Abstand, , All­tags­mas­ke – mit die­ser ein­fa­chen Regel soll die eine wei­te­re Aus­brei­tung von Coro­na ver­hin­dert wer­den. Zum Schutz der Beschäf­tig­ten im Gesund­heits­we­sen kommt der dabei eine beson­de­re Rol­le zu, bei­spiels­wei­se bei der Bereit­stel­lung und Auf­be­rei­tung der täg­lich genutz­ten Berufs­be­klei­dung.Sphynxcat/Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

im Umgang mit Arbeitskleidung nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Vor dem Hin­ter­grund der Bedeu­tung für die Hygie­ne zur Bekämp­fung der Coro­na-Pan­de­mie hat Arbeits­klei­dung sowohl im SARS-CoV‑2 Arbeits­schutz­stan­dard des BMAS als auch in der SARS-CoV-2-Arbeits­schutz­re­gel Ein­gang gefun­den. Spä­tes­tens mit der SARS-CoV-2-Arbeits­schutz­re­gel han­delt es sich dabei nicht mehr nur um eine Emp­feh­lung, son­dern über das Arbeits­schutz­ge­setz unmit­tel­bar gel­ten­des Recht.

Damit gilt, dass die Nut­zung aus­schließ­lich per­so­nen­be­zo­gen zu erfol­gen hat. Das ist sowohl durch indi­vi­du­el­le Beklei­dung für den ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter oder auch durch die soge­nann­te Poolklei­dung gege­ben, die wohl in den meis­ten Kran­ken­haus- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen gän­gig ist. Die neue Arbeits­schutz­re­gel ver­langt vor einer Wei­ter­ga­be zwin­gend eine Rei­ni­gung. Im Fal­le der Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen muss dabei nach den Vor­ga­ben der DGUV-Regel für infek­ti­ons­ge­fähr­de­te Wäsche (DGUV-Infor­ma­ti­on 203–084) vor­ge­gan­gen wer­den. Dies liegt dar­an, dass die Beklei­dung bei­spiels­wei­se mit Kör­per­flüs­sig­kei­ten ver­un­rei­nigt sein kann.

In den meis­ten Fäl­len wird dies nur durch einen pro­fes­sio­nel­len Dienst­leis­ter mög­lich sein, damit die Hygie­ne­stan­dards für die infek­ti­ons­ge­fähr­de­te Wäsche ein­ge­hal­ten wer­den – hier­zu sind ent­spre­chen­de Hygie­ne­zer­ti­fi­ka­te not­wen­dig.

Die Arbeits­schutz­re­gel besagt auch, dass die Auf­be­wah­rung getrennt von der All­tags­klei­dung erfol­gen muss. Bei einem An- und Aus­zie­hen der Arbeits­klei­dung zu Hau­se muss aus­ge­schlos­sen sein, dass zusätz­li­che Infek­ti­ons­ri­si­ken und/oder Hygie­ne­män­gel (bei­spiels­wei­se durch Ver­schmut­zung) ent­ste­hen. Damit soll­te die­se Opti­on für die Mit­ar­bei­ter im Kran­ken­haus- und Pfle­ge­be­reich aus hygie­ni­schen Grün­den aus­ge­schlos­sen sein. Ganz abge­se­hen davon, dass das Waschen von Arbeits­klei­dung durch die Mit­ar­bei­ter ebe­falls unzu­läs­sig ist (vgl. DGKH).

Textile Dienstleister erfüllen hygienische Qualitätsanforderungen

Vali­dier­te Auf­be­rei­tungs­pro­zes­se sowie zer­ti­fi­zier­te Hygie­ne­qua­li­täts- und Kon­troll­sys­te­me, um die siche­re und vor allem hygie­ni­sche Auf­be­rei­tung der Arbeits­klei­dung zu gewähr­leis­ten, sind zwin­gend not­wen­dig. Mit Blick auf das Ange­bot tex­ti­ler Dienst­leis­ter kann damit ein gro­ßer Teil der Ver­sor­gungs­ket­te sicher gewähr­leis­tet wer­den: Von der Bereit­stel­lung der gewa­sche­nen Arbeits­klei­dung in indi­vi­du­el­len Schrank­sys­te­men oder in zen­tra­len Aus­ga­be­stel­len bis hin zum siche­ren Abho­len der ver­schmutz­ten Wäsche mit­tels bereit­ge­stell­ter Trans­port­sys­te­me.

