“ bis zur Anerkennung ihrer Ausbildung durchzustehen hatten, Einsätze zuerst nur unter ihrem Ausbildungsniveau bekamen, kehrten die meisten von ihnen mit Heimweh und frustriert wieder nach Spanien zurück.

Danach begann auch in Deutschland ein Prozess des Umdenkens, der zu völlig neuen Strukturen führte. Pflegefachkräfte, die im Ausland rekrutiert werden, haben meistens dort keine Anstellung oder ausreichende Perspektive. Sie wandern aus, um in Deutschland eine Chance zu erhalten. Mit einem Hochschulstudium sind sie jedoch mindestens ebenso qualifiziert wie deutsches Pflegepersonal.

Neue Willkommenskultur für dringend benötigte, qualifizierte Pflegekräfte

Ein erster Schritt ist daher, sie wirklich willkommen zu heißen und ihre Arbeitskraft wertzuschätzen. Diese Willkommenskultur hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr etabliert. Kliniken und Pflegeeinrichtungen investieren sowohl mehr Personal als auch Sachkosten für die Auslandsrekrutierung.

avanti medical hat sich bereits sehr früh und intensiv mit der Gewinnung ausländischer Fachkräfte auseinandergesetzt. Auch bei avanti gab es seit 2013 Bestrebungen, spanische und italienische Fachkräfte anzustellen. Jedoch sind auch diese avanti-Mitarbeiter häufig nach einigen Wochen, bestenfalls einigen Monaten, wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Ungenügende Sprachkenntnisse waren häufig ein weiterer Grund dafür.

Integrationsteam von avanti medical kümmert sich in Köln um EU-Fachkräfte

Nach diesen ersten Projekten, die nicht zufriedenstellend für beide Seiten waren, wurden neue Ansätze entwickelt und umgesetzt. In der avanti-Niederlassung Köln wurde ein Integrationsteam etabliert, um ein umfassendes Konzept zu erarbeiten. So bietet avanti mit diesem Konzept sowohl Personalvermittlung als auch Arbeitnehmerüberlassung für Hebammen und Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w) aus der EU an. Inzwischen verfügt avanti medical auf diesem Gebiet über viele und gute Erfahrungen. Siehe auch den Bericht zu Best-Practice von avanti München.

Europa
In der avanti-Niederlassung München wird europäisches Recruiting großgeschrieben.Moonrun/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Vor allem über spezielle Social-Media-Foren berichten zufriedene Mitarbeiter aus dem Balkan von den Möglichkeiten in München. Doch diese Empfehlungen allein reichten sicher nicht aus. Ein durchdachtes Konzept, das von den Niederlassungsleitern Thorsten Ziegenhagen und Sylvia Frenzel entwickelt wurde, bietet zusätzliche entscheidende Pluspunkte für ausländische Bewerber mit einer EU-Arbeitserlaubnis.

Neben einer guten Bezahlung kann die Niederlassung München den Bewerbern verschiedene Vorteile bieten, die zu einem überzeugenden Paket geschnürt wurden:

Das Konzept funktioniert auch für anderssprachige Bewerber. Nicht nur aus Südosteuropa kommen viele avanti-Kollegen in Bayern. Aus spanisch-sprechenden Ländern sind aktuell acht Mitarbeiter im Münchner Raum beschäftigt. Von diesen sind einige bereits im Anerkennungsverfahren als Pflegekraft. Niederlassungsleiter Thorsten Ziegenhagen selbst hat sich für spanische Bewerber durch die Verbesserung seiner Sprachkompetenz engagiert: „Seit letztem Jahr kann ich jetzt auch schwierige Sachverhalte eines Arbeitsvertrages in der spanischen Muttersprache entsprechend erklären.“

