Die Linke
Die Linke hat eigene Ideen zur Verbes­se­rung der Situa­tion in der Pflege

Welche Pl√§ne hat DIE LINKE f√ľr die Zukunft von Pflege und Gesund¬≠heit in den n√§chs¬≠ten vier Jahren? Im Vorder¬≠grund der Ideen stehen vor allem Solida¬≠ri¬≠t√§t und Gleich¬≠be¬≠rech¬≠ti¬≠gung, um dem Pflege¬≠not¬≠stand endlich ein Ende zu setzen.

Gute Arbeit, Gute Löhne

Abseits der Pl√§ne zur Verbes¬≠se¬≠rung der Pflege¬≠si¬≠tua¬≠tion setzt sich Die Linke insge¬≠samt f√ľr andere, neue Arbeits¬≠mo¬≠delle verbun¬≠den mit h√∂heren Verdienst¬≠m√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten ein. Einige Punkte des linken Wahlpro¬≠gramms sind unter anderem:

  • Die Anhebung des Mindest¬≠lohns auf 13 Euro exklu¬≠sive Zuschl√§ge
  • St√§rkung der Tarif¬≠ver¬≠tr√§ge, Abschaf¬≠fung von Niedrig¬≠l√∂h¬≠nen
  • Flexi¬≠blere Arbeits¬≠zei¬≠ten, eine 30-Stunden-Woche (Normal¬≠ar¬≠beit, Erh√∂hung auf maximal. 40 Wochen¬≠stun¬≠den), Recht auf Home-Office, 5 Wochen Mindest¬≠ur¬≠laub und insge¬≠samt zwei ‚ÄěRuhejahre‚Äú
  • Mehr Mitbe¬≠stim¬≠mung bei der Perso¬≠nal¬≠be¬≠mes¬≠sung, mehr Rechte f√ľr Besch√§f¬≠tigte und Gewerk¬≠schaf¬≠ten
  • Weiter¬≠bil¬≠dungs¬≠an¬≠spr√ľ¬≠che f√ľr alle
  • Klare Bemes¬≠sung der Arbeits¬≠zei¬≠ten
  • Soziale Absiche¬≠rung in jedem Arbeits¬≠ver¬≠h√§lt¬≠nis, auch bei Minijobs
  • Anspruch auf sechs¬≠w√∂¬≠chige Pflege¬≠zeit f√ľr Besch√§f¬≠tigte

Alle genauen Erl√§u¬≠te¬≠run¬≠gen sowie weitere Infor¬≠ma¬≠tio¬≠nen und Ideen f√ľr die n√§chste Wahlpe¬≠ri¬≠ode finden Sie im Wahlpro¬≠gramm der LINKEN.

Pflege­not­stand stoppen

Um den Pflege¬≠not¬≠stand in Deutsch¬≠land zu stoppen brauche es laut der LINKEN einen System¬≠wech¬≠sel in Gesund¬≠heit und Pflege. Nicht erst seit Corona fehle es in den Einrich¬≠tun¬≠gen an Perso¬≠nal, welches dazu nur wenig Zeit f√ľr die Patien¬≠tIn¬≠nen aufbrin¬≠gen kann. Dieser Trend habe sich durch die Pande¬≠mie weiter verst√§rkt und soll nun endlich gestoppt werden.

DIE LINKE plant, je 100.000 Pflege¬≠kr√§fte mehr in den Kranken¬≠h√§u¬≠sern und Pflege¬≠hei¬≠men einzu¬≠set¬≠zen ‚Äď bei gleich 500 Euro mehr Lohn. Mit attrak¬≠ti¬≠ve¬≠ren Arbeits¬≠be¬≠din¬≠gun¬≠gen, die aus einem neuen Pflege¬≠per¬≠so¬≠nal¬≠fond (ehema¬≠lig Pflege¬≠vor¬≠sor¬≠ge¬≠fond) heraus finan¬≠ziert werden sollen, um auch ehema¬≠lige Pflege¬≠kr√§fte und Auszu¬≠bil¬≠dende zur√ľck in den Job zu holen. Eine gesetz¬≠li¬≠che Perso¬≠nal¬≠be¬≠mes¬≠sung f√ľr alle Positio¬≠nen im Kranken¬≠haus und in der Pflege¬≠ein¬≠rich¬≠tung soll ebenfalls einge¬≠f√ľhrt werden.

