Umgang mit Patientendaten.
Umgang mit .© Jovan­man­dic | Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

Die Rechts­po­si­tio­nen der Betrof­fe­nen auf Aus­kunft, Bericht­erstat­tung, Löschung und Sper­rung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten sind in der sowie im Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz klar und unab­ding­bar gere­gelt. Zunächst gilt grund­sätz­lich, dass jed­we­de Art und Wei­se der Ver­ar­bei­tung von per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten nur dann zuläs­sig ist, wenn der Betrof­fe­ne hier­ein ein­ge­wil­ligt hat.

Mit dem Blick auf die von inter­dis­zi­pli­nä­ren Behand­lungs­fäl­len in sog. Ver­bund­da­tei­en oder ver­netz­ten Sys­te­men bedeu­tet dies zunächst ein­mal, dass der Pati­ent mit der ein­rich­tungs­über­grei­fen­den Form der ein­ver­stan­den sein muss. Vor sei­ner Ein­wil­li­gung muss er dar­über infor­miert wor­den sein, wel­che Daten durch wen in sei­ne Fall­ak­te ein­ge­stellt wer­den sol­len und wer unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen Zugriff auf die Daten haben soll. Es muss auch sicher­ge­stellt wer­den, dass der Pati­ent in einem ver­netz­ten Doku­men­ta­ti­ons­sys­tem sei­ne Rech­te, ohne kom­pli­zier­te Nach­for­schun­gen anstel­len zu müs­sen, wirk­sam gel­tend machen kann. Da es in einem behand­lungs­tei­li­gen Gesche­hen für ihn nicht immer leicht erkenn­bar ist, wer hin­sicht­lich der ihn betref­fen­den Daten ver­ant­wort­lich ist, müs­sen alle Betei­lig­ten eine Stel­le ver­ein­ba­ren, wel­che als feder­füh­rend mit der admi­nis­tra­ti­ven und tech­ni­schen Durch­füh­rung des Doku­men­ta­ti­ons­ver­fah­rens beauf­tragt wird und wel­che die daten­schutz­recht­li­che Ver­ant­wor­tung trägt. Auch hier­über ist der Pati­ent vor sei­ner Ein­wil­li­gung in Kennt­nis zu setzen.

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Wen­det er sich den­noch mit sei­nem Löschungs­be­geh­ren an die fal­sche Stel­le, ist dies an die „zustän­di­ge“, feder­füh­ren­de Stel­le wei­ter­zu­lei­ten, die dann dem Wunsch des Pati­en­ten zu ent­spre­chen hat. Grund­sätz­lich ist einem Löschungs­an­trag jedoch nur dann zu fol­gen, wenn die Daten­spei­che­rung unzu­läs­sig gewe­sen ist. Grün­de für die Unzu­läs­sig­keit lie­gen z.B. vor, wenn die Erhe­bung der Daten oder die Über­mitt­lung von einem Drit­ten mit dem Daten­schutz­recht nicht ver­ein­bar war, weil gesetz­li­che oder sons­ti­ge recht­li­chen Auf­be­wah­rungs­pflich­ten ent­ge­gen­ste­hen, kei­ne wirk­sa­me Ein­wil­li­gungs­er­klä­rung vor­lag oder die Löschung einen unver­hält­nis­mä­ßi­gen Auf­wand dar­stel­len wür­de. Ist die Löschung aus den vor­ge­nann­ten Grün­den nicht mög­lich, kann aber ein Anspruch auf Daten­sper­rung in Fra­ge kommen.

Interdisziplinärer WundCongress (IWC) 2020

Auch auf dem kom­men­den Inter­dis­zi­pli­nä­ren Wund­Con­gress (IWC) 2020 wird sich wie­der alles rund um das The­ma Wun­de dre­hen. Coro­nabe­dingt wird der Kon­gress in die­sem Jahr aus­schließ­lich vir­tu­ell statt­fin­den, alle wei­te­ren Infos dazu fin­den Sie nter die­sem Link sowie auf www.wundcongress.de. Inter­es­sier­te kön­nen sich nach wie vor für eine vir­tu­el­le Teil­nah­me anmel­den. Eine direk­te und schnel­le Online-Anmel­dung ist hier über XING-Events möglich:

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Anmer­kung der Redak­ti­on: Aktua­li­siert am 5.11.2020