Die Linke
Die Lin­ke hat eige­ne Ideen zur Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on in der Pflege

Wel­che Plä­ne hat DIE LINKE für die Zukunft von Pfle­ge und Gesund­heit in den nächs­ten vier Jah­ren? Im Vor­der­grund der Ideen ste­hen vor allem Soli­da­ri­tät und Gleich­be­rech­ti­gung, um dem Pfle­ge­not­stand end­lich ein Ende zu setzen.

Gute Arbeit, Gute Löhne

Abseits der Plä­ne zur Ver­bes­se­rung der Pfle­ge­si­tua­ti­on setzt sich Die Lin­ke ins­ge­samt für ande­re, neue Arbeits­mo­del­le ver­bun­den mit höhe­ren Ver­dienst­mög­lich­kei­ten ein. Eini­ge Punk­te des lin­ken Wahl­pro­gramms sind unter ande­rem:

  • Die Anhe­bung des Min­dest­lohns auf 13 Euro exklu­si­ve Zuschläge
  • Stär­kung der Tarif­ver­trä­ge, Abschaf­fung von Niedriglöhnen
  • Fle­xi­ble­re Arbeits­zei­ten, eine 30-Stun­den-Woche (Nor­mal­ar­beit, Erhö­hung auf max. 40 Wochen­stun­den), Recht auf Home-Office, 5 Wochen Min­dest­ur­laub und ins­ge­samt zwei „Ruhe­jah­re“
  • Mehr Mit­be­stim­mung bei der Per­so­nal­be­mes­sung, mehr Rech­te für Beschäf­tig­te und Gewerkschaften
  • Wei­ter­bil­dungs­an­sprü­che für alle
  • Kla­re Bemes­sung der Arbeitszeiten
  • Sozia­le Absi­che­rung in jedem Arbeits­ver­hält­nis, auch bei Minijobs
  • Anspruch auf sechs­wö­chi­ge Pfle­ge­zeit für Beschäftigte

Alle genau­en Erläu­te­run­gen sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Ideen für die nächs­te Wahl­pe­ri­ode fin­den Sie im Wahl­pro­gramm der LINKEN.

Pflegenotstand stoppen

Um den Pfle­ge­not­stand in Deutsch­land zu stop­pen brau­che es laut der LINKEN einen Sys­tem­wech­sel in Gesund­heit und Pfle­ge. Nicht erst seit Coro­na feh­le es in den Ein­rich­tun­gen an Per­so­nal, wel­ches dazu nur wenig Zeit für die Pati­en­tIn­nen auf­brin­gen kann. Die­ser Trend habe sich durch die Pan­de­mie wei­ter ver­stärkt und soll nun end­lich gestoppt werden.

DIE LINKE plant, je 100.000 Pfle­ge­kräf­te mehr in den Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­hei­men ein­zu­set­zen – bei gleich 500 Euro mehr Lohn. Mit attrak­ti­ve­ren Arbeits­be­din­gun­gen, die aus einem neu­en Pfle­ge­per­so­nal­fond (ehe­ma­lig Pfle­ge­vor­sor­ge­fond) her­aus finan­ziert wer­den sol­len, um auch ehe­ma­li­ge Pfle­ge­kräf­te und Aus­zu­bil­den­de zurück in den Job zu holen. Eine gesetz­li­che Per­so­nal­be­mes­sung für alle Posi­tio­nen im Kran­ken­haus und in der Pfle­ge­ein­rich­tung soll eben­falls ein­ge­führt werden.

Aus­glie­de­run­gen und Pri­va­ti­sie­run­gen in Kran­ken­häu­sern will DIE LINKE zuneh­mend stop­pen. Außer­dem sol­len Kran­ken­häu­ser in Zukunft rein gemein­wohl­ori­en­tiert han­deln. Es wür­den immer noch zu vie­le „gewinn­brin­gen­de“ und loh­nen­de Dia­gno­sen gestellt. Laut der LINKEN dür­fe die Pro­fit­gier jedoch eigent­lich kei­nen Platz im Gesund­heits­sys­tem ein­neh­men. Der gesetz­li­che „Risi­ko­zu­schlag“ wür­de von der LINKEN ersatz­los gestri­chen werden.

