FDP
Auch die Libe­ra­len wol­len mit­mi­schen wenn es um die Ver­bes­se­rung der Pfle­ge geht

Was will die FDP für den Gesundheitssektor tun?

Ein funk­tio­nie­ren­des Gesund­heits­sys­tem sei unab­ding­bar – nicht erst seit der Coro­na-Pan­de­mie. Die FDP will allen Men­schen eine orts­na­he und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung sicher­stel­len und zugleich die Fort­schrit­te der Digi­ta­li­sie­rung auch für das Gesund­heits­sys­tem nut­zen, um zukünf­ti­ge Kri­sen bes­ser meis­tern zu kön­nen. Kon­kret äußern sich die Punk­te im Wahl­pro­gramm wie folgt:

  • Kran­ken­häu­ser finan­zi­ell absi­chern: Um eine bedarfs­ge­rech­te und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Ver­sor­gung aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sicher­zu­stel­len, for­dern die Frei­en Demo­kra­ten eine nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Inves­ti­ti­ons­fi­nan­zie­rung von spe­zia­li­ser­ten und maxi­mal­ver­sor­gen­den Kran­ken­häu­sern. Hohe Qua­li­tät soll durch das Ver­gü­tungs­sys­tem belohnt wer­den. Die Struk­tur­re­form des sta­tio­nä­ren Sek­tors soll wei­ter­ent­wi­ckelt und fal­sche Anrei­ze für eine Über­ver­sor­gung besei­tigt wer­den. Eine Ungleich­be­hand­lung der pri­va­ten, öffent­li­chen und kon­fes­sio­nel­len Trä­ger sowie eine Pla­nungs­ho­heit der Kran­ken­kas­sen für Ver­sor­gungs­struk­tu­ren lehnt die FDP ab.
  • Unab­hän­gig­keit des RKI sichern: Das Robert Koch-Insti­tut soll laut FDP poli­tisch- und wei­sungs­un­ab­hän­gig garan­tiert bekom­men. Man müs­se als Staat auf wei­te­re pan­de­mi­sche Groß­ereig­nis­se bes­ser reagie­ren kön­nen. Dazu bedarf es kei­ne poli­ti­sche, son­dern eine freie Insti­tu­ti­on mit kla­rer recht­li­cher Stellung.
  • Ver­sor­gung­s­i­cher­heit von Arz­nei­mit­teln gewähr­leis­ten: Die Ver­sor­gung von Medi­ka­men­ten und Impf­stof­fen will die FDP jeder­zeit gewähr­leis­ten, es soll hier­bei kei­ne Eng­päs­se mehr geben. Aus die­sem Grund wol­len die Libe­ra­len die Her­stel­lung von Arz­nei­mit­teln in die EU und bes­ten­falls nach Deutsch­land zurück­ver­la­gern. Im Mit­tel­punkt stün­den dabei der Abbau von Büro­kra­tie­pflich­ten, Inves­ti­ti­ons­be­zu­schus­sun­gen für Pro­duk­ti­ons­stät­ten, sowie Zuschüs­se zur Gewäh­rung der Versorgungssicherheit.
  • Gesund­heits­we­sen digi­ta­li­sie­ren und ent­bü­ro­kra­ti­sie­ren: Die FDP for­dert offe­ne Stan­dards, Inter­ope­ra­bi­li­tät und Daten­si­cher­heit als Vor­aus­set­zung, um das Gesund­heits­we­sen wei­ter zu digi­ta­li­sie­ren. Dadurch soll der Arbeits­all­tag aller Gesund­heits­ak­teu­re erleich­tert wer­den, etwa durch die Ver­net­zung zu den Patient/innen und der schnel­le­ren Ver­füg­bar­keit derer Daten. Auch die digi­ta­le Infra­struk­tur ein­schließ­lich robo­ti­scher Assis­tenzs­sys­te­me sol­len gezielt geför­dert wer­den. Die Libe­ra­len for­dern außer­dem eine „Beprei­sung“ der Büro­kra­tie- und Betriebs-pflich­ten. Bezah­len soll die­se künf­tig die Per­son, die sie anfor­dert. Dadurch soll die Pfle­ge zuneh­mend ent­bü­ro­kra­ti­siert und damit der Fokus auf die pfle­ge­ri­sche Behand­lung der Patient/innen gelegt werden.

