Sterbehilfe


§ 217 StGB für nichtig erklärtKein Verbot für Hilfe zum Suizid

Ab sofort ist die Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Sterbehilfe in Deutschland nicht mehr gegeben, wie es sich aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von heute ergibt. Jedem Menschen steht das Recht zu, selbst über den Zeitpunkt der Beendigung seines Lebens bestimmen zu können. Und es wurde auch das Recht herausgestellt, dabei Hilfe von Dritten anzunehmen. Diese Rechte leitet das Bundesverfassungsgericht aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht und dem Recht auf Menschenwürde ab. Mit dem Urteil wurde der nach heftiger Debatte und unter Juristen höchst umstrittene § 217 StGB nach 5 Jahren für nichtig erklärt.





AnzeigeLebensverlängernder Maßnahmen bei Schwerst-DemenzkrankenAktive Sterbehilfe oder unnötige Lebensverlängerung

Die Frage der Zulässigkeit lebensverlängernder Maßnahmen bei Schwerst-Demenzkranken stellt sich in unserer überalterten Gesellschaft immer häufiger. Vor allem aber für Ärzte, die entsprechende Patienten in Pflegeheimen betreuen, hat sie besondere Bedeutung. Nach den gesetzlichen Vorgaben ist in Fällen einer (wirksamen) Patientenverfügung diese gemäß § 1901a I BGB zu beachten und für den Betreuer und den behandelnden Arzt wegweisend.




Aktuelle StudieSterbefasten – „Sanfter“ Tod oder doch Suizid?

Wenn Schwerkranke fasten, bis der Tod eintritt, ist das keine unbedenkliche Alternative zur Sterbehilfe, so zeigt es jedenfalls eine aktuelle ethische Analyse. Medizinethiker Ralf Jox der Ludwig-Maximilians-Universität fordert daher, die ärztliche Unterstützung beim Sterbefasten zu regeln.


WelthospiztagDie Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen ausbauen

Seit 2005 findet am zweiten Samstag im Oktober der Welthospiztag statt und macht auf Themen wie Tod, Trauer und Sterben aufmerksam. Der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) fordert unter dem Motto "Hospiz- und Palliativversorgung. Stärken. Ausbauen. Vernetzen." dazu auf, die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen zu verbessern.