Auch Pfle­ge­ein­rich­tun­gen will DIE LINKE als Teil der öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge in öffent­li­che und demo­kra­ti­sche Kon­trol­le geben. Neben der Kran­ken­haus­be­darfs­pla­nung soll auch eine Pfle­ge­be­darfs­pla­nung ein­ge­führt wer­den, um den gesam­ten Pfle­ge­be­darf abzu­de­cken. Ambu­lan­te Pfle­ge­diens­te und selbst­stän­dig Pfle­gen­de sol­len nach Wunsch der LINKEN durch eine Orga­ni­sa­ti­on in gemein­nüt­zi­gen Platt­for­men und sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Arbeits­ver­hält­nis­sen abge­si­chert werden.

Neue Versicherungen

Neue Solidarische Gesundheitsversicherung

Um das All­ge­meinw­phl bei Gesund­heit und Pfle­ge in den Mit­telpuntk zu stel­len for­dert DIE LINKE eine Soli­da­ri­sche Gesund­heits­voll­ver­si­che­rung nach dem Mot­to: Alle zah­len ein, alle wer­den gut ver­sorgt. Zuzah­lun­gen und Eigen­an­tei­le sol­len künf­tig wegfallen.

DIE LINKE möch­te damit die Tren­nung zwi­schen gesetz­li­chen und pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­run­gen auf­he­ben, so dass alle Men­schen ihre not­wen­di­gen Ver­sor­gungs­leis­tun­gen erhal­ten und die Pri­va­ten kei­nen Pro­fit aus „unnö­ti­gen“ Behand­lun­gen zie­hen kön­nen. Auch Men­schen ohne Kran­ken­ver­si­che­rung sol­len ohne Gegen­leis­tung auf­ge­nom­men wer­den, um ihre Ver­sor­gung zu bekommen.

Cha­rak­te­ris­tisch für die neue Gesund­heits­ver­si­che­rung ist die Abschaf­fung der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze und die Sen­kung des Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trags von 15 auf weni­ger als 12 Pro­zent des Brut­to­lohns. Bis zur Ein­füh­rung der neu­en Ver­si­che­rung sol­len sich die Bei­trä­ge an der Ver­dienst­hö­he der Ver­si­cher­ten orientieren.

Für alle Men­schen mit einem Ein­kom­men von weni­ger als 6.300 Euro im Monat sin­ken die Bei­trä­ge auf abso­lu­te Zah­len. So soll der größ­te Teil der Bevöl­ke­rung inklu­si­ve Rentner:innen ent­las­tet wer­den. Arbeit­ge­ber und Ver­si­cher­te zah­len außer­dem nur die Hälf­te, also weni­ger als 6 Pro­zent ihres monat­li­chen Bruttoverdienstes.

Neue Solidarische Pflege-Vollversicherung

Die Pfle­ge­ver­si­che­rung als aktu­el­le Teil­leis­tungs­ver­si­che­rung bie­te laut der LINKEN zuneh­mend weni­ger Men­schen die Mög­lich­keit nach bezahl­ba­rer Pfle­ge. Aus die­sem Grund will DIE LINKE die Pfle­ge­ver­si­che­rung grund­le­gend umbau­en. Im Wahl­pro­gramm heißt es:

Mit einer ver­läss­li­chen, gerech­ten und zukunfts­fes­ten Finan­zie­rung kön­nen wir gute Arbeits­be­din­gun­gen und gute Pfle­ge nach ein­heit­li­chen Stan­dards sicher­stel­len. Zeit für akti­vie­ren­de Pfle­ge und zum Zuhö­ren, für Zuwen­dung und För­de­rung muss ent­hal­ten sein. Die Kom­mu­nen wer­den ent­las­tet, weil weni­ger Men­schen durch die Pfle­ge­kos­ten von Sozi­al­hil­fe abhän­gig wer­den. Zu den Pfle­ge­leis­tun­gen gehört Assis­tenz für Men­schen mit Behin­de­rung. Assis­tenz-Leis­tun­gen sol­len mög­lichst lang die Teil­ha­be am öffent­li­chen Leben sichern