Die gesund­heits­po­li­ti­sche Spre­che­rin der FDP-Bun­des­tags­frak­ti­on, Chris­ti­ne Aschen­berg-Dug­nus, erklär­te auf Anfra­ge der Rechtsdepesche:

„Die Coro­na-Pan­de­mie hat gezeigt, wie wich­tig ein funk­tio­nie­ren­des Gesund­heits­sys­tem ist. Wir set­zen uns dafür ein, dass allen Men­schen eine wohn­ort­na­he und qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung zur Ver­fü­gung steht. Zugleich wol­len wir die Chan­cen des medi­zi­ni­schen und digi­ta­len Fort­schritts nut­zen und das Gesund­heits­sys­tem an die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung und mög­li­che Pan­de­mien in der Zukunft anpas­sen. Wir Freie Demo­kra­ten wol­len die Digi­ta­li­sie­rung im Gesund­heits­we­sen durch kla­re und trans­pa­ren­te Rah­men­be­din­gun­gen vor­an­brin­gen. Außer­dem möch­ten wir die Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung im Gesund­heits­we­sen vor­an­trei­ben und for­dern eine nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Inves­ti­ti­ons­fi­nan­zie­rung für maxi­mal­ver­sor­gen­de und klei­ne­re spe­zia­li­sier­te Krankenhäuser.“