Auch hier haben sich die Mitarbeiter untereinander angeworben. Von einem etwas außergewöhnlichen Fall berichtete Thorsten Ziegenhagen: „Dieser Tage kam eine ehemalige, nur Spanisch sprechende Bewerberin aus Argentinien wieder vorbei. Für sie hatte es damals leider nicht mit einer Stelle geklappt. Jetzt suchte sie bei avanti aktuell eine Stelle für ihren Sohn, der als italienischer Staatsbürger die komplette EU-Freizügigkeit bei der Arbeitssuche nutzen kann.“

Für Sylvia Frenzel, ebenfalls Niederlassungsleiterin München, ist es wichtig zu betonen, dass es in der gelebten Praxis sehr gut funktioniert: „Eine langfristige Zusammenarbeit ist Ziel beider Seiten. Das Tolle ist, dass diese Mitarbeiter teilweise schon über zwei Jahre bei uns beschäftigt sind.“

Die Carl Remigius Medical School und der Personaldienstleister avanti GmbH bieten gemeinsam ein karriereförderndes Pflegestudium an.Arne9001/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Frage: Herr Stangl, wie kamen Sie auf diese Idee? Die avanti GmbH ist ja der einzige Personaldienstleister, der so zahlreichen Mitarbeitern ein Studium im Gesundheitswesen ermöglicht.

Fabian Stangl: Die Idee ist im intensiven Gespräch mit unseren Mitarbeitern entstanden. Auf die Frage zur Berufsperspektive, wo sehen Sie sich in fünf Jahren, hatten rund 60 Prozent der Mitarbeiter keine für sie selbst befriedigende Antwort. Wir haben uns intensiv Gedanken gemacht, was können wir den Mitarbeitern im Medical-Bereich anbieten. Es wurden viele Ideen gesammelt wie Prämien oder Bonussysteme, aber allen fehlte aus meiner Sicht die Nachhaltigkeit.

Frage: Warum haben Sie sich entschieden, dieses Studium, Gesundheit-Management für Gesundheitsberufe B.Sc., anzubieten?

Stangl: Weil es auf dem Markt der Studienprodukte kein besseres Studium für examinierte Pflegekräfte – als berufsbegleitendes Bachelor-Studium im Gesundheitsbereich – gibt. Ein Hauptargument war aus unserer Sicht die Vereinbarkeit von Familie, Arbeit und Studium. Die weiteren Vorteile sprechen für sich: persönliche Betreuung der Studierenden, garantiert keine überfüllten Hörsäle. Zum Konzept gehören 12 Präsenztage im Semester, 24 Tage im Jahr. Zwei Jahre reguläre Studienzeit, die Dozenten kommen aus der Praxis, Wert wird auf multiprofessionelle Gruppen gelegt.

Frage: Wem bieten Sie diesen Studiengang Gesundheit-Management für Gesundheitsberufe B.Sc. an?

Stangl: Unseren dafür qualifizierten Mitarbeitern und denen, die es werden möchten! Es müssen die Bedingungen der Hochschule und die von avanti als Arbeitgeber erfüllt sein.

Es gibt Zugangsvorrausetzungen der Hochschule: eine abgeschlossene Berufsausbildung als examinierte Pflegekraft, Operationstechnischer Assistent, Hebamme, Ergotherapeut, Logopäde, Physiotherapeut oder medizinische Fachangestellte (MFA). Ergänzend eine Hochschulzugangsberechtigung, die von dem Land Hessen anerkannt wird. Diese kann in einer dieser drei Formen vorliegen: Abitur, Fachhochschulreife oder eine Hochschulzugangsprüfung für beruflich Qualifizierte. Das ist die Seite der Hochschul-Zulassung. In unserem Unternehmen gibt es bestimmte Bedingungen, die erfüllt sein müssen. Dies sind eigentlich nur zwei: Der Mitarbeiter muss die Voraussetzungen zum Studium erfüllen und mindestens 130 Stunden monatlich für avanti arbeiten.

Frage: Wie unterstützt avanti ganz konkret das Studium?

Stangl: avanti übernimmt für seine studierenden Mitarbeiter die Studien- und Semestergebühren. Der Dienstplan berücksichtigt die Studien-Präsenztage (ca. zwei im Monat). Auch die regulären Prüfungen werden den Studierenden ermöglicht.