Ausglie¬≠de¬≠run¬≠gen und Priva¬≠ti¬≠sie¬≠run¬≠gen in Kranken¬≠h√§u¬≠sern will DIE LINKE zuneh¬≠mend stoppen. Au√üer¬≠dem sollen Kranken¬≠h√§u¬≠ser in Zukunft rein gemein¬≠wohl¬≠ori¬≠en¬≠tiert handeln. Es w√ľrden immer noch zu viele ‚Äěgewinn¬≠brin¬≠gende‚Äú und lohnende Diagno¬≠sen gestellt. Laut der LINKEN d√ľrfe die Profit¬≠gier jedoch eigent¬≠lich keinen Platz im Gesund¬≠heits¬≠sys¬≠tem einneh¬≠men. Der gesetz¬≠li¬≠che ‚ÄěRisiko¬≠zu¬≠schlag‚Äú w√ľrde von der LINKEN ersatz¬≠los gestri¬≠chen werden.

Auch Pflege¬≠ein¬≠rich¬≠tun¬≠gen will DIE LINKE als Teil der √∂ffent¬≠li¬≠chen Daseins¬≠vor¬≠sorge in √∂ffent¬≠li¬≠che und demokra¬≠ti¬≠sche Kontrolle geben. Neben der Kranken¬≠haus¬≠be¬≠darfs¬≠pla¬≠nung soll auch eine Pflege¬≠be¬≠darfs¬≠pla¬≠nung einge¬≠f√ľhrt werden, um den gesam¬≠ten Pflege¬≠be¬≠darf abzude¬≠cken. Ambulante Pflege¬≠dienste und selbst¬≠st√§n¬≠dig Pflegende sollen nach Wunsch der LINKEN durch eine Organi¬≠sa¬≠tion in gemein¬≠n√ľt¬≠zi¬≠gen Platt¬≠for¬≠men und sozial¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rungs¬≠pflich¬≠ti¬≠gen Arbeits¬≠ver¬≠h√§lt¬≠nis¬≠sen abgesi¬≠chert werden.

Neue Versi­che­run­gen

Neue Solida­ri­sche Gesund­heits­ver­si­che­rung

Um das Allge¬≠meinw¬≠phl bei Gesund¬≠heit und Pflege in den Mittel¬≠puntk zu stellen fordert DIE LINKE eine Solida¬≠ri¬≠sche Gesund¬≠heits¬≠voll¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung nach dem Motto: Alle zahlen ein, alle werden gut versorgt. Zuzah¬≠lun¬≠gen und Eigen¬≠an¬≠teile sollen k√ľnftig wegfal¬≠len.

DIE LINKE m√∂chte damit die Trennung zwischen gesetz¬≠li¬≠chen und priva¬≠ten Kranken¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠run¬≠gen aufhe¬≠ben, sodass alle Menschen ihre notwen¬≠di¬≠gen Versor¬≠gungs¬≠leis¬≠tun¬≠gen erhal¬≠ten und die Priva¬≠ten keinen Profit aus ‚Äěunn√∂ti¬≠gen‚Äú Behand¬≠lun¬≠gen ziehen k√∂nnen. Auch Menschen ohne Kranken¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung sollen ohne Gegen¬≠leis¬≠tung aufge¬≠nom¬≠men werden, um ihre Versor¬≠gung zu bekom¬≠men.

Charak¬≠te¬≠ris¬≠tisch f√ľr die neue Gesund¬≠heits¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung ist die Abschaf¬≠fung der Beitrags¬≠be¬≠mes¬≠sungs¬≠grenze und die Senkung des Kranken¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rungs¬≠bei¬≠trags von 15 auf weniger als 12 Prozent des Brutto¬≠lohns. Bis zur Einf√ľh¬≠rung der neuen Versi¬≠che¬≠rung sollen sich die Beitr√§ge an der Verdienst¬≠h√∂he der Versi¬≠cher¬≠ten orien¬≠tie¬≠ren.

F√ľr alle Menschen mit einem Einkom¬≠men von weniger als 6.300 Euro im Monat sinken die Beitr√§ge auf absolute Zahlen. So soll der gr√∂√üte Teil der Bev√∂l¬≠ke¬≠rung inklu¬≠sive Rentner:innen entlas¬≠tet werden. Arbeit¬≠ge¬≠ber und Versi¬≠cherte zahlen au√üer¬≠dem nur die H√§lfte, also weniger als 6 Prozent ihres monat¬≠li¬≠chen Brutto¬≠ver¬≠diens¬≠tes.