  • Prä­ven­ti­ons­ge­setz refor­mie­ren: Die Frei­en Demo­kra­ten wol­len Kin­dern und Jugend­li­chen bereits in den Schu­len den Weg zum gesun­den Lebens­stil auf­zei­gen und damit die Ver­hü­tung von Krank­hei­ten ermög­li­chen. Auch Erwach­se­ne sol­len lebens­lan­ge Infor­ma­tio­nen im Sin­ne zur Gesund­heits­be­wah­rung erhal­ten kön­nen. Der Prä­ven­ti­on, der Krank­heits­früh­erken­nung und Gesund­heits­för­de­rung kom­me laut FDP eine wich­ti­ge Bedeu­tung zu, die die gesam­te Gesell­schaft umfasse.
  • Kon­trol­lier­te Frei­ga­be von Can­na­bis: Wäh­rend die CDU/CSU die Lega­li­sie­rung von Mari­hua­na kon­se­quent ablehnt, will sich die FDP für eine lizen­sier­te und kon­trol­lier­te Frei­ga­be von Can­na­bis in aus­g­wähl­ten Geschäf­ten unter stren­ger Kon­trol­le der qua­li­tät und des Jugend­schut­zes stark machen. Durch eine Ver­steue­rung von Can­na­bis, ähn­lich wie es mit Ziga­ret­ten gehand­habt wird, kön­ne man bis zu einer Mil­li­ar­de Euro im Jahr ein­neh­men. Die­se Sum­me soll wider­um in Prä­ven­ti­ons­an­ge­bo­te, Sucht­be­hand­lun­gen und Bera­tun­gen gesteckt wer­den. Man erhofft sich durch die Lega­li­sie­rung zudem ein abneh­men­de Kri­mi­na­li­täts­quo­te in der Gesellschaft.
  • Fai­re Rah­men­be­din­gun­gen für Inno­va­ti­on im Gesund­heits­we­sen: Die FDP for­dert grö­ße­re Auf­wen­dun­gen für Inno­va­tio­nen im Arz­nei­mit­tel­be­reich, in der Medi­zin­tech­nik und Digi­ta­li­sie­rung. Dies sei eine not­wen­di­ge Maß­nah­me für ein gutes Leben und eine zukunfts­fä­hi­ge Arbeits­welt. Gera­de Start-ups sol­len unbü­ro­kra­ti­sche För­der­gel­der für die Inno­va­ti­ons­for­schung bekom­men. Beson­ders in der Bio­me­di­zin sehen die Libe­ra­len ein enor­mes Poten­zi­al für neue medi­zi­ni­sche Metho­di­ken. Eine inno­va­ti­ve Ver­net­zung der Start-ups mit dem Gesund­heits­we­sen über alle Pha­sen der kli­ni­schen Ent­wick­lung hin­weg, die För­de­rung von Koope­ra­tio­nen zwi­schen Kran­ken­kas­sen, Wis­sen­schaft und Indus­trie sowie der Aus­bau von High­tech-Gesund­heits­me­di­zin am Stand­ort Deutsch­land sei­en Trei­ber einer opti­ma­len Pati­en­ten­ver­sor­gung. Damit pri­va­te Inves­ti­tio­nen mobi­li­siert wer­den, muss geis­ti­ges Eigen­tum im Patent­recht strikt geschützt blei­ben, auch bei Arz­nei­mit­teln für sel­te­ne Erkrankungen.
  • Frei­er Beruf als Fun­da­ment einer libe­ra­len Gesund­heits­ver­sor­gung: Die frei­en Beru­fe im Gesund­heits­sek­tor sol­len auch nach der Bun­des­tags­wahl gestärkt wer­den. Im Sin­ne der The­ra­pie­frei­heit müs­sen die frei­en Berufs­grup­pen auch frei über medi­zi­ni­sche Belan­ge ent­schei­den kön­nen. Damit kön­ne auch das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen Arzt/Ärztin un dem/r Patient/in gestärkt wer­den. Des Wei­te­ren wünscht sich die FDP eine Befrei­ung der Aus­zu­bil­den­den von Schulgeldzahlungen.
  • Selbst­be­stim­mung am Lebens­en­de: Ein libe­ra­les Ster­be­hil­fe­ge­setz soll kla­re Regeln auf­stel­len, unter wel­chen Umstän­den Men­schen die Hil­fe ande­rer zum Frei­tod bean­spru­chen dür­fen. Dabei sol­len auch letal wir­ken­de Medi­k­am­te erlaubt sein dür­fen. Vor­aus­set­zung alle Vor­schrif­ten ist und bleibt jedoch die Selbst­be­stim­mungs­fä­hig­keit des jewei­li­gen Menschen.
