Das ZQP hat Pflegeinformationen für pflegende Angehörige in türkischer Sprache entwickelt. I
Das hat Pfle­gein­for­ma­tio­nen für in tür­ki­scher Spra­che ent­wi­ckelt.© Vero­na­stu­dio | Dreamstime.com [Dream­sti­me RF]

In Deutsch­land leben rund 2,9 Mil­lio­nen Men­schen tür­ki­scher Abstam­mung. Ein in den nächs­ten Jah­ren noch erheb­lich wach­sen­der Anteil von ihnen ist mit kon­fron­tiert. Dabei spielt die durch Ange­hö­ri­ge oft eine gro­ße Rol­le. Die Unter­stüt­zung und Ent­las­tung pfle­gen­der Ange­hö­ri­ger ist ent­schei­dend, um ihre Gesund­heit und die der pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­son zu schüt­zen. Wis­sen über die Pfle­ge­pra­xis ist eine Grund­la­ge hier­für. Aller­dings gibt es Fami­li­en, bei denen gera­de älte­re Mit­glie­der kein oder kaum Deutsch spre­chen. Deutsch­spra­chi­ge Infor­ma­tio­nen, die bei der durch Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge hel­fen kön­nen, sind für die­se Ziel­grup­pe kaum hilf­reich. Um hier den Zugang zu Pfle­ge­wis­sen und Hilfs­an­ge­bo­ten zu erleich­tern, stellt das Zen­trum für Qua­li­tät in der Pfle­ge () ab Okto­ber 2020 qua­li­täts­ge­si­cher­te und leicht ver­ständ­li­che Infor­ma­tio­nen zur in tür­ki­scher Spra­che kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Geför­dert wird das Pro­jekt vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesundheit.

„Die Pfle­ge eines Ange­hö­ri­gen ist anspruchs­voll und manch­mal sehr belas­tend. Für tür­kei­stäm­mi­ge bestehen teil­wei­se beson­de­re Hür­den, auf Infor­ma­ti­ons- und Hilfs­an­ge­bo­te im Gesund­heits­we­sen und der Pfle­ge­ver­si­che­rung in Deutsch­land zurück­zu­grei­fen“, erklärt Danie­la Sul­mann, Pfle­ge­ex­per­tin des ZQP. „Es ist wich­tig, dass Unter­stüt­zungs- und Ent­las­tungs­an­ge­bo­te bei den Betrof­fe­nen ankom­men, um gesund­heit­li­che Risi­ken sowohl für die pfle­ge­be­dürf­ti­gen Per­so­nen als auch für die Ange­hö­ri­gen zu ver­rin­gern“, so Sul­mann weiter.

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Ratgeber mit Basiswissen zur Mund- und Körperpflege sowie pflegepraktischen Tipps

Die neu­en Mate­ria­li­en wer­den auf der tür­kisch­spra­chi­gen ZQP-Inter­net­sei­te bereit­ge­stellt. Dort fin­den Inter­es­sier­te die bei­den zwei­spra­chi­gen Rat­ge­ber Kör­per­pfle­ge und Mund­pfle­ge. Die­se ent­hal­ten Basis­wis­sen zur Mund- und Kör­per­pfle­ge, pfle­ge­prak­ti­sche Tipps sowie Hin­ter­grund­wis­sen zur häus­li­chen Pfle­ge eines Fami­li­en­mit­glieds. Die Bro­schü­ren mit tür­kisch-deut­schen Dop­pel­sei­ten kön­nen – wie alle ZQP-Rat­ge­ber – über das Inter­net­por­tal des Zen­trums her­un­ter­ge­la­den oder kos­ten­los in des­sen Online-Shop bestellt wer­den. Zum ande­ren wird ein tür­kisch­spra­chi­ger Erklär­film ange­bo­ten, der Hin­wei­se gibt, wel­che Hilfs­an­ge­bo­te im Rah­men der Pfle­ge­ver­si­che­rung zur Ver­fü­gung ste­hen. Er fasst in rund 90 Sekun­den zusam­men, war­um Unter­stüt­zung für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge so wich­tig ist und wie man zum Bei­spiel Pfle­ge­be­ra­tung oder Hil­fe durch einen ambu­lan­ten Pfle­ge­dienst erhal­ten kann.

Auf der Grund­la­ge von bereits vor­han­de­nen ZQP-Rat­ge­bern wur­den die Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en in Zusam­men­ar­beit mit tür­kisch­spra­chi­gen Exper­tin­nen und Exper­ten aus den Berei­chen Pfle­ge­be­ra­tung, Selbst­hil­fe und Wis­sens­trans­fer im Gesund­heits­we­sen ent­wi­ckelt. Unter ande­rem wur­den dazu im Rah­men von zwei Work­shops The­men und Inhal­te, Über­set­zung sowie Bild­spra­che der Rat­ge­ber und des Erklär­films diskutiert.

Die Bro­schü­ren mit tür­kisch-deut­schen Dop­pel­sei­ten kön­nen kos­ten­los über die Web­sei­te des ZQP bestellt und als PDF-Datei direkt her­un­ter­ge­la­den werden.