Die kon­kre­ten Eigen­schaf­ten der neu­en Pfle­ge-Voll­ver­si­che­rung wären:

  • Abde­ckung aller pfle­ge­ri­schen Leis­tun­gen ohne Eigen­an­tei­le durch Pfle­ge­be­dürf­ti­ge oder Ange­hö­ri­ge; kei­ne Ver­wei­ge­rung der Pfle­ge aus finan­zi­el­len Gründen
  • Gute Pfle­ge von geschul­tem Per­so­nal; Nach­bar­schafts­pfle­ge soll ergän­zend und nicht aus der Not her­aus erfolgen
  • Men­schen mit Sozi­al­hil­fe erhal­ten die glei­chen Pfle­ge­leis­tun­gen wie alle ande­ren Bürger:innen auch
  • Über­füh­rung der pri­va­ten Pfle­ge­ver­si­che­rung in die gesetz­li­che unter finan­zi­el­len Ent­las­tungs­punk­ten für „Nor­mal­bür­ger“ (sie­he Gesundheitsvollversicherung)
  • Lega­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten für Arbeiter:innen aus dem Aus­land (ohne Auf­ent­halts-/Ar­beits­er­laub­nis), um die­se vor Aus­beu­tung zu schützen
  • Pfle­ge­ar­beit in Pri­vat­haus­hal­ten bevor­zugt über zer­ti­fi­zier­te Agen­tu­ren oder Pfle­ge­platt­for­men mit tarif­ver­trag­li­chen Bedingungen

Dr. Achim Kess­ler, gesund­heits­po­li­ti­scher Spre­cher der LINKEN im Bun­des­tag, sag­te auf Anfra­ge der Rechtsdepesche:

„DIE LINKE möch­te alle in Deutsch­land leben­den Men­schen mit einem monat­li­chen Gesamt­ein­kom­men von unter 6.200 Euro, bei ihren Bei­trä­gen zur Kran­ken­kas­se ent­las­ten und die Selbst­be­tei­li­gung bei Pfle­ge­leis­tun­gen abschaf­fen. Das sind spür­ba­re finan­zi­el­le Erleich­te­run­gen für Men­schen mit gerin­gen und mitt­le­ren Ein­kom­men. Finan­ziert wird dies durch die Ein­füh­rung einer soli­da­ri­schen Gesund­heits- und Pfle­ge­ver­si­che­rung, in die alle Men­schen ent­spre­chend ihrer Ein­kom­mens­hö­he ein­zah­len. Die Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung soll als Voll­ver­si­che­rung abge­schafft wer­den. Dadurch wer­den Per­so­nen mit einem hohen Ein­kom­men auch stär­ker in die Finan­zie­rung des Gesund­heits- und Pfle­ge­sys­tems einbezogen.“

Die Linke: Pflegende Angehörige entlasten

Weil vie­le sich die Pfle­ge ihrer Liebs­ten nicht mehr leis­ten kön­nen, pfle­gen vie­le Ange­hö­ri­ge zuhau­se und lei­fern sich damit einer hohen phy­si­schen und psy­chi­schen Belas­tung aus. Sie sol­len laut der LINKEN stär­ker ent­las­tet und unter­stützt wer­den, auch weil sich durch die Ein­schrän­kung ihrer Berufs­aus­übung ihr Ren­ten­an­spruch verringert.

Als wich­tigs­ten Punkt bei der Ent­las­tung von pfle­gen­den Ange­hö­ri­gen sieht DIE LINKE den Aus­bau von wohn­ort­na­hen, gemein­wohl­ori­en­tier­ten und durch die Soli­da­ri­sche Pfle­ge­ver­si­che­rung abge­deck­ten Tages- und Kurz­zeit­pfle­ge­ein­rich­tun­gen. Pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen sol­len dann aus dem Ange­bot wäh­len kön­nen, wel­che Form der Pfle­ge am Bes­ten mit den sons­ti­gen Lebens­in­ter­es­sen ver­ein­bart wer­den kann.

