Mayatepek
Prof. Dr. Ertan Mayate­pek (re.) plä­diert für eine Bei­be­hal­tung der Gesund­heits- und .DGKJ; Monkeybusinessimages/Dreamstime.com

Zur Zeit sit­zen die Gesund­heits- und Sozi­al­mi­nis­ter sowie die Kul­tus­mi­nis­ter der Län­der mit den zustän­di­gen Bun­des­mi­nis­te­ri­en zusam­men, um die Zusam­men­füh­rung der Aus­bil­dung der ein­zel­nen Pfle­ge­be­ru­fe (Kranken‑, Kin­der­kran­ken- und Alten­pfle­ge) zu einer 3‑jährigen „gene­ra­li­sier­ten Aus­bil­dung“ zu regeln.

Die Umset­zung hät­te zur Kon­se­quenz, dass die neu­en Pfle­ge­fach­frau­en und ‑män­ner, wie die­se dann hei­ßen sol­len, in Zukunft nicht mehr die fach­li­chen Kom­pe­ten­zen haben kön­nen, die ein Absol­vent in der heu­te auf­weist. Auch Sicht von Mayate­pek besteht die gro­ße Gefahr, dass es im Rah­men einer Gene­ra­li­sie­rung der Berufs­aus­bil­dung zu einem Ver­lust der Exper­ti­se „Gesund­heits- und “ und zu einem wei­te­ren Fach­kräf­te­man­gel in der ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren kom­men wird.

Mayate­pek führ­te aus, dass auch wei­ter­hin eine Gesund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge benö­tigt wird, die über fun­dier­tes Fach­wis­sen und Hand­lungs­si­cher­heit im Umgang mit Kin­dern und Jugend­li­chen in den ver­schie­de­nen Ent­wick­lungs­pha­sen und kom­ple­xen Fami­li­en­sys­te­men ver­fügt. Der Berufs­ver­band Kin­der­kran­ken­pfle­ge Deutsch­land for­de­re zu Recht eine sowohl quan­ti­ta­tiv als auch qua­li­ta­tiv ange­mes­se­ne Schwer­punkt­set­zung in der „Gesund­heits- und Kran­ken­pfle­ge“ wäh­rend der theo­re­ti­schen und prak­ti­schen Berufs­aus­bil­dung.

Erfah­run­gen aus der Schweiz zeig­ten aller­dings, dass die Gene­ra­li­sie­rung zu einer deut­li­chen Ver­schlech­te­rung der Qua­li­tät in der Pfle­ge geführt habe, was dort inzwi­schen zu Bestre­bun­gen zu einer Umkehr nach sich zöge. Aus Sicht der Pati­en­ten und zur Auf­recht­erhal­tung der Qua­li­tät gäbe es also durch­aus auch Grün­de, die „Gesund­heits- und Kin­der­kran­ken­pfle­ge“ in der pfle­ge­ri­schen Erst­aus­bil­dung zu erhal­ten und den Kin­der­kran­ken­pfle­ge­be­ruf wei­ter auf­zu­wer­ten.