Frage: Wie ist die Reaktion der Mitarbeiter und Bewerber?

Stangl: Auf Messen und öffentlichen Veranstaltungen haben wir zu diesem Angebot eine sehr große positive Resonanz. Unsere Bewerbungs-Quote ist über 40 Prozent gestiegen. Wir sind selbst überrascht, wie gut dieses Studienangebot angenommen wird.

Unsere Mitarbeiter reagieren sehr positiv auf die Idee und nehmen es gerne an. Die einzige Problematik ist die persönliche Zeitgestaltung. Nicht jeder kann es von heute auf morgen realisieren, ein Bachelorstudium in seinen Alltag zu integrieren.

Frage: Wie sieht denn der Studienalltag konkret aus?

Stangl: Die Kombination von Präsenztagen und „Blendend Learning“ ermöglicht aus unserer Sicht sehr gut das berufsbegleitende Studium. Beim Blendend Learning kann der Studierende sich die Inhalte zu Hause jederzeit am Computer selbst erarbeiten. Diese Lernergebnisse lassen sich dann an den Präsenztagen überprüfen und ergänzen.

Frage: Warum sollte eine Pflegekraft studieren, wo Sie doch dringend am Bett gebraucht wird?

Stangl: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Pflegekraft vom Anfang der Ausbildung bis zum Renteneintrittsalter von derzeit 67 Jahren am Bett stehen kann, ist aus meiner Sicht unrealistisch. Die Wenigsten schaffen es jetzt schon, über 30 Jahre am Bett zu stehen und schwer zu heben. Ebenso ist der Schichtdienst eine hohe psychologische Belastung, da das Privatleben sich danach richten muss und darunter leidet. Familiengründungs-Phasen haben meist zur Folge, dass der Arbeitnehmer für eine Zeitspanne ganz vom Arbeitsmarkt verschwindet.

Der Arbeitnehmer wäre schneller wieder im Markt einsetzbar, wenn er Zusatzqualifikationen hätte. Dies würde ihn in die Lage versetzen, viel früher wieder durchzustarten. Ein bewährtes Model ist Teilzeitarbeit im Case-Management, wenn der Mitarbeiter noch nicht wieder im Schichtbetrieb arbeiten kann. Oder in der Fallcodierung: Die Grundlagen, das medizinische Verständnis, sind zwar da, aber der ökonomische Ansatz fehlt vollkommen in der traditionellen Pflegeausbildung. Aber genau hier setzen wir mit diesem Studienmodell an: Die Gesundheitsfachkraft, wie ich sie hier nennen will, kennt sich im medizinischen Bereich aus, jeder ist ein Spezialist mit Fachwissen auf seinem Gebiet. Diese ökonomischen Zusatzqualifikationen erwirbt man mit diesem von uns unterstütztem Studium.

Frage: Ist dieses Programm längerfristig angelegt?

Stangl: Die Kooperation mit der Carl Remigius Medical School ist definitiv langfristig geplant. Interessierte Bewerber und unsere Mitarbeiter können in diesem Jahr oder 2018 mit dem Studium beginnen.

Betriebsrat
In dem Verfahren vor dem LAG Schleswig-Holstein ging es um die Reichweite der kollektivrechtlichen Mitbestimmung.Foto-Rabe/Pixabay.com [CC0 1.0]

Die Arbeitnehmervertretungen haben vielfältige Einflussmöglichkeiten um die betrieblichen Interessen der Arbeitnehmer in Krankenhäusern und Altenheimen zu wahren. Zu den Hauptaufgaben zählen die Förderung und Sicherung der Beschäftigung im Betrieb. In punkto Personalplanung decken sich dabei nicht immer die Vorstellungen der Betriebsräte mit der personellen Organisationspraxis der Arbeitgeber. Die Reichweite der kollektivrechtlichen Mitbestimmung bei einem wiederholten Einsatz von Leiharbeitnehmern wurde letztinstanzlich vor dem LAG Schleswig-Holstein verhandelt.

