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Die­se Fra­ge brann­te einer Teil­neh­me­rin des Deut­schen Wund­kon­gres­ses in Bre­men auf der Zun­ge, die sie an den Refe­ren­ten Prof. Dr. Vol­ker Groß­kopf, Rechts­an­walt und Pro­fes­sor für Rechts­wis­sen­schaf­ten im Fach­be­reich Gesund­heits­we­sen an der Katho­li­schen Hoch­schu­le NRW in Köln, rich­te­te. In dem von ihr geschil­der­ten Fall han­delt es sich um einen Pati­en­ten mit Apal­li­schem Syn­drom, des­sen Reak­ti­ons- und Mobi­li­sa­ti­ons­mög­lich­kei­ten sich zu ver­bes­sern schei­nen. Der ehe­mals akti­ve Sport­ler bekommt eine täg­li­che Ernäh­rungs­zu­fuhr von 1500 Kilo­ka­lo­rien, nimmt jedoch in den letz­ten Wochen zuneh­mend ab.

Sei­ne Ehe­frau und Betreue­rin lehnt es aller­dings ab, auf eine adäqua­te Ernäh­rungs­zu­fuhr umzu­stel­len. Eine Pati­en­ten­ver­fü­gung liegt nicht vor. Wel­che Hand­lungs­mög­lich­kei­ten haben in so einem Fall Pfle­ge­kräf­te und wie müs­sen sie sich ver­hal­ten? Zwar muss­te Gesund­heits­rechts­ex­per­te Prof. Groß­kopf ein­räu­men, dass es grund­sätz­lich nur weni­ge Mög­lich­kei­ten gebe, in so eine Situa­ti­on ein­zu­grei­fen, eine sei aber sehr effi­zi­ent: Als Pfle­ge­kraft soll­te man sich in die­sem Fall an das Betreu­ungs­ge­richt wen­den und sich auf den § 1901 BGB stüt­zen, wonach jed­we­des Han­deln des Betreu­ers zum Woh­le des Pati­en­ten bzw. Betreu­ten zu erfol­gen habe, so Prof. Groß­kopf. Hin­zu­wei­sen wäre in die­sem Zusam­men­hang noch, dass bei einer Kon­tak­tie­rung außer­halb der Ein­rich­tung, der Dienst­weg ein­zu­hal­ten ist. Dies bedeu­tet, dass, bevor das Betreu­ungs­ge­richt invol­viert wird, dies mit der Pfle­ge­dienst­lei­tung, der Geschäfts­füh­rung bzw. Heim­lei­tung abge­stimmt wer­den muss.