Die Auf­be­rei­tung erfolgt nach Verfahren/Mittel ent­spre­chend der RKI- bzw. VAH-Lis­te und ent­spricht damit den Vor­ga­ben der Deut­schen Gesell­schaft für Kran­ken­haus­hy­gie­ne (DGHK), „Klei­dung und Schutz­aus­rüs­tung für Pfle­ge­be­ru­fe aus hygie­ni­scher Sicht“. Durch die Hygie­nema­nage­ment­sys­te­me, denen sie sich unter­wer­fen, ist die Ein­hal­tung aller Anfor­de­run­gen an einen wirk­sa­men Pan­de­mie-Schutz sicher­ge­stellt.

Hygienischer Umgang mit Arbeitskleidung in den Einrichtungen

Neben den oben genann­ten Regeln, die sich unmit­tel­bar auf Arbeits­klei­dung bezie­hen, beein­flus­sen wei­te­re Coro­na-Arbeits­schutz­re­geln den Umgang mit der Arbeits­klei­dung: So ist sicher­zu­stel­len, dass Abstän­de ein­ge­hal­ten wer­den und Kon­tak­te zwi­schen Per­so­nen mög­lichst redu­ziert wer­den. Dem­entspre­chend soll­ten sich mög­lichst weni­ge Men­schen in einem Raum auf­hal­ten. Dies gilt sowohl bei der Abga­be ver­schmutz­ter Wäsche, als auch bei der Aus­ga­be fri­scher Wäsche. Im Rah­men der ergän­zen­den Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung zur Coro­na-Pan­de­mie müs­sen dem­entspre­chend Arbeits­ab­läu­fe geprüft und gege­be­nen­falls ange­passt wer­den, damit die Vor­ga­ben ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen.

Dabei lohnt sich ein Blick in die Emp­feh­lun­gen der DGUV „Umgang mit Wäsche aus Berei­chen mit erhöh­ter Infek­ti­ons­ge­fähr­dung“. Die dar­in ent­hal­te­nen Vor­ga­ben hel­fen bei der Ver­mei­dung einer Infek­ti­ons­ge­fähr­dung zu Coro­na-Zei­ten. Sie soll­ten daher beim Umgang mit der Berufs­be­klei­dung ein­ge­hal­ten wer­den. Zu den Maß­nah­men gehört zum einen die räum­lich getrenn­te Auf­be­wah­rung von unrei­ner und rei­ner Wäsche mit jeweils sepa­ra­tem Zugang, ohne dass die Räu­me unmit­tel­bar mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Die Räum­lich­kei­ten für die Schmutz­wä­sche soll­ten mög­lichst über Lüf­tungs­mög­lich­kei­ten ver­fü­gen und dür­fen nicht zu ande­ren Zwe­cken der offe­nen Lage­rung, des Umklei­dens oder als Sozi­al­räu­me genutzt wer­den. Um Kon­takt mit der Schmutz­wä­sche sowie Aero­sol­bil­dung zu mini­mie­ren, ist die Wäsche in aus­rei­chend wider­stands­fä­hi­gen und dich­ten sowie ein­deu­tig gekenn­zeich­ne­ten Behält­nis­sen zu sam­meln, zu trans­por­tie­ren und gege­be­nen­falls zu lagern.

Fazit

Aus Anlass der Coro­na-Pan­de­mie ist im Rah­men der neu­en Arbeits­schutz­re­gel eine ergän­zen­de Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung und hier­in auch der Umgang mit Berufs­be­klei­dung in den Blick zu neh­men. Die Ein­hal­tung bestehen­der Rege­lun­gen und Emp­feh­lun­gen wird den Anfor­de­run­gen des Arbeits­schut­zes gerecht und sichert die Beschäf­tig­ten vor Infek­ti­ons­ri­si­ken im Zusam­men­hang mit der Arbeits­klei­dung. Eine pro­fes­sio­nel­le und zer­ti­fi­zier­te Auf­be­rei­tung der Arbeits­klei­dung durch exter­ne Tex­til­dienst­leis­ter gibt dabei Sicher­heit und unter­stützt bei der Ein­hal­tung der not­wen­di­gen Pro­zes­se.

Lite­ra­tur:

  1. BMAS: SARS-CoV-2-Arbeits­schutz­re­gel, Fas­sung vom 20.8.2020. GMBl. 2020 S. 484–495
  2. DGUV Infor­ma­ti­on 203–084: „Umgang mit Wäsche aus Berei­chen mit erhöh­ter Infek­ti­ons­ge­fähr­dung“
  3. DGKH: „Klei­dung und Schutz­aus­rüs­tung für Pfle­ge­be­ru­fe aus hygie­ni­scher Sicht“
  4. VAH-Lis­te der Des­in­fek­ti­ons­mit­tel