Sachverhalt

Die Beteiligten streiten darüber, ob dem Betriebsrat ein Anspruch auf Unterlassung der Beschäftigung bestimmter Arbeitnehmer als Leiharbeitnehmer zusteht. In dem Verfahren wendet sich der Betriebsrat dagegen, dass die Arbeitgeberin auf Stellen, für die nach seiner Auffassung ein dauerhafter Personalbedarf besteht („Dauerarbeitsplätze“), wiederholt kurzzeitig befristet Leiharbeitnehmer einsetzt.

Hierzu hat er u.a. vorgetragen: Die Arbeitgeberin missbrauche die Möglichkeit zu Kurzeinsätzen von Leiharbeitnehmern, da sie diese nutze, um seine Mitbestimmungsrechte in Leere laufen zu lassen.

Die Arbeitgeberin wendet im Wesentlichen dagegen ein, dass der Betriebsrat in allen Fällen ordnungsgemäß unterrichtet worden sei. Dass auf den vorgesehen Arbeitsplätzen Personalbedarf bestanden habe und bestehe, sei unstreitig. Der Betriebsrat lehne nur die Einstellung im Wege der Arbeitnehmerüberlassung ab. Es bestehe offensichtlich ein unterschiedliches Verständnis des Begriffs „vorübergehend“ im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 2 AÜG. Die wiederholte Befristung eines Einsatzes als Leiharbeitnehmer sei dem Arbeitgeber unbenommen.

Das ArbG Lübeck hat die Anträge des Betriebsrats durch Beschluss zurückgewiesen (Az.: 4 BV 83/15). Hiergegen richtet sich die Beschwerde des Betriebsrates, der in vier personifizierten Fällen beantragt, der Arbeitgeberin aufzugeben, es zu unterlassen, Leiharbeitnehmer in den Unternehmensbereichen Pflege und Eingliederung zu beschäftigen, solange der Betriebsrat jeweils keine Zustimmung zur Beschäftigung erteilt hat oder die Zustimmung des Betriebsrats durch die Arbeitsgerichte ersetzt worden ist.

Entscheidung

Die Beschwerde des Betriebsrats ist nicht begründet. Das Arbeitsgericht hat dessen Unterlassungsanträge zu Recht zurückgewiesen. Die Arbeitgeberin macht in zulässiger Weise von der Möglichkeit der vorläufigen Beschäftigung von Arbeitnehmern Gebrauch (§ 100 Abs. 2 BetrVG).

In der Begründung wurde ausdrücklich betont, dass es im vorliegenden Verfahren nicht um die Überprüfung der Regelungen zur Arbeitnehmerüberlassung geht, sondern lediglich darüber entschieden werden müsse, ob die Arbeitgeberin betriebsverfassungsrechtlich berechtigt ist, personelle Maßnahmen, deren betriebsverfassungsrechtliche Zulässigkeit noch nicht abschließend geklärt ist, vorläufig durchführen zu können.

§ 100 Abs. 1 BetrVG gibt dem Arbeitgeber die eindeutige Befugnis, eine Maßnahme nach § 99 Abs. 1 BetrVG aus dringenden sachlichen Gründen auch ohne Zustimmung des Betriebsrats vorläufig, d.h. bis zur Entscheidung über ihre materielle Rechtmäßigkeit durchzuführen. Hat der Arbeitgeber die prozeduralen Vorgaben von § 100 Abs. 2 BetrVG erfüllt, ist die – vorläufige – Durchführung der betreffenden Maßnahme auch ohne die Zustimmung des Betriebsrats betriebsverfassungskonform.

