Bis­he­ri­ge Ver­hand­lun­gen zwi­schen der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung () und dem Spit­zen­ver­band der Gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen () blie­ben ergeb­nis­los. Es geht um die Kos­ten­über­nah­me der Kar­ten­ter­mi­nals und vor allem der Kon­nek­to­ren, mit denen ab Som­mer 2018 alle Ver­trags­ärz­te und Ver­trags­psy­cho­the­ra­peu­ten aus­ge­stat­tet wer­den sol­len, um mit der Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur ver­bun­den zu werden.

Ab Juli soll der Online-Rollout beginnen

Die for­dert von  den Kran­ken­kas­sen die voll­stän­di­ge Finan­zie­rung der Aus­stat­tungs- und Betriebs­kos­ten, wie es gesetz­lich vor­ge­schrie­ben ist. Dr. Tho­mas Krie­del, Mit­glied des -Vor­stan­des erklärt: „Die Ärz­te und Psy­cho­the­ra­peu­ten dür­fen nicht auf einem Teil der Aus­ga­ben sit­zen blei­ben. Genau das wäre pas­siert, wenn die dem Vor­schlag des -Spit­zen­ver­ban­des zuge­stimmt hätte.“

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Laut der gesetz­li­chen Vor­ga­ben müs­sen die Kran­ken­kas­sen die Kos­ten für die Erst­aus­stat­tung der Pra­xen sowie des lau­fen­den Betrie­bes kom­plett über­neh­men. Bis Ende März soll­te dazu eine Finan­zie­rungs­ver­ein­ba­rung zwi­schen KBV und GKV erfol­gen, damit der soge­nann­te Online-Roll­out ab Juli in den Pra­xen begin­nen kann. Die­ser Ter­min war bereits um ein Jahr ver­scho­ben wor­den, da es zu Lie­fer­schwie­rig­kei­ten des Her­stel­lers für die Kon­nek­to­ren kam.

Ein Schiedsverfahren muss entscheiden

Jetzt wei­gern sich die Kas­sen, die gesam­ten Kos­ten zu über­neh­men, da sie sich an Prei­se eines Kon­nek­tor-Modells ori­en­tie­ren, das frü­hes­tens in einem Jahr ver­füg­bar wäre. Krie­del stütz­te sich auf den gesetz­li­chen Auf­trag und meint: „Wenn sich die Prei­se ver­än­dern, kön­nen wir gern neu ver­han­deln. Doch solan­ge davon aus­zu­ge­hen ist, dass in 2017 nur ein Kon­nek­tor ver­füg­bar sein wird, müs­sen die Kran­ken­kas­sen auch den Preis für die­ses Gerät zahlen.“

Wei­ter­hin sind die Finan­zie­rung der Anpas­sung der Pra­xis­ver­wal­tungs­sys­te­me sowie die Kom­pen­sa­ti­on von Aus­fall­zei­ten, die durch die Instal­la­ti­on der Gerä­te ent­steht, strit­tig. Auch über die Anzahl der mobi­len Kar­ten­ter­mi­nals wird dis­ku­tiert. Da kei­ne Eini­gung in den Streit­punk­ten gefun­den wer­den konn­te, muss Ende April ein Schieds­ver­fah­ren des Bun­des­schieds­am­tes eine Ent­schei­dung treffen.