Ab 2019 müs­sen ver­bind­li­che Per­so­nal­un­ter­gren­zen in der Pfle­ge gel­ten, so hat es der Deut­sche Bun­des­rat im ver­gan­ge­nen Jahr beschlos­sen. Gemäß dem SGB V müs­sen sich die Deut­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft (DKG) und den GKV-Spit­zen­ver­band bis zum 30. Juni 2018 auf Details zu den Per­so­nal­vor­ga­ben geei­nigt haben, andern­falls wird das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um ent­spre­chen­de Ver­ord­nun­gen vor­neh­men.

Personalschlüssel darf nicht zu Umverteilung führen

Um sicher­zu­stel­len, dass die Per­so­nal­schlüs­sel ab 2019 umfas­send gel­ten, hat das Land Ber­lin einen Ent­schlie­ßungs­an­trag zur spür­ba­ren Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on in der Pfle­ge durch Per­so­nal­un­ter­gren­zen beim Deut­schen Bun­des­rat ein­ge­reicht. Dem Antrag zufol­ge, soll ver­hin­dert wer­den, dass der Per­so­nal­schlüs­sel ledig­lich für pfle­ge­in­ten­si­ve Berei­che gilt und aus ande­ren Sta­tio­nen umver­teilt wird. Wei­ter­hin muss sicher­ge­stellt wer­den, dass Per­so­nal­un­ter­gren­zen aus­rei­chend hoch ange­setzt wer­den und sie sowohl für die Tages- als auch Nacht­schich­ten gel­ten. Zudem darf sich der Schlüs­sel nur auf Fach­per­so­nal­kräf­te bezie­hen, Aus­zu­bil­den­de oder Hilfs­kräf­te sind zur Erfül­lung des Per­so­nal­schlüs­sels nicht hin­zu­zu­zäh­len. Auch für die Heb­am­men­be­treu­ung wird eine ent­spre­chen­de Rege­lung erwar­tet.

Der Antrag des Lan­des Ber­lin ging am 02. März bei dem Deut­schen Bun­des­rat ein und wur­de nun zur wei­te­ren Dis­kus­si­on und Bera­tung an die Fach­aus­schüs­se wei­ter­ge­lei­tet.