Erst seit zwei Mona­ten wur­den für das in Bay­ern gestar­te­te Volks­be­geh­ren „Stoppt den Pfle­ge­not­stand an Bay­erns Kran­ken­häu­sern“ Unter­schrif­ten gesam­melt und bereits jetzt zählt das Bünd­nis 102.137 Unter­schrif­ten. Ver­gan­ge­ne Woche wur­de das Ergeb­nis noch vor den Land­tags­wah­len in Bay­ern prä­sen­tiert, Akti­ve des Volks­be­geh­rens hat­ten sich dazu vor dem Baye­ri­schen Innen­mi­nis­te­ri­um ver­sam­melt, samt Fah­nen, Ban­nern und den gesam­mel­ten Unter­schrif­ten. Die hohe Zahl der gesam­mel­ten Unter­schrif­ten hat sogar his­to­ri­schen Cha­rak­ter: Bis­lang wur­den noch nie so vie­le Unter­schrif­ten im Rah­men eines Zulas­sungs­an­trag für ein Volks­be­geh­ren in Bay­ern gesam­melt – und das in einer so kur­zen Sammelphase.

Adel­heid Rupp, stell­ver­tre­ten­de Beauf­trag­te des Volks­be­geh­rens, sag­te dazu: „Nach den moti­vie­ren­den Erfah­run­gen und der brei­ten Unter­stüt­zung wäh­rend der Sam­mel­pha­se sind wir zuver­sicht­lich, eine Ver­bes­se­rung der Kran­ken­haus­pfle­ge zu errei­chen. Auch jen­seits der Unter­schrif­ten­samm­lung hat das Volks­be­geh­ren die Pfle­ge­be­we­gung in Bay­ern einen gro­ßen Schritt nach vor­ne gebracht – in der Ver­net­zung von Pfle­ge­kräf­ten und der Sen­si­bi­li­sie­rung inner­halb der Bevölkerung.“

Kon­kret möch­te man mit dem Volks­be­geh­ren bes­se­re Bedin­gun­gen in der Pfle­ge errei­chen, etwa durch einen fes­ten Pfle­ge­per­so­nal­schlüs­sel zwi­schen 1:1 und 1:3 für Inten­siv­sta­tio­nen, je nach Pfle­ge­be­darf. Ab Ein­rei­chung des Zulas­sungs­an­trags für das Volks­be­geh­ren hat das Innen­mi­nis­te­ri­um sechs Wochen Zeit, den Antrag zu prü­fen. Bei Nicht-Zulas­sung ent­schei­det der Baye­ri­sche Ver­fas­sungs­ge­richts­hof bin­nen drei Mona­ten. Bei Zulas­sung durch das Minis­te­ri­um bzw. den Ver­fas­sungs­ge­richts­hof beginnt das Volks­be­geh­ren frü­hes­tens acht, spä­tes­tens zwölf Wochen nach Bekannt­ga­be der Ent­schei­dung. Dann müs­sen müs­sen sich inner­halb von zwei Wochen ca. 900.000 wahl­be­rech­tig­te Baye­rin­nen und Bay­ern in ihren jewei­li­gen Rat­häu­sern eintragen.

Das Bünd­nis setzt sich aus zahl­rei­chen Orga­ni­sa­tio­nen und Par­tei­en zusam­men, dar­un­ter unter ande­rem der Deut­sche Berufs­ver­band für Pfle­ge­be­ru­fe (DBfK), der Mar­bur­ger Bund und ver.di Bayern.

Quel­le: stoppt-pflegenotstand.de