Neue Solida­ri­sche Pflege-Vollver­si­che­rung

Die Pflege­ver­si­che­rung als aktuelle Teilleis­tungs­ver­si­che­rung biete laut der LINKEN zuneh­mend weniger Menschen die Möglich­keit nach bezahl­ba­rer Pflege. Aus diesem Grund will DIE LINKE die Pflege­ver­si­che­rung grund­le­gend umbauen. Im Wahlpro­gramm heißt es hierzu:

Mit einer verl√§ss¬≠li¬≠chen, gerech¬≠ten und zukunfts¬≠fes¬≠ten Finan¬≠zie¬≠rung k√∂nnen wir gute Arbeits¬≠be¬≠din¬≠gun¬≠gen und gute Pflege nach einheit¬≠li¬≠chen Standards sicher¬≠stel¬≠len. Zeit f√ľr aktivie¬≠rende Pflege und zum Zuh√∂ren, f√ľr Zuwen¬≠dung und F√∂rde¬≠rung muss enthal¬≠ten sein. Die Kommu¬≠nen werden entlas¬≠tet, weil weniger Menschen durch die Pflege¬≠kos¬≠ten von Sozial¬≠hilfe abh√§n¬≠gig werden. Zu den Pflege¬≠leis¬≠tun¬≠gen geh√∂rt Assis¬≠tenz f√ľr Menschen mit Behin¬≠de¬≠rung. Assis¬≠tenz-Leistun¬≠gen sollen m√∂glichst lang die Teilhabe am √∂ffent¬≠li¬≠chen Leben sichern.

Die konkre­ten Eigen­schaf­ten der neuen Pflege-Vollver­si­che­rung wären:

  • Abdeckung aller pflege¬≠ri¬≠schen Leistun¬≠gen ohne Eigen¬≠an¬≠teile durch Pflege¬≠be¬≠d√ľrf¬≠tige oder Angeh√∂¬≠rige; keine Verwei¬≠ge¬≠rung der Pflege aus finan¬≠zi¬≠el¬≠len Gr√ľnden
  • Gute Pflege von geschul¬≠tem Perso¬≠nal; Nachbar¬≠schafts¬≠pflege soll erg√§n¬≠zend und nicht aus der Not heraus erfol¬≠gen
  • Menschen mit Sozial¬≠hilfe erhal¬≠ten die gleichen Pflege¬≠leis¬≠tun¬≠gen wie alle anderen B√ľrge¬≠rin¬≠nen und B√ľrgerauch
  • √úberf√ľh¬≠rung der priva¬≠ten Pflege¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung in die gesetz¬≠li¬≠che unter finan¬≠zi¬≠el¬≠len Entlas¬≠tungs¬≠punk¬≠ten f√ľr ‚ÄěNormal¬≠b√ľr¬≠ger‚Äú (siehe Gesund¬≠heits¬≠voll¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung)
  • Legali¬≠sie¬≠rungs¬≠m√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten f√ľr Arbeiter:innen aus dem Ausland (ohne Aufent¬≠halts-/Arbeits¬≠er¬≠laub¬≠nis), um diese vor Ausbeu¬≠tung zu sch√ľt¬≠zen
  • Pflege¬≠ar¬≠beit in Privat¬≠haus¬≠hal¬≠ten bevor¬≠zugt √ľber zerti¬≠fi¬≠zierte Agentu¬≠ren oder Pflege¬≠platt¬≠for¬≠men mit tarif¬≠ver¬≠trag¬≠li¬≠chen Bedin¬≠gun¬≠gen