Patientenvermittlung
Immer mehr Menschen aus dem Ausland, wie beispielsweise Russland, kommen nach Deutschland, um dort medizinische Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.Marco Di Bella mit Material von Stockyimages/Dreamstime.com

Menschen aus aller Welt, vor allem aber aus dem arabischen Ausland und Russland, begeben sich auf die Reise. Sie suchen dann in Deutschland zunächst einen fundierten medizinischen Rat sowie kompetente Behandlung, die sie in ihrer Heimat so nicht erhalten können. Und lassen sich gegebenenfalls sogar operieren. Die Beweggründe und Indikationen sind dabei sehr unterschiedlich. Von ästhetischen Korrekturen bis hin zur Behandlung schwerwiegender Krankheiten ist alles dabei. Nicht selten geht es dabei um Leben und Tod.

Um die für den Patienten so wichtige, bestmögliche medizinische Versorgung zu erhalten, greifen ausländische Patienten häufig auf die Unterstützung von spezialisierten Agenturen zurück. Diese Spezialisten stellen für eine Provision ihre Dienstleistungen zur Verfügung. Der Service als medizinischer Dienstleister besteht darin, dem Kunden auf der Suche nach der richtigen Behandlung und dem richtigen Behandler in Deutschland zu helfen.

Vom ersten Kontakt über die Erstellung einer fundierten Diagnose durch Fachärzte bis zum Abschluss der Behandlung und der Rückreise sollte die Agentur als verständnisvoller Ansprechpartner dem Patienten zur Seite stehen. Doch tummeln sich in diesem lukrativen Markt nicht wenige schwarze Schafe, die den Fokus auf das schnelle Geld legen und das Wohl des Patienten keinesfalls im Vordergrund sehen. Hier gilt es für Patienten, sehr gut aufzupassen und sich im Vorwege ein fundiertes Bild vom der Seriosität des eventuellen Vertragspartners zu machen.

Reise ins Ungewisse? Mit kompetenter Hilfe von NordMedi keinesfalls…

Ein Beispiel aus der Praxis: Viktor D. (Name geändert) aus dem russischen Perm, der östlichsten Millionenstadt Europas, leidet unter dem sogenannten Diabetischen Fußsyndrom. Trotz der in Perm bestmöglichen Behandlung stellten die russischen Mediziner Herrn D. in Aussicht, dass man vor Ort nichts mehr tun könne, außer den betroffenen Fuß zu amputieren. Als einzige Möglichkeit, den Fuß zu retten, empfahlen ihm die behandelnden Ärzte, sich in Deutschland behandeln zu lassen.

Kurzerhand entschloss sich Viktor D., diesen Rat in die Tat umzusetzen. Mit Hilfe der erfahrenen russischen Vermittlerin Olga Shikolenko und der deutschen Agentur NordMedi, einem Projekt der E-Recruit GmbH aus Hamburg, begab sich Viktor D. vier Wochen nach der ersten Anfrage vertrauensvoll in die Hände des medizinischen Teams des St. Vinzenz-Krankenhauses in Köln. Die Ärzte untersuchten ihn zunächst gründlich. Befunde wurden bereits vorher nach Deutschland übersandt, so dass sich die behandelnden Ärzte ein erstes Bild vom genauen Krankheitszustand machen konnten.

Ein Kostenvoranschlag wurde bereits vorher auf dieser Grundlage erstellt, damit Herr D. vor Reiseantritt möglichst genau wusste, worauf er sich finanziell einlassen würde. So konnte er diesen Betrag am ersten Tag des Aufenthaltes als ausländischer Privatzahler in bar in der Klinik hinterlegen. Dieses Verfahren gilt als gängiges Prozedere im Umgang mit Patienten aus dem Ausland.

Eine erfolgreiche Gesundheitsreise mit glücklichem Ausgang

Nach zweiwöchiger Behandlungsdauer und einer Rund-um-Versorgung (Transfer, medizinische Dolmetscher, Betreuung innerhalb und außerhalb der Klinik) durch die Mitarbeiter von NordMedi ist Viktor D. nun wieder auf dem Heimweg und strahlt vor Glück über den Erfolg seiner Gesundheitsreise nach Deutschland.

