Insbesondere kontaminierte Dienstkleidung in Alten- und Pflegeheimen stellt ein massives gesundheitliches Risiko für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter dar.
Ins­be­son­de­re kon­ta­mi­nier­te Dienst­klei­dung in Alten- und Pfle­ge­hei­men stellt ein gesund­heit­li­ches Risi­ko für Bewoh­ner, Ange­hö­ri­ge und Mit­ar­bei­ter dar. Eine pro­fes­sio­nel­le, hygie­ni­sche Auf­be­rei­tung der Berufs­klei­dung gilt daher als uner­läss­lich.© DTV

Meh­re­re Todes­fäl­le, dut­zen­de Infi­zier­te: Das Coro­na­vi­rus bedroht Bewoh­ner und Per­so­nal in Senio­ren- und Pfle­ge­hei­men beson­ders. Hygie­ne spielt in der heu­ti­gen Zeit eine wich­ti­ge­re Rol­le als je zuvor. Aller­dings wird die Hygie­ne bei Berufs­klei­dung oft „auf die leich­te Schul­ter“ genom­men. Ein Punkt im SARS-CoV‑2 Arbeits­schutz­stan­dard des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeits­schutz und Sozia­les (BMAS) wid­met sich daher expli­zit der Arbeits­klei­dung. Ins­be­son­de­re kon­ta­mi­nier­te Dienst­klei­dung in Alten- und Pfle­ge­hei­men stellt ein mas­si­ves gesund­heit­li­ches Risi­ko für Bewoh­ner, Ange­hö­ri­ge und Mit­ar­bei­ter dar. Daher ist eine pro­fes­sio­nel­le und siche­re Tex­til­hy­gie­ne gera­de jetzt, aber auch lang­fris­tig unver­zicht­bar.

Berufskleidung als wichtiger Teil der Infektionsprävention

Ein beson­ders strik­tes Kri­te­ri­um sieht das BMAS in der aus­schließ­lich per­so­nen­be­zo­ge­nen Nut­zung der Berufs­klei­dung. Es soll ver­hin­dert wer­den, dass sich das Virus dadurch über­trägt, dass die Berufs­klei­dung von meh­re­ren Per­so­nen getra­gen wird, ohne zwi­schen­durch pro­fes­sio­nell gewa­schen wor­den zu sein. Um Infek­ti­ons­ri­si­ken zu redu­zie­ren, wird auch eine kon­se­quen­te Tren­nung von getra­ge­ner und sau­be­rer Klei­dung (ob beruf­lich oder pri­vat) gefor­dert. Hier­für soll­ten Sys­te­me wie z.B. Spin­de zur Ver­fü­gung ste­hen, die die räum­li­che Tren­nung der Klei­dung ermög­li­chen. Mit­ar­bei­ter soll­ten auch die Mög­lich­keit haben, ihre Klei­dung vor Ort zu wech­seln, um even­tu­el­le Kei­me nicht mit nach Hau­se bzw. in die Ein­rich­tung zu tra­gen. Auch der regel­mä­ßi­ge Klei­dungs­wech­sel gehört zu den wesent­li­chen Hygie­ne­maß­nah­men in Hei­men. Stu­di­en konn­ten das Gefähr­dungs­po­ten­zi­al für eine Keim­über­tra­gung zwi­schen Beschäf­tig­ten und Pati­en­ten auf­zei­gen. Inso­fern liegt es auf der Hand, dass ein regel­mä­ßi­ger Klei­dungs­wech­sel erheb­lich zur Min­de­rung des Gefähr­dungs­po­ten­zi­als bei­trägt.

Die Arbeits­schutz­stan­dards des BMAS sehen zudem die regel­mä­ßi­ge Pfle­ge der Berufs­klei­dung gemäß der jeweils gel­ten­den Zer­ti­fi­ka­te bzw. Vor­ga­ben zum Schutz der Mit­ar­bei­ter vor. Aus die­sem Grund ist es auch völ­lig unver­ständ­lich und grob fahr­läs­sig, dass Berufs­klei­dung, die in einem hygie­nisch anspruchs­vol­len Bereich wie der Pfle­ge getra­gen wird, mit nach Hau­se genom­men wird, um dort gewa­schen zu wer­den. Denn neh­men Pfle­ger und ande­re Beschäf­tig­te ihre poten­zi­ell kon­ta­mi­nier­te Berufs­klei­dung zum Waschen mit nach Hau­se, tra­gen sie wort­wört­lich die gefähr­li­chen Krank­heits­er­re­ger in ihr pri­va­tes Umfeld. Es ist zu befürch­ten, dass durch die­ses Vor­ge­hen ein zusätz­li­cher Infek­ti­ons­herd in den eige­nen vier Wän­den – aber auch im Umkehr­schluss für die Bewoh­ner – geschaf­fen wird.