Wie bereits oben erwähnt for­dert DIE LINKE zudem eine sechs­wö­chi­ge, voll bezahl­te Freist­stel­lung aus dem Arbeits­le­ben, sobald die Pfle­ge eines Ange­hö­ri­gen zum ers­ten Mal erbracht wer­den muss. Der Anspruch auf fami­li­en­ge­rech­te Arbeits­zei­ten im Fal­le eines zu pfle­gen­den Men­schen soll zudem recht­lich ver­an­kert wer­den. DIE LINKE will damit der aktu­el­len Situa­ti­on, in der pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge kei­ne Lohn­er­satz­leis­tun­gen erhal­ten, entgegenwirken.

Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die Coro­na-Pan­de­mie habe gezeigt, dass das jah­re­lan­ge Spa­ren an per­so­nel­ler und sach­li­cher Aus­stat­tung des Öffent­li­chen Gesund­heits­diens­tes (ÖGD) ein Feh­ler war.

Um die­sen zu besei­ti­gen will DIE LINKE eine finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für den ÖGD und eine bes­se­re Koor­di­nie­rung, um die sozia­le Kom­po­nen­te der mensch­li­chen Gesund­heit in den Mit­tel­punkt der Arbeit des ÖGD zu stel­len. Dazu gehöre:

  • Vor­hal­te­kos­ten für Mate­ri­al und Behand­lungs­ka­pa­zi­tä­ten müs­sen durch den Bund gedeckt werden
  • Stär­ke­re Pro­phy­la­xe von Infek­tio­nen durch den ÖGD, z.B. durch Rei­hen­imp­fun­gen in Schu­len, Kitas und Firmen
  • Hygie­ne­ar­ti­kel für Frau­en sol­len kos­ten­los und frei ver­füg­bar sein

Soziale Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung bekämpfen

Laut der LINKEN habe die sozia­le Gege­ben­heit eines Men­schen star­ken Ein­fluss auf sei­ne Gesund­heit. Wer arm ist, wür­de häu­fi­ger erkran­ken und frü­her ster­ben. Eine sol­che sozia­le Unge­rech­tig­keit will DIE LINKE schleu­nigst abschaf­fen, bei­spiels­wei­se indem sie die Ein­füh­rung eines anony­mi­sier­ten Kran­ken­scheins for­dert, wel­cher illea­gli­sier­ten Men­schen den Zugang zur Gesund­heits­ver­sor­gung gewährt.

Die Selbst­be­stim­mungs­rech­te von Älte­ren oder Ber­hin­der­ten müs­sen zudem garan­tiert wer­den. Dazu gehört auch ein bar­rie­re­frei­er Zugang zu Arzt­pra­xen, Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen sowie eine ver­ständ­li­che, also qua­si auch „bar­rie­re­freie“ Kom­mu­ni­ka­ti­on, die an die Fähig­kei­ten der Pati­en­ten ange­passt wer­den soll. Zudem setzt sich DIE LINKE für die Gleich­stel­lung von psy­chisch kran­ken Men­schen vor dem Gesetz und der Sozi­al­ver­si­che­rung ein und will den­je­ni­gen zwangs- und gewalt­freie Behand­lungs­mög­lich­kei­ten öffnen.

Des Wei­tern sol­len Pati­en­ten­ver­tre­te­rIn­nen künf­tig mit Stimm­rech­ten in Gre­mi­en der gemein­sa­men Selbst­ver­wal­tung ver­tre­ten sein und als Stim­me der Pfle­ge ver­stärkt auf­tre­ten. Zuletzt will DIE LINKE die Selbst­hil­fe wei­ter finan­zie­ren und durch För­der­ver­fah­ren unterstützen.

Ambulanter Bereich: Gute Versorgung vor Ort, in Stadt und Land

Trotz einer über­durch­schnitt­li­chen Arzt­dich­te in Deutsch­land sind länd­li­che Regio­nen häu­fig noch unter­ver­sorgt und Arzt­be­su­che sind daher mit lan­gen Anfahr­ten und War­te­zei­ten ver­bun­den. Das soll geän­dert werden.