Vor allem, weil die Ärzte des St. Vinzenz-Krankenhauses ihm versicherten, dass er bei Einhaltung des detaillierten Behandlungsplans seinen Fuß definitiv behalten wird. Hinzu kommt außerdem, dass der Aufenthalt insgesamt sehr rund verlaufen ist und sich der Patient sehr gut betreut fühlte. So bot NordMedi dem Patient auch die Gelegenheit, die kulturellen Highlights Kölns und seine tollen Weihnachtsmärkte kennenzulernen.

Für die Anpassung spezieller orthopädischer Schuhe wird er wieder nach Deutschland reisen und freut sich jetzt bereits auf ein Wiedersehen mit der Stadt Köln bei seiner nächsten Gesundheitsreise.

[note]Kontakt NordMedi für Kliniken und Patienten: info@nordmedi.com.[/note]

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Für die Durchführung der recht zeitintensiven Dialyse-Therapie braucht es entsprechend qualifiziertes Fachpersonal.Leaf/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Jedoch nur mit entsprechend vielen, qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern kann gewährleistet werden, dass Patienten bei der Dialyse schnell und professionell versorgt werden. Allerdings stehen nephrologische Pflegeteams und ihre leitenden Pflegekräfte besonders durch den immer größer werdenden Fachkräftemangel häufig im Spannungsfeld zwischen Qualitäts- und Effizienz-Anforderungen, Kostendruck und einer steigenden Anzahl multimorbider Patienten.

Besteht in einer Dialyse-Einrichtung dauerhaft Personalmangel, bedeutet das eine starke zusätzliche Belastung für die verbleibenden Mitarbeiter. Diese müssen fehlende Kollegen bei der Versorgung einer gleichbleibenden Anzahl von Patienten ersetzen. In der Folge wird natürlich auch die Arbeitskraft des restlichen Pflegeteams in Mitleidenschaft gezogen – schlimmstenfalls führt die zusätzliche Belastung zu weiterem Personalausfall.

Passgenaue Personal-Lösungen auch für Einrichtungen mit Standort-Nachteilen

Um die dauerhafte Überlastung des Dialyse-Pflegeteams zu vermeiden ist es unverzichtbar, entstandene oder eventuell absehbare Personallücken zeitnah zu schließen. Allerdings ist das durch eine normale Stellenausschreibung in der Regel derzeit nicht mehr kurzfristig möglich. Stellen bleiben immer länger unbesetzt. Insbesondere Einrichtungen, die zudem mit geographischen oder demographischen Standort-Nachteilen (z.B. ländliche Lage mit wenig Fachkräfte-Nachwuchs, Ferienregionen oder Ballungsgebiete mit stark umkämpftem Fachkräftemarkt) zurechtkommen müssen, sind davon besonders betroffen.

Die avanti GmbH bietet für Personal-Engpässe das passende Fachpersonal: Als Personaldienstleister erfolgreich am Markt seit 2000, hat sich avanti in den letzten Jahren zu einem deutschlandweit agierenden Systemanbieter für individuelle und flexible Personal-Lösungen insbesondere für das Gesundheitswesen entwickelt.
Zum avanti-Bestandspersonal von über 1500 Mitarbeitern gehören viele hoch qualifizierte und berufserfahrene Mitarbeiter aus unterschiedlichen medizinischen Fach- und Funktionsbereichen wie z.B. Intensivmedizin, Anästhesie, OP und Dialyse, die für Einsätze beim Kunden flexibel zur Verfügung stehen können.

Erfolgreiches und flexibles Personal-Einsatzkonzept: die avanti „Nurse-Force“

Beim Spezialisten-Team der avanti Nurse-Force Dialyse handelt es sich um medizinische Fachkräfte aus den Fachbereichen Dialyse/Nephrologie und/oder Intensivmedizin mit langjähriger Berufserfahrung in diversen Therapie-Bereichen Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration, Ultrafiltration, Apherese-Verfahren und Peritonealdialyse und natürlich im Umgang mit Dialysegeräten unterschiedlicher Hersteller.