Berufskleidung nicht zu Hause waschen

Eine siche­re Des­in­fek­ti­on, also das Abtö­ten sämt­li­cher Krank­heits­er­re­ger in der Wäsche, erreicht nur eine ther­mi­sche oder eine che­mo­ther­mi­sche Des­in­fek­ti­on. Die­se Para­me­ter kann eine han­dels­üb­li­che Haus­halts­wasch­ma­schi­ne nicht ein­hal­ten. Damit kann sie auch Krank­heits­er­re­ger nicht voll­stän­dig abtö­ten. In Pum­pe, Schub­la­de, zwi­schen Gum­mi und Wasch­ma­schi­nen­fens­ter sam­meln sich zudem Bak­te­ri­en, Pil­ze und Viren an, da an die­sen neur­al­gi­schen Punk­ten die Tem­pe­ra­tu­ren für eine siche­re Virus­inak­ti­vie­rung nicht erreicht wer­den. Dies kann bei Be- und Ent­la­den der hei­mi­schen Wasch­ma­schi­ne zu einer Rekon­ta­mi­na­ti­on füh­ren. Des­halb soll­te drin­gend das Waschen der Berufs­klei­dung in der hei­mi­schen Wasch­ma­schi­ne ver­mie­den wer­den, um eine Über­tra­gung von Krank­heits­er­re­gern auf Fami­lie und Pati­en­ten zu ver­mei­den. Das Coro­na­vi­rus führt uns dies mehr als deut­lich vor Augen.

Für die Bear­bei­tung von Wäsche aus dem Gesund­heits­we­sen gibt es klar for­mu­lier­te Vor­ga­ben von Sei­ten der medi­zi­ni­schen Diens­te und Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten. Sie gel­ten sowohl für die exter­ne als auch für die haus­ei­ge­ne Wäsche­rei glei­cher­ma­ßen und sind z.B. in den Vor­schrif­ten der Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten sowie den Emp­feh­lun­gen und Richt­li­ni­en des Robert Koch-Insti­tuts (RKI) zu fin­den. Die­se Vor­ga­ben erfor­dern in vie­len Häu­sern, die haus­ei­ge­ne Wäsche­rei­en betrei­ben, beträcht­li­che, auch zukünf­tig stei­gen­de Inves­ti­tio­nen, die nicht ein­fach zu stem­men sind. „Inves­ti­ti­ons­staus“ und „Wäsche­auf­be­rei­tungs­ri­si­ken“ wer­den daher schon jetzt vie­ler­orts beklagt. Aber letzt­lich geht es um nicht weni­ger als um die Gesund­heit der Bewoh­ner, des haus­ei­ge­nen Per­so­nals und des­sen Fami­li­en sowie wei­te­rer betrof­fe­ner Per­so­nen­grup­pen.

Professionelle Dienstleister sorgen für Hygienesicherheit

Um all die­sen Vor­ga­ben nach Maß­ga­ben der Hygie­ne gerecht zu wer­den, set­zen immer mehr Alten- und Pfle­ge­hei­me auf die hygie­ni­sche und siche­re tex­ti­le Ver­sor­gung durch pro­fes­sio­nel­le Dienst­leis­ter. In den Wäsche­rei­en und Tex­til­ser­vice-Unter­neh­men wer­den rou­ti­ne­mä­ßig Des­in­fek­ti­ons­ver­fah­ren ein­ge­setzt, die in der Lis­te des Ver­bun­des für Ange­wand­te Hygie­ne (VAH) oder in der RKI-Lis­te auf­ge­führt sind und den Stand der Tech­nik beschrei­ben. Die­se Ver­fah­ren sind von Wis­sen­schaft­lern und Exper­ten als wirk­sam befun­den und bie­ten ein höchs­tes Maß an Hygie­ne­si­cher­heit.

Gewähr­leis­tet wird die­se Hygie­ne­si­cher­heit bei Tex­til­ser­vice-Dienst­leis­tern, die Mit­glied in der RAL-Güte­ge­mein­schaft Sach­ge­mä­ße Wäsche­pfle­ge e.V. sind und regel­mä­ßig auf die Ein­hal­tung der fest­ge­leg­ten Hygie­ne­stan­dards geprüft wer­den und/oder ein zer­ti­fi­zier­tes Hygie­nema­nage­ment­sys­tem nach RABC/EN 14065 umset­zen oder ander­wei­tig gleich­wer­ti­ge Hygie­ne­zer­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren durch­lau­fen wie etwa nach dem WfK-Güte­sie­gel.

Die­se bei Tex­til­ser­vice-Dienst­leis­tern bestehen­den Stan­dards sor­gen für die nöti­ge, per­ma­nen­te Hygie­ne­si­cher­heit der in Hei­men ver­wen­de­ten Tex­ti­li­en.