‚ÄěDIE LINKE m√∂chte alle in Deutsch¬≠land leben¬≠den Menschen mit einem monat¬≠li¬≠chen Gesamt¬≠ein¬≠kom¬≠men von unter 6.200 Euro, bei ihren Beitr√§¬≠gen zur Kranken¬≠kasse entlas¬≠ten und die Selbst¬≠be¬≠tei¬≠li¬≠gung bei Pflege¬≠leis¬≠tun¬≠gen abschaf¬≠fen. Das sind sp√ľrbare finan¬≠zi¬≠elle Erleich¬≠te¬≠run¬≠gen f√ľr Menschen mit gerin¬≠gen und mittle¬≠ren Einkom¬≠men. Finan¬≠ziert wird dies durch die Einf√ľh¬≠rung einer solida¬≠ri¬≠schen Gesund¬≠heits- und Pflege¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung, in die alle Menschen entspre¬≠chend ihrer Einkom¬≠mens¬≠h√∂he einzah¬≠len. Die Private Kranken¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung soll als Vollver¬≠si¬≠che¬≠rung abgeschafft werden. Dadurch werden Perso¬≠nen mit einem hohen Einkom¬≠men auch st√§rker in die Finan¬≠zie¬≠rung des Gesund¬≠heits- und Pflege¬≠sys¬≠tems einbe¬≠zo¬≠gen.‚Äú
Dr. Achim Kessler, gesund­heits­po­li­ti­scher Sprecher der LINKEN im Bundes­tag

DIE LINKE: Pflegende Angehö­rige entlas­ten

Weil viele sich die Pflege ihrer Liebs¬≠ten nicht mehr leisten k√∂nnen, pflegen viele Angeh√∂¬≠rige zuhause und leifern sich damit einer hohen physi¬≠schen und psychi¬≠schen Belas¬≠tung aus. Sie sollen laut der LINKEN st√§rker entlas¬≠tet und unter¬≠st√ľtzt werden, auch weil sich durch die Einschr√§n¬≠kung ihrer Berufs¬≠aus¬≠√ľbung ihr Renten¬≠an¬≠spruch verrin¬≠gert.

Als wichtigs¬≠ten Punkt bei der Entlas¬≠tung von pflegen¬≠den Angeh√∂¬≠ri¬≠gen sieht DIE LINKE den Ausbau von wohnort¬≠na¬≠hen, gemein¬≠wohl¬≠ori¬≠en¬≠tier¬≠ten und durch die Solida¬≠ri¬≠sche Pflege¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung abgedeck¬≠ten Tages- und Kurzzeit¬≠pfle¬≠ge¬≠ein¬≠rich¬≠tun¬≠gen. Pflege¬≠be¬≠d√ľrf¬≠tige Menschen sollen dann aus dem Angebot w√§hlen k√∂nnen, welche Form der Pflege am Besten mit den sonsti¬≠gen Lebens¬≠in¬≠ter¬≠es¬≠sen verein¬≠bart werden kann.

Wie bereits oben erwähnt fordert DIE LINKE zudem eine sechs­wö­chige, voll bezahlte Freist­stel­lung aus dem Arbeits­le­ben, sobald die Pflege eines Angehö­ri­gen zum ersten Mal erbracht werden muss. Der Anspruch auf famili­en­ge­rechte Arbeits­zei­ten im Falle eines zu pflegen­den Menschen soll zudem recht­lich veran­kert werden. DIE LINKE will damit der aktuel­len Situa­tion, in der pflegende Angehö­rige keine Lohner­satz­leis­tun­gen erhal­ten, entge­gen­wir­ken.

√Ėffent¬≠li¬≠chen Gesund¬≠heits¬≠dienst st√§rken

Die Corona-Pande¬≠mie habe gezeigt, dass das jahre¬≠lange Sparen an perso¬≠nel¬≠ler und sachli¬≠cher Ausstat¬≠tung des √Ėffent¬≠li¬≠chen Gesund¬≠heits¬≠diens¬≠tes (√ĖGD) ein Fehler war.

Um diesen zu besei¬≠ti¬≠gen will DIE LINKE eine finan¬≠zi¬≠elle Unter¬≠st√ľt¬≠zung f√ľr den √ĖGD und eine bessere Koordi¬≠nie¬≠rung, um die soziale Kompo¬≠nente der mensch¬≠li¬≠chen Gesund¬≠heit in den Mittel¬≠punkt der Arbeit des √ĖGD zu stellen. Dazu geh√∂re:

  • Vorhal¬≠te¬≠kos¬≠ten f√ľr Material und Behand¬≠lungs¬≠ka¬≠pa¬≠zi¬≠t√§¬≠ten m√ľssen durch den Bund gedeckt werden
  • St√§rkere Prophy¬≠laxe von Infek¬≠tio¬≠nen durch den √ĖGD, zum Beispiel durch Reihen¬≠imp¬≠fun¬≠gen in Schulen, Kitas und Firmen
  • Hygie¬≠ne¬≠ar¬≠ti¬≠kel f√ľr Frauen sollen kosten¬≠los und frei verf√ľg¬≠bar sein