Im Rahmen des allgemeinen Einsatzkonzepts „Nurse-Force“ mit medizinischen Fachkräften aus unterschiedlichen Funktionsbereichen bietet avanti neben der personellen Unterstützung in der Patientenversorgung auch individuelle Personal-Lösungen für Projekt-Einsätze für die Industrie und Medizintechnik (z.B. Anwendungsberatung und Therapie-Support im Außendienst). Mit solchen Projekt-Einsätzen konnten bereits Kunden aus diesen Bereichen erfolgreich, auch längerfristig, unterstützt werden.

Die medizinischen Fachkräfte, die für den Einsatz in der „Nurse-Force“ vorgesehen sind, werden hinsichtlich Erfahrung, Qualifikation, Selbstständigkeit und Flexibilität gezielt für die Spezialisten-Teams ausgewählt. Die Mitarbeiter schätzen dabei vor allem die abwechslungsreichen Einsatzmöglichkeiten. Die avanti Nurse-Force steht dem Kunden mit seinen Fachkräften bundesweit an jedem möglichen Einsatzort zur Verfügung.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema.

Studium für Pflegende
Die Carl Remigius Medical School und der Personaldienstleister avanti GmbH ermöglichen ein karriereförderndes Pflegestudium.Arne9001/Dreamstime.com [Dreamstime RF]

Nun haben sich zwei starke Partner aus dem Gesundheitssektor gefunden und starten eine neue Initiative zur Personalentwicklung: Ein karriereförderndes Studium wird für examinierte Pflegekräfte durch diese Kooperation erleichtert. Die Carl Remigius Medical School und der Personaldienstleister avanti GmbH, mit dem Schwerpunkt Medical, kooperieren, um examinierten Pflegekräften einen akademischen Abschluss zu ermöglichen, ohne dass sie sich um ihre finanzielle Absicherung sorgen müssen.

Der Personaldienstleister avanti GmbH bietet seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, berufsbegleitend und sozial abgesichert an der Carl Remigius Medical School zu studieren. Der von avanti bezahlte Studiengang „Gesundheit und Management für Gesundheitsberufe“ qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten im Gesundheitswesen. Der Fokus von avanti liegt seit jeher auf innovativen Wegen der Mitarbeiterbindung. Die Pflegekräfte genießen ein hohes Ansehen im Unternehmen und werden als Partner gesehen. Dies ist Teil der Unternehmensphilosophie, die der Gesellschafter und Geschäftsbereichsleiter Medical Matthias Hiepko überzeugend vertritt: „Da wir die übertarifliche Bezahlung und die diversen sozialen Zusatzleistungen bei avanti für die weitere Mitarbeiterbindung und -qualifizierung nicht mehr als ausreichend empfinden, ist diese zukunftsweisende Kooperation entstanden.“

Der Studiengang „Gesundheit und Management für Gesundheitsberufe“ vermittelt Managementkompetenzen in vier Fachsemestern. Der Abschluss des staatlich anerkannten Studiums ist der Bachelor of Science. Die gute Vereinbarkeit von Studium und Berufstätigkeit wird in dem berufsbegleitenden Studium durch die neue Form des „Blended Learning“, einer Verknüpfung von Präsenzveranstaltungen und Online-Studium ermöglicht. Die dafür nötige Flexibilität im Dienstplan garantiert avanti seinen fortbildungsinteressierten Mitarbeitern.

Die Wahl für die gemeinsame Initiative fiel auf die Carl Remigius Medical School, da deren Studiengänge eine interdisziplinäre und ganzheitliche Ausrichtung haben. Damit erfüllen sie wesentliche Anforderungen, die an Health Professionals heutzutage gestellt werden. avanti medical greift damit auch die Empfehlung des Wissenschaftsrats auf, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des Gesundheitssektors mit einer Akademisierung der Pflege- und Gesundheitsberufe zu begegnen. Besonders interessant ist die Studienmöglichkeit auch für Pflegekräfte, die wegen der körperlichen Anstrengungen nicht bis zur Rente am Pflegebett arbeiten können.