DIE LINKE setzt sich für eine gleich­mä­ßi­ge­re Ver­tei­lung der Arzt­sit­ze bei einer sek­to­ren­über­grei­fen­den Bedarfs­pla­nung ein. Dane­ben sol­len regio­na­le Ver­sor­gungs­zen­tren mit­tel­fris­tig zum Rück­grat des ambu­lan­ten Sek­tors wer­den, da sie hoch­wer­ti­ge und inter­dis­zi­pli­nä­re Behand­lun­gen ermög­li­chen und fle­xi­ble, fami­li­en­ge­rech­te Arbeits­be­din­gun­gen gewähren.

DIE LINKE will die Kom­mu­nen ermu­ti­gen, eige­ne Gesund­heits- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen aller Art auf­zu­bau­en und damit die Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum sicherzustellen.

In die­sem Zuge will DIE LINKE:

  • Kauf­prei­se für Arztpraxen/Arztsitze begrenzen
  • Ein öffent­li­cher Haf­tungs­fond für Heb­am­men, die als ers­ter Ansprech­part­ner zur Schwan­ge­ren­vor­sor­ge ein­ge­setzt wer­den sollen
  • Bedarfs­ge­rech­te, regio­na­le psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Ver­sor­gungs­an­ge­bo­te erwei­tern und finanzieren
  • Kon­zer­nen die Pro­fit­mög­lich­kei­ten im ambu­lan­ten Bereich nehmen

Macht der Pharmaindustrie brechen, Gesundheitsforschung demokratisieren

Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen geben nach Anga­ben der LINKEN über 41 Mil­lio­nen Euro für Arz­nei­mit­tel aus – zuwei­len viel zu viel. Etwa für Krebs‑, Rheu­ma- oder Mul­ti­ple-Skle­ro­se-Mit­tel müs­se man die Arz­nei­mit­tel­prei­se begrenzen.

Des Wei­te­ren wür­den Patient:innen zu hohe Zuzah­lun­gen leis­ten müs­sen, etwa für nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te, selbst wenn die­se ärzt­lich ange­ord­net wur­den. DIE LINKE will, dass alle Men­schen unab­hän­gig von ihrem Ein­kom­men mit siche­ren und wirk­sa­men Arz­nei­mit­teln ver­sorgt wer­den. Medi­ka­men­te mit erwie­se­nem Nut­zen sol­len alle­samt voll­stän­dig erstat­tet wer­den, wofür man eine Posi­tiv­lis­te ein­füh­ren will.

Des Wei­te­ren sieht DIE LINKE die Arz­nei­mit­tel­for­schung als öffent­li­che und gemein­wohl­ori­en­tier­te Auf­ga­be, bei der nicht die Eigen­tums­rech­te und künf­ti­gen Prei­se über die Medi­ka­men­ten­for­schung ent­schei­den. Des­halb will DIE LINKE gezielt Gel­der für eine nicht­kom­mer­zi­el­le kli­ni­sche For­schung bereitstellen.

Der Ein­fluss der Phar­ma­kon­zer­ne und Kor­rup­ti­on im Gesund­heits­we­sen sol­len dadurch wesent­lich ver­rin­gert wer­den. Es sol­len gesetz­li­che Rege­lun­gen über Zuwen­dun­gen der Phar­ma­in­dus­trie an die Gesund­heits­be­ruf­ler ein­ge­führt, sowie nega­ti­ve Stu­di­en­ergeb­nis­se aus der For­schung nicht mehr ver­heim­licht, son­dern trans­pa­rent dar­ge­legt wer­den. Rabatt­ver­trä­ge und ande­re Selek­tiv-Ver­trä­ge sol­len abge­schafft werden.

Die aus der öffent­li­chen For­schung ent­wi­ckel­ten Medi­ka­men­te sol­len dann auch ver­stärkt an ärme­re Län­der ver­teilt wer­den, um Pro­dukt­ent­wick­lungs­part­ner­schaf­ten zu unter­stüt­zen. Auch die All­ge­mein­heit soll in Zukunft in die For­schungs­pro­gram­me mit ein­be­zo­gen wer­den, um eine patient:innenorientierte und inter­dis­zi­pli­nä­re For­schung zu ermöglichen.

Wie gefallen Ihnen die Ansätze der Linken für ein besseres Gesundheitssystem und bessere Pflege?


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