  • Medi­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­struk­tu­ren gemein­sam pla­nen: Damit jede/r Patient/in die bes­te Ver­sor­gung erhält, soll die Gesund­heits­ver­sor­gung künf­tig umfas­send, regio­nal und pati­en­ten­zen­triert gedacht wer­den. Vor allem die Ver­zah­nung und Ver­net­zung zwi­schen den ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Ver­sor­gungs­diens­ten soll zuneh­mend gestärkt wer­den. Ret­tungs­diens­te sol­len moder­ni­siert und Not­fall­ver­sor­gungs­struk­tu­ren bedarfs­ge­rech­ter und ver­netz­ter auf­ge­baut werden.Die Siche­rung der regio­na­len Grund­ver­sor­gung mit ambu­lan­ten und kurz­sta­tio­nä­ren Behand­lun­gen soll durch inte­grier­te Gesund­heits­zen­tren unter­stützt wer­den, wobei der länd­li­che Raum mit sei­ner spe­zi­el­len Ver­sor­gungs­struk­tur durch ent­spre­chen­de Pro­gram­me mit berück­sich­tigt wer­den soll. Wei­ter­hin soll der Grund­satz „ambu­lant vor sta­tio­när“ gel­ten. Die der­zei­ti­gen gesetz­li­chen Ver­gü­tungs­re­ge­lun­gen ver­kom­pli­zie­ren laut FDP eine Über­füh­rung der Behand­lungs­me­tho­den aus dem Kran­ken­haus in den ambu­lan­ten Bereich. „Für die Dau­er der Ent­schei­dungs­ver­fah­ren muss die stationäre Vergütung erhal­ten blei­ben, damit kei­ne Pati­en­tin und kein Pati­ent unver­sorgt bleibt“, heißt es im Programm.
  • Psy­chi­sche Gesund­heit för­dern, weni­ger War­te­zei­ten erzeu­gen: Die FDP will die Zahl der The­ra­pie­plät­ze in Deutsch­land erhö­hen und sich für mehr Prä­ven­ti­on und Auf­klä­rung über die mensch­li­chen Psy­che ein­set­zen. War­te­zei­ten soll­ten dabei strikt redu­ziert wer­den. Außer­dem wol­len die Libe­ra­len die Aus­bil­dung von Psychotherapeut/innen för­dern, deren Anzahl der Kas­sen­sit­ze erhö­hen, mehr Stu­di­en­plät­ze im Bereich Psy­cho­lo­gie und Psy­cho­the­ra­pie schaf­fen und Schul­psy­cho­lo­gi­sche Bera­tungs­an­ge­bo­te aus­bau­en. Des Wei­te­ren soll es eine bun­des­wei­te Kam­pa­gne zur Ent­stig­ma­ti­sie­rung psy­chi­scher Erkran­kun­gen geben. Die Gesell­schaft soll durch die För­de­rung von Prä­ven­ti­on und Auf­klä­rung für das The­ma sen­si­bi­li­sert und den Betrof­fe­nen schnel­ler gehol­fen wer­den können.
  • Mehr Wett­be­werb zwi­schen Kran­ken­kas­sen: Die Libe­ra­len set­zen sich für einen qua­li­ta­ti­ve, effi­zi­en­ten und inno­va­ti­ven Wett­be­werb unter den Kas­sen ein. Der gesetz­li­che Spiel­raum zwi­schen den Kran­ken­kas­sen und Leis­tungs­er­brin­gern soll aus­ge­wei­tet wer­den, um inno­va­ti­ve Ver­sor­gungs­for­men zu ermög­li­chen. Kran­ken­kas­sen sol­len ihren Ver­si­cher­ten finan­zi­el­le Anrei­ze wie bei­spiels­wei­se Selbst­be­tei­li­gun­gen, Bonus­zah­lun­gen oder Beitragsrückerstattungen anbie­ten dürfen. Laut FDP hel­fe dies bei der Steue­rung der Nach­fra­ge, beim Abbau der Büro­kra­tie und der Erhö­hung der Wirtschaftlichkeitsreserven.
  • Mün­di­ge Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auch in der Kran­ken­ver­si­che­rung: Künf­tig soll der Wech­sel zwi­schen der gesetz­li­chen und pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung ein­fa­cher wer­den. Die Ver­si­cher­ten sol­len in einem dua­len Gesund­heits­sys­tem die Wahl­frei­heit zwi­schen den Kran­ken­kas­sen und ‑ver­si­che­run­gen unter der Berück­sich­ti­gung ihrer Inter­es­sen gewähr­leis­tet bekommen.
  • Fai­re Wett­be­werbs­be­din­gun­gen für Apo­the­ken: Die FDP will eine flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung mit rezept­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln unter qua­li­fi­zier­ter Bera­tung von Patient/innen. Dazu soll es fai­re Rah­men­be­din­gun­gen zwi­schen inlän­di­schen sowie in- und aus­län­di­schen Ver­sand­apo­the­ken geben. Die FDP lehnt ein pau­scha­les Ver­sand­han­dels­ver­bot ab, alle Patient/Innen soll­ten das Recht auf eine freie Apo­the­ken­wahl haben.