Soziale Ungleich­heit in der Gesund­heits­ver­sor­gung bekämp­fen

Laut der LINKEN habe die soziale Gegeben¬≠heit eines Menschen starken Einfluss auf seine Gesund¬≠heit. Wer arm ist, w√ľrde h√§ufi¬≠ger erkran¬≠ken und fr√ľher sterben. Eine solche soziale Ungerech¬≠tig¬≠keit will DIE LINKE schleu¬≠nigst abschaf¬≠fen, beispiels¬≠weise indem sie die Einf√ľh¬≠rung eines anony¬≠mi¬≠sier¬≠ten Kranken¬≠scheins fordert, welcher illea¬≠g¬≠li¬≠sier¬≠ten Menschen den Zugang zur Gesund¬≠heits¬≠ver¬≠sor¬≠gung gew√§hrt.

Die Selbst¬≠be¬≠stim¬≠mungs¬≠rechte von √Ąlteren oder Berhin¬≠der¬≠ten m√ľssen zudem garan¬≠tiert werden. Dazu geh√∂rt auch ein barrie¬≠re¬≠freier Zugang zu Arztpra¬≠xen, Kranken¬≠h√§u¬≠sern und Pflege¬≠ein¬≠rich¬≠tun¬≠gen sowie eine verst√§nd¬≠li¬≠che, also quasi auch ‚Äěbarrie¬≠re¬≠freie‚Äú Kommu¬≠ni¬≠ka¬≠tion, die an die F√§hig¬≠kei¬≠ten der Patien¬≠ten angepasst werden soll. Zudem setzt sich DIE LINKE f√ľr die Gleich¬≠stel¬≠lung von psychisch kranken Menschen vor dem Gesetz und der Sozial¬≠ver¬≠si¬≠che¬≠rung ein und will denje¬≠ni¬≠gen zwangs- und gewalt¬≠freie Behand¬≠lungs¬≠m√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten √∂ffnen.

Des Weitern sollen Patien¬≠ten¬≠ver¬≠tre¬≠te¬≠rIn¬≠nen k√ľnftig mit Stimm¬≠rech¬≠ten in Gremien der gemein¬≠sa¬≠men Selbst¬≠ver¬≠wal¬≠tung vertre¬≠ten sein und als Stimme der Pflege verst√§rkt auftre¬≠ten. Zuletzt will DIE LINKE die Selbst¬≠hilfe weiter finan¬≠zie¬≠ren und durch F√∂rder¬≠ver¬≠fah¬≠ren unter¬≠st√ľt¬≠zen.

Ambulan­ter Bereich: Gute Versor­gung vor Ort, in Stadt und Land

Trotz einer √ľberdurch¬≠schnitt¬≠li¬≠chen Arztdichte in Deutsch¬≠land sind l√§ndli¬≠che Regio¬≠nen h√§ufig noch unter¬≠ver¬≠sorgt und Arztbe¬≠su¬≠che sind daher mit langen Anfahr¬≠ten und Warte¬≠zei¬≠ten verbun¬≠den. Das soll ge√§ndert werden.

DIE LINKE setzt sich f√ľr eine gleich¬≠m√§¬≠√üi¬≠gere Vertei¬≠lung der Arztsitze bei einer sektoren¬≠√ľber¬≠grei¬≠fen¬≠den Bedarfs¬≠pla¬≠nung ein. Daneben sollen regio¬≠nale Versor¬≠gungs¬≠zen¬≠tren mittel¬≠fris¬≠tig zum R√ľckgrat des ambulan¬≠ten Sektors werden, da sie hochwer¬≠tige und inter¬≠dis¬≠zi¬≠pli¬≠n√§re Behand¬≠lun¬≠gen erm√∂g¬≠li¬≠chen und flexi¬≠ble, famili¬≠en¬≠ge¬≠rechte Arbeits¬≠be¬≠din¬≠gun¬≠gen gew√§h¬≠ren.

DIE LINKE will die Kommu­nen ermuti­gen, eigene Gesund­heits- und Pflege­ein­rich­tun­gen aller Art aufzu­bauen und damit die Versor­gung im ländli­chen Raum sicher­zu­stel­len.

