Am Ende zeig­ten sich bei­de Sei­ten zufrie­den. „Unser wich­tigs­tes Ziel war es, dass die nie­der­ge­las­se­nen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen nicht auf Kos­ten sit­zen blei­ben, die ihnen durch die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Anbin­dung an die sek­to­ren­über­grei­fen­de Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur ent­ste­hen. Die­ses Ziel haben wir erreicht“, erklär­te Dr. Andre­as Gas­sen, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung (). „Gemein­sam haben wir eine gute Lösung auf dem Weg zu einer moder­nen IT-Infra­struk­tur für das Gesund­heits­we­sen gefun­den“, sag­te Dr. Doris Pfeif­fer, Vor­stands­vor­sit­zen­de des -Spit­zen­ver­bands.

Das eHealth-Gesetz verpflichtet zur Online-Prüfung von Gesundheitsdaten

Das Wort ist ein Kom­po­si­tum aus Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on und Infor­ma­tik und meint die Ver­knüp­fung zwei­er Infor­ma­ti­ons­sys­te­me mit­tels eines Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tems. Im medi­zi­ni­schen Bereich spricht man auch von Tele­me­di­zin. Gedacht wird dabei zum Bei­spiel an das Echt­zeit-Tele­mo­ni­to­ring von Vital­zei­chen, wie es schon bei Astro­nau­ten üblich ist. Die Emp­fän­ger­sei­te, hier bspw. ein Kran­ken­haus, könn­te dann schnell auf lebens­be­droh­li­che Ver­än­de­run­gen reagie­ren.

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Ab 1. Juli 2018 hat der Gesetz­ge­ber im eHe­alth-Gesetz die nie­der­ge­las­se­nen und Psy­cho­the­ra­peu­ten in einem ers­ten Schritt ver­pflich­tet, die Ver­si­cher­ten­da­ten auf der elek­tro­ni­schen Gesund­heits­kar­te online zu prü­fen und zu aktua­li­sie­ren. Für die not­wen­di­ge Aus­stat­tung der Pra­xen bie­tet die nun getrof­fe­ne Eini­gung die Grund­la­ge.

Es liegt an der Industrie, entsprechende Komponenten bereitzustellen

Die -Ver­ein­ba­rung zwi­schen und liegt nun in Eck­punk­ten vor, die noch bis Mit­te Mai aus­for­mu­liert wer­den. Sie gilt ab 1. Juli 2017 und bezieht sich sowohl auf die Finan­zie­rung der Kos­ten für die Erst­aus­stat­tung als auch für den lau­fen­den Betrieb. Im Ein­zel­nen wur­de ver­ein­bart:

  • Erstat­tungs­be­trag für die ein­ma­li­ge Anschaf­fung eines Kon­nek­tors (mit Funk­ti­on für qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Signa­tur QES): 2.620 Euro. Die­ser Betrag gilt für das drit­te Quar­tal 2017. In den drei Fol­ge­quar­ta­len sinkt die­ser Betrag um jeweils zehn Pro­zent (also vier­tes Quar­tal 2017 bis zwei­tes Quar­tal 2018), wobei jeweils der Zeit­punkt der Instal­la­ti­on in der Arzt­pra­xis aus­schlag­ge­bend ist.
  • Erstat­tungs­be­trag Sta­tio­nä­res Kar­ten­ter­mi­nal: 435 Euro
  • Erstat­tungs­be­trag Mobi­les Kar­ten­ter­mi­nal: 350 Euro

Hin­zu kommt noch eine Start­pau­scha­le von ein­ma­lig 900 Euro sowie von defi­nier­ten Beträ­gen für den lau­fen­den Betrieb. Jetzt lie­ge es an der Indus­trie, recht­zei­tig ent­spre­chen­de Kom­po­nen­ten bereit­zu­stel­len. Die­se müss­ten prak­ti­ka­ble Lösun­gen für die Pra­xen bie­ten und durch das Bun­des­amt für Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik zer­ti­fi­ziert sein. Bei­de Sei­ten ver­stän­dig­ten sich zudem dar­auf, das Markt­ge­sche­hen zu beob­ach­ten und bei neu­en Erkennt­nis­sen ins­be­son­de­re zur preis­li­chen Ent­wick­lung bei den Kom­po­nen­ten über Anpas­sun­gen der Ver­ein­ba­rung zu ver­han­deln.