Welche Maßnahmen will die FDP zur Verbesserung der Pflege?

Jeder Mensch wird frü­her oder spä­ter pfle­ge­be­dürf­tig. Sobald die­ser Fall inkraft getre­ten ist, will jeder Mensch selbst­ver­ständ­lich bedarfs­ge­recht ver­sorgt wer­den. Aller­dings man­gelt es in Deutsch­land schon seit Jah­ren an qua­li­fi­zier­ten Pfle­ge­kräf­ten. Die­je­ni­gen, die da sind, sind häu­fig über­las­tet. Dies soll sich ändern. Pfle­ge­kräf­te sol­len laut FDP wie­der mehr Zeit für die Zuwen­dung zu ihren Patient/innen bekom­men kön­nen. Was sich die FDP kon­kret über­legt hat, lesen Sie im Folgenden:

  • Arbeits­be­din­gun­gen ver­bes­sern: Die Arbeits­be­din­gun­gen sol­len sich in der Pfle­ge dras­tisch ver­bes­sern. Der Ansatz der Libe­ra­len zur Attrak­ti­vi­täts­stei­ge­rung: Mehr Bil­dung, eine bedarfs­ge­rech­te Per­so­nal­be­mes­sung, bes­se­re Kar­rie­re­chan­cen. Nur so kön­ne man den Per­so­nal­man­gel bekämp­fen und den Pfle­gen­den wie­der mehr Zeit und Raum für ihre Arbeit einräumen.
  • Reform der Pfle­ge­aus­bil­dung: Die FDP for­dert mehr digi­ta­le Inhal­te, eine Stär­kung der pfle­ge­ri­schen Kom­pe­ten­zen und eine leis­tungs­ge­rech­te Durch­läs­sig­keit in Pfle­ge­be­ru­fen. Pfle­gen­de sol­len ihre Berufs­lauf­bahn von der Assis­tenz­kraft bis zur Pfle­ge­pro­fes­sur selbst bestim­men kön­nen und sol­len adäquat prak­tisch aus­ge­bil­det wer­den. Zudem sol­len mehr Hoch­schu­len Pfle­ge­wis­sen­schaf­ten als (dua­les) Stu­di­en­fach anbie­ten und damit mehr Men­schen den Berufs­zu­gang ermög­li­chen. Damit der Fach­kräf­te­man­gel nicht auf den Schul­tern der Aus­zu­bil­den­den las­tet, sol­len die­se von der Berech­nung des Pfle­ge­schlüs­sels aus­ge­schlos­sen werden.
  • Bedarfs­ge­rech­te Pfle­ge statt star­rer Quo­ten: Die FDP for­dert eine Auf­lö­sung von rei­nen Pfle­ge­per­so­nal-Unter­gren­zen für eine bedarfs­ge­rech­te Ver­sor­gung. Pfle­ge sol­le sich an den Bedürf­nis­sen des Men­schen ori­en­tie­ren. Es brau­che eine neue Pfle­ge­per­so­nal-Rege­lung und einen aus­ge­wo­ge­nen Qualifikationsmix.
  • Digi­ta­li­sie­rung und Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung: Der Pfle­ge­be­reich soll durch digi­ta­le Anwen­dun­gen, Auto­ma­ti­sie­run­gen und den Ein­satz von Robo­tik revo­lu­tio­niert wer­den und Pfle­gen­de dadurch ent­las­ten. Es gäbe dabei vie­le Mög­li­che­kei­ten, von der elek­tro­ni­schen Pati­en­ten­kur­ve bis zur auto­ma­ti­sier­ten Medi­ka­ment­aus­ga­be oder robo­ti­schen Lage­rungs­hil­fen. Digi­ta­le Ver­än­de­run­gen kön­nen laut FDP den Arbeits­all­tag immens erleich­tern und die Risi­ken für Pfle­ge­be­dürf­ti­ge senken.
  • Pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge ent­las­ten: Die FDP for­dert den Aus­bau von Kurz­zeit­pfle­ge­stel­len zur Ent­las­tung und Unter­stüt­zung pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger. Die Kurz­zeit­pfle­ge­plät­ze sol­len online ein­seh­bar sein. Gera­de bei der Betreu­ung von Men­schen mit Demenz brau­che es mehr Bera­tungs­stel­len und demenz­freund­li­che­re Quar­tie­re. Und auch die häus­li­che Pfle­ge kann durch die digi­ta­len Mög­lich­kei­ten und Tele­pfle­ge zur Unter­stüt­zung bei­tra­gen. Dies soll gera­de in den länd­li­chen Gebie­ten eine bes­se­re Ver­sor­gung gewährleisten.
  • Libe­ra­les Pfle­ge­bud­get ein­füh­ren: Jede Per­son soll das Recht haben zu ent­schei­den, wel­che Hil­fe und Leis­tun­gen für die die bes­ten sind. Des­halb sol­len alle Leis­tungs­an­sprü­che aller Pfle­ge­gra­de in ein monat­li­ches, libe­ra­les Pfle­ge­bud­get über­führt wer­den, über das trans­pa­rent und unkom­pli­ziert ver­fügt wer­den kann.
  • Drei Säu­len-Modell für die Pfle­ge: Die Zukunft der Pfle­ge soll durch eine nach­hal­ti­ge und genera­tio­nen­ge­rech­te Finan­zie­rung getra­gen wer­den. Die Pfle­ge­ver­si­che­rung soll als Teil­leis­tung bestehen blei­ben und durch Kapi­tal­de­ckungs­ele­men­te ergänzt wer­den. Wie auch bei der Ren­te will die FDP ein Drei-Säu­len-Modell für die Pfle­ge: Dazu gehö­ren die sozia­le Pfle­ge­ver­si­che­rung, die pri­va­te und betrieb­li­che Vor­sor­ge. Gera­de letz­te­re soll umge­hend aus­ge­baut und erwei­tert wer­den. Mit Blick auf die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung im Land soll die Pfle­ge­fi­nan­zie­rung nicht allein auf den Schul­tern zukünf­ti­ger Genera­tio­nen lasten.

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