In diesem Zuge will DIE LINKE:

  • Kaufpreise f√ľr Arztpraxen/Arztsitze begren¬≠zen
  • Ein √∂ffent¬≠li¬≠cher Haftungs¬≠fond f√ľr Hebam¬≠men, die als erster Ansprech¬≠part¬≠ner zur Schwan¬≠ge¬≠ren¬≠vor¬≠sorge einge¬≠setzt werden sollen
  • Bedarfs¬≠ge¬≠rechte, regio¬≠nale psycho¬≠the¬≠ra¬≠peu¬≠ti¬≠sche Versor¬≠gungs¬≠an¬≠ge¬≠bote erwei¬≠tern und finan¬≠zie¬≠ren
  • Konzer¬≠nen die Profit¬≠m√∂g¬≠lich¬≠kei¬≠ten im ambulan¬≠ten Bereich nehmen

Macht der Pharma­in­dus­trie brechen, Gesund­heits­for­schung demokra­ti­sie­ren

Die gesetz¬≠li¬≠chen Kranken¬≠kas¬≠sen geben nach Angaben der LINKEN √ľber 41 Millio¬≠nen Euro f√ľr Arznei¬≠mit¬≠tel aus ‚Äď zuwei¬≠len viel zu viel. Etwa f√ľr Krebs‚ÄĎ, Rheuma- oder Multi¬≠ple-Sklerose-Mittel m√ľsse man die Arznei¬≠mit¬≠tel¬≠preise begren¬≠zen.

Des Weite¬≠ren w√ľrden Patien¬≠tin¬≠nen und Patien¬≠ten zu hohe Zuzah¬≠lun¬≠gen leisten m√ľssen, etwa f√ľr nicht verschrei¬≠bungs¬≠pflich¬≠tige Medika¬≠mente, selbst wenn diese √§rztlich angeord¬≠net wurden. DIE LINKE will, dass alle Menschen unabh√§n¬≠gig von ihrem Einkom¬≠men mit siche¬≠ren und wirksa¬≠men Arznei¬≠mit¬≠teln versorgt werden. Medika¬≠mente mit erwie¬≠se¬≠nem Nutzen sollen allesamt vollst√§n¬≠dig erstat¬≠tet werden, wof√ľr man eine Positiv¬≠liste einf√ľh¬≠ren will.

Des Weite¬≠ren sieht DIE LINKE die Arznei¬≠mit¬≠tel¬≠for¬≠schung als √∂ffent¬≠li¬≠che und gemein¬≠wohl¬≠ori¬≠en¬≠tierte Aufgabe, bei der nicht die Eigen¬≠tums¬≠rechte und k√ľnfti¬≠gen Preise √ľber die Medika¬≠men¬≠ten¬≠for¬≠schung entschei¬≠den. Deshalb will DIE LINKE gezielt Gelder f√ľr eine nicht¬≠kom¬≠mer¬≠zi¬≠elle klini¬≠sche Forschung bereit¬≠stel¬≠len.

Der Einfluss der Pharma¬≠kon¬≠zerne und Korrup¬≠tion im Gesund¬≠heits¬≠we¬≠sen sollen dadurch wesent¬≠lich verrin¬≠gert werden. Es sollen gesetz¬≠li¬≠che Regelun¬≠gen √ľber Zuwen¬≠dun¬≠gen der Pharma¬≠in¬≠dus¬≠trie an die Gesund¬≠heits¬≠be¬≠ruf¬≠ler einge¬≠f√ľhrt, sowie negative Studi¬≠en¬≠ergeb¬≠nisse aus der Forschung nicht mehr verheim¬≠licht, sondern trans¬≠pa¬≠rent darge¬≠legt werden. Rabatt¬≠ver¬≠tr√§ge und andere Selek¬≠tiv-Vertr√§ge sollen abgeschafft werden.

Die aus der √∂ffent¬≠li¬≠chen Forschung entwi¬≠ckel¬≠ten Medika¬≠mente sollen dann auch verst√§rkt an √§rmere L√§nder verteilt werden, um Produkt¬≠ent¬≠wick¬≠lungs¬≠part¬≠ner¬≠schaf¬≠ten zu unter¬≠st√ľt¬≠zen. Auch die Allge¬≠mein¬≠heit soll in Zukunft in die Forschungs¬≠pro¬≠gramme mit einbe¬≠zo¬≠gen werden, um eine patient:innenorientierte und inter¬≠dis¬≠zi¬≠pli¬≠n√§re Forschung zu erm√∂g¬≠li¬≠chen.

Quelle: DIE LINKE