Anzei­ge
avanti
Internes Recruiting als Methode zur Personalbeschaffung
Im inter­nen Recrui­t­ing eine wich­ti­ge Stra­te­gie: Mit den eige­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern im Gespräch blei­ben.Arne9001 | Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Wie ver­schie­de­ne Stu­di­en erge­ben haben, sind Teil­zeit­kräf­te häu­fig an der Erhö­hung ihrer Stun­den­zahl inter­es­siert (Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt, IAB). Vie­le trau­en sich jedoch nicht, von sich aus mit die­sem Wunsch auf den Arbei­ter­ge­ber zuzu­ge­hen. Beson­ders vie­le Frau­en arbei­ten z.B. in der mit gerin­ger Stun­den­zahl und wür­den gern ihren Ver­trag auf­sto­cken – vom Mini-Job zur ech­ten Halb­tags­stel­le – oder auch Voll­zeit arbei­ten.

Blie­be man als Per­so­nal­ver­ant­wort­li­cher im Gespräch mit den Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen, dann erfüh­re man z.B. vom Aus­zug der stu­die­ren­den Toch­ter, wodurch sich eine neue Lebens­si­tua­ti­on für die Mit­ar­bei­te­rin ergibt. Oder man hör­te vom Lebens­ge­fähr­ten, der nur am Wochen­en­de in sei­ner Hei­mat­stadt sein kann und der dadurch zu den sel­te­nen „Wech­sel­wil­li­gen“ zäh­len könn­te.

Ände­run­gen der Lebens­si­tua­ti­on kön­nen viel­fäl­tig sein und ein guter Ansatz­punkt, um z.B. eine höhe­re Stun­den­zahl vom Arbeit­ge­ber aus anzu­bie­ten. Manch­mal kann die Stra­te­gie auch erfolg­reich sein, einem geschätz­ten Mit­ar­bei­ter für eini­ge Zeit ein ande­res Arbeits­zeit­mo­dell zu ermög­li­chen und ihn so lang­fris­tig im Unter­neh­men zu hal­ten.

Der zwei­te nicht zu unter­schät­zen­de Ansatz in der Per­so­nal­be­schaf­fung wird häu­fig mit dem Slo­gan „Mit­ar­bei­ter wer­ben Mit­ar­bei­ter“ belegt. Was bei Mit­tel­ständ­lern in der länd­li­chen Regi­on seit Jahr­zehn­ten gut funk­tio­niert, kann auch von ande­ren Betrie­ben genutzt wer­den. Die Men­schen ver­trau­en in der Ein­schät­zung, wel­cher Betrieb als inter­es­san­ter Arbeit­ge­ber gel­ten kann, immer noch auf die Fami­lie und den Freun­des- und Bekann­ten­kreis. Über die­se Schie­ne wird häu­fig der soge­nann­te ver­deck­te Stel­len­markt besetzt. Meist geschieht dies infor­mell. Eine offi­zi­el­le Ermu­ti­gung der Inter­nen, nach einem neu­en Kol­le­gen Aus­schau zu hal­ten, könn­te die­sen Pro­zess ver­stär­ken.

Frei wer­den­de Arbeits­stel­len schaf­fen es meist noch in die inter­ne Stel­len­aus­schrei­bung, jedoch bereits vor der Ver­öf­fent­li­chung der Stel­le auf der Fir­men-Inter­net­sei­te gibt es schon aus­sichts­rei­che Bewer­ber. Arbeit­ge­ber­por­ta­le wie u.a. kununu gibt es zwar, aber der Rat eines aktu­el­len Mit­ar­bei­ters oder auch eines Ex-Mit­ar­bei­ters eines Unter­neh­mens hat immer noch mehr Gewicht in der Per­so­nal­be­schaf­fung.