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Aus­schnitt aus dem Live-Stream mit den Rechts­an­wäl­ten Prof. Dr. Vol­ker Groß­kopf und Hubert Klein, in dem recht­li­che Fra­gen von Fach­kräf­ten aus dem Gesund­heits­we­sen in Zusam­men­hang mit der der­zei­ti­gen Coro­na-Kri­se gestellt wur­den.

Wie kann ich mich als Pfle­ge­kraft bei einer Unter­be­set­zung recht­lich absi­chern? Der Fra­ge geht fol­gen­der Sach­ver­halt vor­aus: Für cir­ca zwölf Pati­en­ten in der ste­hen ledig­lich drei Kran­ken­pfle­ge­kräf­te zur Ver­fü­gung. Es stellt sich daher die Fra­ge, wie sich das Per­so­nal recht­lich absi­chern kann, soll­ten bestimm­te Maß­nah­men auf­grund des Per­so­nal­de­fi­zits nicht vor­ge­nom­men wer­den kön­nen.
In einem sol­chen Fall ist es rat­sam, eine zu stel­len, also den Arbeit­ge­ber auf die poten­zi­el­le Gefähr­dung der Pati­en­ten, in die­sem Fall durch die Unter­be­set­zung, hin­zu­wei­sen.

Prof. Groß­kopf rät jedoch drin­gend davon ab, eine sol­che Unter­be­set­zung zusätz­lich in der Pati­en­ten­ak­te zu ver­mer­ken. Im Fal­le eines Scha­dens wür­de der Pati­ent ansons­ten auf die in der Akte ver­merk­ten Per­so­nal­män­gel und die damit ein­her­ge­hen­de Fehl­ver­sor­gung Bezug neh­men. Dies sprä­che im Rechts­ver­fah­ren dann für den Klä­ger und gegen die Ein­rich­tung, die ihre Ver­sor­gungs­pflicht nicht adäquat erfül­len konn­te.

Wich­tig: Liegt, wie in die­sem Fall, eine Unter­be­set­zung vor, so ist es weni­ger rat­sam, die Umstän­de in einer Über­las­tungs­an­zei­ge zu doku­men­tie­ren. Die­se stellt näm­lich nur das sub­jek­ti­ve Über­las­tungs­emp­fin­den der Pfle­ge­kraft dar und doku­men­tiert nicht objek­tiv die Umstän­de, die einer ord­nungs­ge­mä­ßen Ver­sor­gung ent­e­ge­gen­ste­hen. Dies und noch vie­les mehr zur Gefähr­dungs­an­zei­ge hat Prof. Dr. Groß­kopf auch in die­sem Inter­view erläu­tert.